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Jahrzehntelang galt Kokosöl (auch als Kokosnussöl bekannt), als das aus dem weißen Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen wird, als ein minderwertiges Öl aus den Tropen. Doch seit einigen Jahren gewinnt es an Beliebtheit. Kein Wunder, Kokosöl ist nämlich gesund.

Seit Jahrhunderten liefert die Kokosnuss den Einwohnern tropischer Länder viele wichtige Nährstoffe, in der Tropenfrucht finden sich viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie gesunde Fettsäuren.

Vor allem in nativem Kokosöl sind hochwertige Inhaltsstoffe enthalten, die zwar keine Wunder vollbringen, aber sich doch positiv auf die Gesundheit auswirken können. Hergestellt wird das Öl hier mittels zwei unterschiedlicher Verfahren: Entweder wird das frische Fruchtfleisch gepresst und aus der so gewonnen Kokosmilch das Öl extrahiert oder aber das an der Sonne oder unter Dampf im Ofen getrocknete Fruchtfleisch wird kalt gepresst. Bei raffiniertem Kokosöl sind zwar noch die wertvollen mittelkettigen Fettsäuren enthalten, jedoch sinkt der Nährstoffgehalt durch Raffination, Bleichung und Deodorierung.

Die hochwertigen Inhaltsstoffe von Kokosöl machen es zu einem einzigartigen Produkt mit antibakterieller Wirkung und gesundheitsfördernden Eigenschaften, die bereits durch Studien nachgewiesen werden konnten.

Kokosöl

Kokosöl – Wie wird es eigentlich gewonnen?

Wir kennen sie alle: Die Kokosnuss, die mit Strohhalm und Schirmchen als Inbegriff für tropische Erfrischung steht. Doch sie ist mehr als nur eine Erfrischung oder die Verschönerung eines Insel-Idylls. Die Kokosnuss ist ein gehaltvolles und gesundes Lebensmittel, welches lange lagerbar ist und zudem als Naturheilmittel und im Kosmetikbereich Anwendung findet. Sie bildet die Grundlage für die Gewinnung von Kokosöl und weiteren Produkten wie Kokosmehl, Kokoswasser, Kokosmilch, Kokosblütenzucker und –Sirup sowie Kokoschips.

Die Kokospalme – Perfekt angepasst an ihre Anbaugebiete

Eigentlich ist die Kokosnuss keine Nuss, sondern vielmehr eine Steinfrucht. Aufgebaut ist sie in mehreren Schichten: Von der innersten Schicht wird das Kokoswasser umschlossen – sie wird als Kopra bezeichnet, also das Fruchtfleisch, welches für die Gewinnung von Kokosöl genutzt wird. Dieses Fruchtfleisch ist vom braunen, harten Endokarp umgeben, welches den Samen der Steinfrucht bildet. Um diesen Kern liegt noch einmal eine Faserschicht sowie eine grüne und ledrige Außenhaut.

Die Kokospalme (botanischer Name: Cocos nucifera) ist vor allem in tropischen Gebieten heimisch, denn nur hier herrschen die für die Fruchtbildung notwendigen Temperaturen. Die Philippinen, Indonesien sowie Vietnam gehören zu den größten Anbaugebieten. Dank der faserigen Blätter ist die Kokospalme perfekt an die Küsten angepasst, an denen immer wieder Stürme auftreten. Sie bieten kaum Widerstand und der elastische Stamm kann auch fast jeden Sturm überstehen.

Die Früchte bilden sich erst nach etwa sechs bis sieben Jahren aus, allerdings kann eine Kokospalme je nach Standort über eine Dauer von bis zu 60 Jahren Früchte liefern. Kokospalmen sind dabei nicht saisongebunden, sondern tragen ganzjährig Früchte in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Somit kann eine Kokospalme auch ganzjährig beerntet werden. Im Durchschnitt liefert ein Baum zwischen 30 und 40 Früchte jährlich, welche von Hand geerntet werden.

