Aus vielen asiatischen Kulturen ist das Sesamöl nicht wegzudenken. Mittlerweile erfreuen sich das helle und das dunkle Sesamöl aber auch bei uns zunehmender Beliebtheit. Das goldfarbene, eher neutral schmeckende Sesamöl stammt aus den hellen Sesamsamen. Es wird gerne als Sesamöl kosmetisches Öl verwendet, kann aber auch als Brat-Öl oder Massageöl genutzt werden.

Die schwarzen Sesamsamen sind aromatischer. Das intensive aromatische Geschmackserlebnis gilt auch für die bernsteinfarbenen Sesamöle, weil der dunkle Sesam vor der Weiterverarbeitung leicht angeröstet wird. Das daraus entstehende dunkle Sesamöl ist als aromatische Küchenzutat in asiatischen Gerichten bekannt. Es wird wegen des niedrigen Rauchpunktes aber nicht als Brat-Öl verwendet, sondern erst kurz vor dem Servieren einem asiatischen Gericht beigegeben. In der Summe ist Sesamöl in seinen Verwendungsmöglichkeiten aber noch wesentlich vielseitiger, als es hier anklingt.

Sesam in geschichtlicher Hinsicht

Wissenschaftler sehen im Sesamöl eines der ältesten Speiseöle, die der Mensch jemals hergestellt hat. In uralten Schriftrollen haben Archäologen Aufzeichnungen über Gewürze und Öle gefunden, unter anderem solche über den Sesam (Sesamum indicum). Dieses Gewürzöl wird bereits im Schrifttum des Jahres 1500 v. Christus gelistet, wobei dieses Datum ein Schätzwert ist.

Aus den “Geschichten aus 1001 Nacht” kennen Leser den geheimen Zauberspruch “Sesam öffne Dich”. Dieser Spruch aus der Geschichte “Ali Baba und die vierzig Räuber” verweist darauf, dass der Wert des Sesams erst durch die natürliche Öffnung der Sesamschoten entsteht. Der Gedanke, so an den Schatz der 40 Räuber zu kommen, wurde hier auf eine reich gefüllte Räuber-Schatzkammer übertragen, die sich nur mit diesem Zauberspruch öffnen lässt.

Jenseits alter Schriftbelege haben Geologen aber auch noch weit ältere Spuren für Verwendungen des Sesams gefunden – nämlich in 5.000 Jahre alten Erdschichten. Sesamsamen und Sesamöl wurden demnach bereits in Mesopotamien verwendet. Von dort aus kamen sie vermutlich zuerst nach Indien, und dann in weitere asiatische Länder. Außerdem vermuten die Forscher, dass auch die Griechen und Römer Sesam und Sesamöl verwendet haben könnten. Der frühe Export solcher Naturstoffe über die Seidenstraße oder den Seeweg liegt nahe.

Zu besonderer Wertschätzung kam der Sesam aber in China und Indien. Die großen Mengen Sesamsamen, die bereits um 2500 v. Chr. in China eingesetzt wurden, erklären sich nicht allein durch kulinarische Verwendungen. Sesam wurde bei den Chinesen unverarbeitet oder in Form von Sesamöl als Speisegewürz verwendet. Das Sesamöl wurde von den Chinesen aber auch teilweise verbrannt, weil es dann eine gute Grundlage für die Herstellung einer Schreibtinte abgab. Welche Mengen an Sesamöl damals als Küchengewürz verwendet wurden, und welche zu Schreibtinte verarbeitet worden sind, ist vermutlich nicht mehr nachvollziehbar.

Die Inder haben dem Sesamöl im Ayurveda ebenfalls einen hohen Stellenwert zugemessen. Dazu später mehr.

Woher stammen die Sesamkörnchen?

Die kleinen Sesamsamen entstammen einem weit verzweigten Strauch, der bis zu einen Meter zwanzig hoch werden kann. Es gibt auch nicht verzweigte Sesamsträucher. Der Ursprung dieses Strauches wird in Afrika und Asien gesehen. An diesen Sträuchern sind nach der Blüte längliche und quadratische Früchte mit feinen Härchen an der Außenseite zu finden. Heutzutage wird der Sesam auf beiden Kontinenten kultiviert. Auch in Mexiko findet sich Sesam angebaut.