Kokosölgewinnung – Unterschiedliche Methoden mit unterschiedlichen Ergebnissen

Die Kopra, also das weiße Fruchtfleisch der Kokosnuss bildet immer die Grundlage für die Gewinnung von Kokosöl. Allerdings gibt es unterschiedliche Herstellungsverfahren. Es muss dabei zwischen industriell hergestelltem sowie nativem Kokosöl unterschieden werden. Obwohl das industrielle Verfahren zur Gewinnung von Kokosöl noch immer üblich ist, kann sich das schonende und biologische Verfahren immer stärker durchsetzen. Kein Wunder, hat es doch einige Vorteile und sorgt für eine bessere Qualität des Kokosöls.

Kokosölgewinnung durch industrielle Verfahren

Wird Kokosöl industriell hergestellt, werden die Kokosnüsse nach der Ernte zunächst getrocknet und meist für längere Zeit gelagert. Oft vergehen mehrere Monate bis zur Weiterverarbeitung. Das Fruchtfleisch wird für die Pressung zerkleinert und geraspelt, vor der mechanischen Pressung wird es außerdem stark erhitzt. Um die Schale der Kokosnuss vollständig entfernen zu können werden zudem oft chemische Mittel verwendet. Auch die Farbe, der Geschmack und die Konsistenz von Kokosöl wird so beeinflusst. Das Öl wird dann raffiniert, oft auch noch gebleicht und desodoriert und dann abgefüllt oder zu Platten gepresst. Das zu Platten gepresste Öl findet dann als minderwertiges Kokosfett Anwendung.

Kokosölgewinnung mit biologischen Verfahren

Das Kaltpressverfahren, also die biologische Gewinnung von Kokosöl wird mittlerweile immer beliebter. Das Öl wird schonend gewonnen und weist so nicht nur eine höhere Qualität, sondern auch einen besseren Geschmack auf. Dafür werden in der Regel auch Früchte aus kontrolliert biologischem Anbau verwendet, die in so genannten Mischkulturen wachsen.

Bei der Kaltpressung werden frische und sonnengereifte Kokosnüsse zügig weiterverarbeitet, um Verunreinigungen oder auch negative enzymatische Veränderungen des Fruchtfleisches aufgrund einer zu langen Lagerung zu vermeiden. Die Pressung erfolgt in der Regel spätestens 72 Stunden nach der Ernte der Kokosnüsse. Bei nativem Kokosöl finden sich keine chemischen Zusätze. Es wird weder raffiniert noch gebleicht oder desodoriert, sondern lediglich gefiltert, um Rückstände von Feuchtigkeit und Fruchtfleisch zu entfernen. Die natürlichen Eigenschaften des Kokosöls bleiben dadurch erhalten, ebenso wie die hochwertigen Inhaltsstoffe.

Die Kaltpressung von Kokosöl kann dabei unterschiedlich erfolgen. Die eigentliche Kaltpressung bei weniger als 38 °C ist dabei nur ein Schritt während der Gewinnung von Kokosöl. Es gibt drei verschiedene Methoden der Herstellung von kalt gepresstem Kokosöl:

  • Gewinnung von Kokosöl mit der Zentrifugen-Methode
  • Gewinnung von Kokosöl mit der Expeller-Methode
  • Gewinnung von Kokosöl aus gelagerter Kopra mit der Expeller-Methode

Gewinnung von Kokosöl mit der Zentrifugen-Methode

Bei der Gewinnung von Kokosöl in der Zentrifuge durchläuft die Kokosnuss folgende Arbeitsschritte:

  • Ernte der Kokosnüsse
  • Waschen und Öffnen der Kokosnüsse und Trennung des Fruchtfleisches von der Schale
  • Zerkleinerung des Fruchtfleisches
  • Bei einer Temperatur von unter 38 °C wird das frische Fruchtfleisch zu Öl zentrifugiert.
  • Die Zentrifugierung teilt das Fruchtfleisch der Kokosnuss in folgende Bestandteile: Kokosöl, Kokosmilch und Kokosmehl. Es werden danach alle so erzeugten Produkte weiterverwendet.
  • Abfüllung des Kokosöls in große Fässer
  • Transport des Kokosöls in sein Bestimmungsland
  • Abfüllung des Kokosöls bei unter 38 ° C ins Gläser

Ein mit der Zentrifuge hergestelltes Kokosöl zeigt ein dezenteres Kokosnussaroma und besitzt eine sehr zarte Konsistenz. Zentrifugiertes Kokosnussöl weist außerdem Rohkostenqualität auf.