Wirtschaftlich interessant sind Sesamsamen, weil es keine definierte Erntezeit gibt. Die Sesamsamen können in warmen Ländern ganzjährig reifen und jederzeit geerntet werden. Dies geschieht wegen der ganzjährigen Reife auch heute weitgehend in Handarbeit. Die reifen Sesamsamen lagern in den länglichen Fruchtkapseln. Diese werden abgeschnitten. Sie müssen dann erst einmal getrocknet werden. Danach braucht man die Kapseln nur noch zu schütteln, und der Sesamsamen rieselt heraus.

Aus einer Tonne Sesamsamen können bis zu 300 Liter Sesamöl entstehen, wenn der Samen ausgepresst wird. Die Asiaten stellen hauptsächlich Sesamöl für kosmetische oder kulinarische Zwecke her. Sie produzieren aber auch eine daraus hergestellte Margarine. In europäischen Ländern muss Margarine laut Gesetzgeber einen festgelegten Prozentsatz an Sesamöl enthalten. Der Grund ist, dass Butter gerne gefälscht oder gestreckt wird. Sesamöl ist leicht nachweisbar. Es dient daher in Abwesenheit als Marker für gepanschte oder gefälschte Butter, bzw. als Kennung für Margarine, die sich als anderes ausgibt.

Im indischen Ayurveda erhielt das Sesamöl einen hohen Stellenwert als Massageöl oder für andere Anwendungen. Die Afrikaner oder Araber verwenden Sesamöl ebenfalls gerne in kosmetischen oder kulinarischen Nutzungen. Die rohen Sesamsamen werden gerne als Brotgewürz oder zur Herstellung von süßer Halwa verwendet – beispielsweise in der Türkei oder Griechenland, sowie in arabischen Ländern.

Interessant ist, dass selbst die ausgepressten Samen trotz der darin enthaltenen geringen Reste von Sesamöl noch verwertbar sind. Sie sind sehr proteinreich, und werden daher als Tierfutter-Beimischung verwertet. Nur die Kokosnuss ist ein noch vielseitigeres Naturprodukt, das so viele unterschiedliche Verwendungen erlaubt.

Sesamöl in unterschiedlichen Varianten

Nachdem die getrockneten Samen aus den Fruchtkapseln gerieselt sind, werden sie zunächst gewaschen. Anschließend werden sie ein zweites Mal getrocknet. So werden eventuelle Staubanhaftungen entfernt. Nun bietet sich an, die fetthaltigen Sesamsamen auszupressen. Möglich ist die Verarbeitung zu nativem, kaltgepresstem oder raffiniertem Sesamöl.

Die nativen Sesamöle werden grundsätzlich kalt gepresst. Die Kaltpressung von Sesamöl gilt als besonders schonendes Verfahren. Die wertvollen Inhaltsstoffe aus dem Sesam bleiben so fast vollständig erhalten.

Nach der Kaltpressung wird das entstandene Sesamöl filtriert, weil häufig noch Sesam-Partikel in ihm enthalten sind. Im Ergebnis entsteht ein helles Öl, das aus hellen Sesamsamen extrahiert wird. Aus dunklen Sesamsamen entsteht ein aromatisches Sesamöl von bräunlicher Farbe, das durch eine vorsichtige Röstung sein unverwechselbares Aroma erhält. Auch hier gelten native Bio-Qualitäten als die empfehlenswerteren Sesamöle.

Die raffinierten Sesamöle sind hingegen so gut wie geschmacksneutral. Hier wird der Sesamsamen durch die Pressung erhitzt. Das Endergebnis des Raffinationsprozesses ist länger haltbar, geruchlos und als Brat-Öl oder neutrales Kosmetikum beliebt. Eine andere Form der thermischen Behandlung kann auch bei nicht-raffinierten Sesamölen für längere Haltbarkeit sorgen. Hier erfolgt zwar die Pressung als Kaltpressung. Danach wird das Sesamöl aber gedämpft.