Gewinnung von Kokosöl mit der Expeller-Methode

Bei der Expeller-Methode werden folgende Arbeitsschritte durchlaufen:

  • Ernte der Kokosnüsse
  • Waschen und Öffnen der Kokosnüsse und Trennung des Fruchtfleischs von der Schale
  • Mahlen des Fruchtfleischs zu Raspeln
  • Trocknung des Fruchtfleischs bei etwa 60 °C in einem Profitrockner (alternative Trocknung in der Sonne möglich, wenngleich die hygienischen Bedingungen in diesem Fall fragwürdig sind)
  • Das getrocknete Fruchtfleisch wird bei unter 38 °C mit einem Expeller zu Kokosöl kalt gepresst
  • Abfüllen des Kokosöls in große Fässer
  • Transport des Kokosöls in sein Bestimmungsland
  • Abfüllung des Kokosöl in Gläser, wobei nur wenige Hersteller dies bei Temperaturen unterhalb von 38 °C tun

Aufgrund der meist heißen Trocknung und der unmittelbaren Weiterverarbeitung nach der Ernte, schmeckt ein Kokosöl sehr intensiv nach Kokosnuss, wenn es mit der Expeller-Methode hergestellt wurde.

Gewinnung von Kokosöl aus gelagerter Kopra mit der Expeller-Methode

Die Expeller-Methode, bei welcher gelagerte Kopra verwendet wird, wird das Kokosöl nicht vor Ort gepresst. Folgende Arbeitsschritte sind dabei üblich:

  • Ernte der Kokosnüsse
  • Waschen und Öffnen der Kokosnüsse und Trennung des Fruchtfleischs von der Schale
  • Mahlen des Fruchtfleischs zu Raspeln
  • Trocknung des Fruchtfleischs bei etwa 60 °C in einem Profitrockner oder alternativ in der Sonne, was allerdings unter teils fragwürdigen hygienischen Bedingungen passiert und aufgrund der vorherrschenden Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit in den Tropen oft schwieriger ist.
  • Transport der Kokosraspeln in Containern nach Europa
  • Kaltpressung der getrockneten Kopra bei weniger als 38 °C mit dem Expeller
  • Abfüllung des Kokosöls in Gläser (nur selten bei Temperaturen unter 38 °C)

Kokosöle, welche mit dieser Methode hergestellt werden, sind zwar durchaus kaltgepresst, aber werden meist zu einem günstigeren Preis angeboten und sind nicht ganz so hochwertig, wie Öle aus Zentrifugen- oder Expeller-Herstellung vor Ort.

Kokosöl kinderleicht selbst herstellen

Kokosöl kann auch kinderleicht selbst hergestellt werden. So ist natürlich sichergestellt, dass tatsächlich alle gesunden Inhaltsstoffe enthalten sind.

Dabei kann Kokosöl mit zwei verschiedenen Methoden hergestellt werden:

  • aus bereits getrockneten Kokosflocken
  • aus einer frischen Kokosnuss

Kokosöl mit getrockneten Kokosflocken herstellen

Aus bereits getrockneten Kokosflocken lässt sich recht einfach mit Hilfe eines Entsafters Kokosöl herstellen. Die getrockneten Kokosflocken werden hierzu portionsweise in den Entsafter gegeben, der mit Hilfe von Zentrifugalkraft das Öl und die Creme aus den Kokosflocken zieht. Wichtig ist, dass nicht zu viele von den Kokosflocken gleichzeitig in den Entsafter gegeben werden, um eine Verstopfung zu vermeiden. Sobald alle Kokosflocken einmal diesen Arbeitsvorgang durchlaufen haben, sollte er ein zweites Mal wiederholt werden, um auch den letzten Rest Öl aus den Flocken zu gewinnen. Der so gewonnene „Saft“ wird nun in ein Glas gegossen und muss für 24 Stunden an einem warmen Ort gelagert werden. Im Anschluss an diese Ruhezeit schwimmt das Kokosöl oben im Glas, die Creme hat sich auf dem Boden abgesetzt. Mit einem Löffel kann das gebrauchsfertige Öl abgeschöpft und in ein frisches und am besten dunkles Schraubdeckel-Glas umgefüllt werden.