Sesam und seine wertvollen Inhaltsstoffe

Nicht nur geschmacklich ist Sesam interessant. Er hat auch einen hohen gesundheitlichen Wert. Die enthaltenen Phytosterine von Sesamöl senken beispielsweise den Cholesterinspiegel. Der wichtigste Bestandteil im Sesam ist die ungesättigte Linolsäure. Sie ist zu 40 bis 45 Prozent in Sesamkörnchen und Sesamölen enthalten. Der Linolsäure sprechen Mediziner zahlreiche gesundheitliche Wirkungen zu, unter anderem

  • kann Linolsäure den Blutfettspiegel senken
  • gegen Arteriosklerose ein wirksames Vorbeugungsmittel darstellen
  • die Herzgesundheit und die Blutgerinnung verbessern
  • und der Osteoporose-Vorbeugung dienen.

Neben der ungesättigten Linolsäure sind im Sesam noch ungefähr 40 Prozent Ölsäure enthalten. Weitere Bestandteile sind Omega-3- und andere Fettsäuren, Mineralstoffe und Spurenelemente – beispielsweise Selen, Kalzium, Magnesium oder Eisen -, sowie die geschmacklich relevanten Begleitstoffe Sesamolin oder Sesamol. Das Sesamol verhindert eine Oxidierung des Sesamöls. Dadurch ist Sesamöl auch ohne den Raffinationsprozess vergleichsweise lange haltbar und lagerfähig.

Die Raffinade bietet also nicht unbedingt Vorteile. Aus gesundheitlicher Sicht ist der Raffinationsprozess von natürlichen Pflanzenölen sogar abzulehnen. Er entfernt neben Geruchs und Geschmacksstoffen nämlich auch viele nicht hitzebeständige Nährstoffe.

Wegen seines unverwechselbaren Aromas verwenden die Asiaten das Sesamöl und den unverarbeiteten Sesam gerne in ihren landestypischen Gerichten als Geschmacksgeber. Geröstetes Sesamöl fügen Kenner immer erst kurz vor dem Servieren zu. Wird geröstetes Sesamöl gebraten oder mitgekocht, verliert es sein volles Aroma fast zur Gänze. Das helle, eher neutral schmeckende und hitzebeständige Sesamöl wird zum Braten, zum Backen oder als Salatöl verwendet. Sein Aroma ist sehr fein und leicht nussig.

Die gesundheitlichen Wirkungen des Sesams

Sesam und Sesamöl werden dank ihrer wertvollen Inhaltsstoffe und ihres Kalziumreichtums seit Langem im Ayurveda verwendet, um heilende Effekte zu erzeugen. Der Verzehr von Sesam und daraus hergestellten Produkten kann den Cholesterinspiegel senken und der Herzgesundheit dienen. Der hohe Kalziumgehalt von Sesam lässt diesen als gut geeignetes Mittel gegen Osteoporose dastehen. Sesam kann dadurch auch die Zähne fester machen.

Wie man heute weiß, besitzen die Lignane Sesamolin und Sesamol in Sesam antioxidative Fähigkeiten. Sie gelten als vorbeugende Substanzen gegen eine mögliche Krebsentstehung. Sesamöl kann durch die enthaltenen Antioxidantien und das Vitamin E das Zellwachstum verbessern und einer Arterienverkalkung vorbeugen. Als Massageöl verwendet, kann Sesamöl durch seine Inhaltsstoffe für vitalere Hautzellen und einen verlangsamten Alterungsprozess sorgen.

In der traditionellen indischen Heilkunst, dem Ayurveda, wird Sesamöl als Massageöl eingesetzt. Es gilt als Öl, mit dem Menschen entgiften können – zum Beispiel durch das beliebte Ölziehen. Die Inder setzen Sesamöl daher zu Reinigungs- und Klärungsbehandlungen, für Massagen, in der Pflanzenheilkunde als Trägeröl, in der Ernährung und im Kontext des geistigen Yoga ein. Man schreibt Sesam und Sesamöl in Indien heilende und pflegende Inhaltsstoffe zu.

Ayurvedische Stirngüsse und Ölziehen mit Sesamöl

Bekannt ist vielen Menschen, die diese Behandlung bereits genossen haben, der ayurvedische Stirnguss mit erwärmtem Sesamöl. Die Inder nennen diese 2.000 Jahre alte Technik “Shirodhara“. Das helle Sesamöl wird dafür mit heilenden Kräutern versetzt. Nach dem Erwärmen wird das Sesamöl aus einer Höhe von zehn Zentimetern in einem dicken, gleichmäßigen Strahl über die Stirne des liegenden Patienten gegossen.

Oftmals wird nach dem Stirnguss eine Kopfmassage vorgenommen. Die Inder sehen im Stirnguss eine gute Möglichkeit, den Patienten zu entspannen und zu entstressen. Der Stirnguss kann laut Ayurveda gegen Kopfschmerzen, Depressionen, Schlafstörungen, Verspannungen, Stresssymptome oder Lähmungen eingesetzt werden. Massagen mit Sesamöl können als Ganzkörpermassage oder partielle Massage eingesetzt werden. Die Inhaltsstoffe des Sesams nähren die Haut. Diese wird durch die Massage besser durchblutet. Sie wirkt länger vital und voller Spannkraft.

Das sogenannte Ölziehen mit Sesamöl ist ebenfalls dem Ayurveda entnommen. Die Patienten geben nach dem Aufstehen – und noch vor dem Zähneputzen – einen Teelöffel Sesamöl in den Mund. Sie bewegen das Sesamöl anschließend zwanzig Minuten lang im Mund hin und her. Dabei ziehen sie es immer wieder durch die Zahnzwischenräume. Da das Öl beim Ausspucken verfärbt ist, und gemäß des Ayurveda jede Menge Giftstoffe enthält, wird es dann nicht in die Spüle gespuckt und weggespült, sondern in einem Papiertuch entsorgt. Anschließend kann der Patient sich ganz normal die Zähne putzen, und seine Zunge reinigen.

In der westlichen Medizin ist das Ölziehen allerdings umstritten. Die Verfärbung, die nach dem Ölziehen entsteht, wird oxidativen Prozessen, und nicht den vermeintlich darin enthaltenen Giftstoffen zugeschrieben.

Sesamöl als Kosmetikum und Hautpflegemittel

Sesamöl gilt als besonders wertvolles Massage und Hautpflege-Öl, weil es die Haut regeneriert. Dafür ist insbesondere die Linolsäure verantwortlich. Diese dringt in die oberen Hautschichten ein. Es hält diese geschmeidig und elastisch. Auch der Lezithin-Gehalt des Sesamöls dient der Hautgesundheit. Das Austrocknen der Haut wird dadurch verhindert. Nach einem Saunagang aufgetragen, nimmt die Haut die Inhaltsstoffe des Sesamöls besonders gut auf.

Die Asiaten verwenden Sesamöl schon seit Jahrhunderten als Pflege-Öl für die Haut. Außerdem eignet sich Sesamöl ideal als Trägeröl. Es kann mit ätherischen Ölen beduftet, oder zwecks Verbesserung der heilenden Eigenschaften mit Kräuteressenzen gemischt werden. Den Vergleich mit Mandelöl, Aprikosenkern-Öl oder Aloe Vera muss Sesamöl keineswegs scheuen. Es kann sogar vor den gefährlichen und hautschädigenden UV-Strahlen schützen – etwa vergleichbar mit einem niedrigen Lichtschutzfaktor von eins oder zwei. Interessant ist dieses natürliche Hautpflegemittel, weil es verträglich für die meisten Hauttypen ist.

Allergiker und Menschen mit hochsensiblen Hauttypen sollten das Öl zunächst an einer kleinen Stelle der Haut – beispielsweise in der Ellenbeuge – ausprobieren. Ist es dort verträglich, kann auch eine Ganzkörpermassage damit problemlos vertragen werden. Treten aber binnen zweier Tage nach dem Auftrag von Sesamöl Rötungen oder Reizungen der Haut auf, sollten die Verwender lieber ein anderes Hautpflege-Öl auswählen. Infrage kommen wegen ihrer guten Verträglichkeit Kokosnuss-Öl oder Mandelöl.

Ein ideales Hautpflegemittel ist Sesamöl bei trockener und alternder Haut. Es kann außerdem als Barriere-Öl für Menschen verwendet werden, die durch Duftstoffe und Chemikalien zu Allergien mit Pustelbildung neigen. Solche Hautreizungen treten insbesondere bei zu trockener Haut auf. Durch das aufgetragene Sesamöl entsteht eine stabile Schutzhülle, die vor Parfümstoffen und schädlichen Umwelteinflüssen schützt. Natives Sesamöl ist also für Menschen mit Multisystemerkrankungen wie der Multiplen Chemischen Sensitivität (MCS) eine gute Wahl.

Die Anwendung von Sesamöl auf der Haut

Sesamöl wird bei empfindlichen Menschen in reiner Form auf die Haut aufgetragen und leicht einmassiert. Dazu wird vornehmlich das helle Sesamöl verwendet, das idealerweise kalt gepresst bzw. nativ sein sollte. So bleiben alle hautwirksamen Wirkstoffe fast vollständig erhalten. Reines Sesamöl kann außerdem als Massageöl oder Badezusatz verwendet werden. Als Trägeröl kann es beduftet, oder mit heilenden Essenzen und Kräuterauszügen versetzt werden. Daher findet sich Sesamöl auch in diversen Naturkosmetika als Grundlage eingesetzt. Selbst Duschgels oder Haarshampoos können damit aufgewertet werden.

Wenn die Haare strohig, widerspenstig und von zu vielem Färben gestresst wirken, kann Sesamöl – ähnlich wie Kokosöl – für Packungen oder Haarkuren verwendet werden. Das reine Sesamöl wird auf das Haar aufgetragen und leicht einmassiert. Vor allem die Haarspitzen, aber auch die trockene Kopfhaut sollten davon profitieren. Das Öl verbleibt etwa zwanzig Minuten bis eine halbe Stunde im Haar.

Der Kopf wird in dieser Zeit in ein vorgewärmtes Handtuch gewickelt. Das verbessert die Wirkung der Sesamöl-Kurpackung. Nach der eben genannten Zeitspanne kann das Sesamöl warm ausgespült werden. Danach wird das Haar mit einem pflegenden Shampoo gewaschen. Dieses sollte die Haare nicht erneut austrocknen. Ein neutrales Haarshampoo ist vorteilhafter, weil es keine aggressiven Parfümstoffe enthält.

Regelmäßige Kuranwendungen mit Sesamöl machen sich durch glänzende und geschmeidige Haare bemerkbar. Versetzt der Verwender das Sesamöl mit Naturjoghurt, Zitronensaft, Honig und Ei, verbessert das seine pflegenden Eigenschaften noch.

SesamölDer Ernährungswert von Sesam und Sesamöl

Kalt gepresstes Sesamöl in Bio-Qualität gilt – im Gegensatz zu gehärteten und industriell hergestellten Margarinen oder raffinierten Speiseölen – als gesunder Fett-Lieferant. Das Sesamöl liefert etwa 87% ungesättigte Fettsäuren. Darunter ist die wertvollste die ungesättigte Linolsäure, die zu den Omega-6-Fettsäuren gerechnet wird. Der regelmäßige Verzehr von Sesamöl kann daher dem Cholesterinspiegel zu besseren Werten des schlechten Cholesterins verhelfen. Er stärkt die Herztätigkeit, verbessert die Blutgerinnung und kann Arterienverkalkung verhindern helfen.

Auch der Gehalt des Sesamöls an wichtigen Antioxidantien ist bemerkenswert, wenn es um gesundheitliche Werte geht. Sesamöl und seinen wertvollen Inhaltsstoffen wird eine anti-kanzerogene Wirkung zugeschrieben. Ob das eine Erklärung dafür ist, dass die Asiaten eine durchschnittlich bessere Gesundheit besitzen, als die meisten Europäer oder Amerikaner, ist nicht geklärt. Eine bessere Gesundheit resultiert in der Regel nicht aus nur einem Lebensmittel oder Gewürz, sondern aus der Gesamtheit der aufgenommenen Nährstoffe aus gesunden Lebensmitteln.

Geröstetes Sesamöl sollte nur sparsam eingesetzt und niemals stark erhitzt werden. Sein Rauchpunkt ist bereits bei niedrigen Temperaturen erreicht. Der Gesundheitswert von geröstetem Sesamöl wird durch starkes Erhitzen stark verringert. Aber vor allem leidet das einmalige und eigenständige Aroma des bernsteinfarbenen Sesamöls. Beim hellen Sesamöl ist das Erhitzen möglich. Es kann daher als Frittier- oder Brat-Öl eingesetzt werden.

In Indien, China, Japan oder Thailand findet sich Sesamöl in verschiedenen regionalen Rezepten verwendet. Die Kochfestivals in Hongkong oder Singapur sind wahre Publikumsmagneten. Hier kann man das Sesamöl in allen seinen Verwendungen und als Zutat geschmacklich verfeinerter Kreationen erleben.

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