Kokosöl aus einer frischen Kokosnuss herstellen

Für die Kaltpressung von Kokosöl wird eine reife Kokosnuss benötigt. Außerdem sind folgende Arbeitsutensilien notwendig:

  • 1 Hammer
  • 1 Küchenmesser
  • 1 Mixer
  • 1 Mullwindel
  • 1 Löffel
  • 1 Glas

Zu Beginn wird die reife Kokosnuss mit Hilfe eines Hammers geöffnet, das Kokoswasser sollte möglichst aufgefangen werden. Im Anschluss wird das Fruchtfleisch mit einem Küchenmesser in kleinen Stücken von der Schale gelöst und in ein Mixgefäß gegeben. Nach dem Verschließen des Gefäßes kann die Maschine auf mittlere Geschwindigkeit gestellt werden und sollte solange mixen, bis das Fruchtfleisch fein zerhackt ist. Für ein besseres Mixergebnis kann eine kleine Menge vom Kokoswasser hinzugegeben werden. Nun wird die Mullwindel über einem Glas mit möglichst großer Öffnung ausgelegt, mit einem Löffel wird eine kleine Portion des gemahlenen Kokosfleischs auf die Windel gegeben und die Windel wird zugedreht und ausgepresst. Dabei läuft Kokosmilch in das Glas. Der Vorgang wird solange wiederholt, bis das gesamte Kokosfleisch ausgepresst ist. Jetzt muss das Glas mit der Kokosmilch für mindestens 24 Stunden an einem kühlen Ort stehen, wo sich nach dieser Zeit eine Schicht mit geronnener Kokosmilch an der Oberfläche absetzt. Im unteren Teil des Glases befindet sich reines Kokosöl. Mit einem Löffel wird die geronnene Kokosmilch abgeschöpft und entsorgt, das Kokosöl kann direkt verwendet werden.

Kokosöl und Kokosfett – Wo liegt der Unterschied?

Mit Kokosöl und Kokosfett werden in der Regel die gleichen Produkte beschrieben, denn in der Zusammensetzung finden sich keinerlei Unterschiede. Einziger Unterschied ist der Aggregatzustand: Während ein Kokosöl bei Temperaturen ab 25 °C einen flüssigen Zustand aufweist, ist die Konsistenz bei einer Temperatur unter 25 °C fest und damit wird es als Kokosfett bezeichnet.

Ein entscheidender Unterschied zwischen Kokosöl und Kokosfett liegt allerdings in der Herstellung: Die Frage ist also, ob es sich um ein kalt gepresstes und naturbelassenes oder ein raffiniertes und gehärtetes Fett handelt. Ein industriell hergestelltes Kokosfett wird oft einer Hitzebehandlung unterzogen, Geruch und Geschmack gehen dabei verloren. Der Schmelzpunkt eines so behandelten Kokosfetts ist oft sehr hoch und somit wird es nur durch das Erhitzen in der Pfanne flüssig. So gilt ein Kokosfett von fester Konsistenz in der Regel nicht als naturbelassen, während ein Kokosöl über einen typischen Geschmack und Geruch verfügt und absolut natürlich ist.

Kokosöl und seine gesunden Inhaltsstoffe

Kokosöl ist reich an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen, welche sich positiv auf das Immunsystem auswirken und hilfreich gegen Viren, Bakterien und Pilze sein können. Es enthält eine Vielzahl an gesunden

  • Fettsäuren
  • Vitaminen
  • Mineralstoffen
  • Spurenelemente und
  • Aminosäuren.

Unter den Fettsäuren sei zunächst die Laurinsäure genannt, welche den Hauptbestandteil der in der Kokosnuss vorkommenden Fettsäuren ausmacht. Sie ist sogar in Muttermilch enthalten und wird den gesättigten Fettsäuren zugeordnet, welche als chemisch stabil gelten und hoch erhitzbar sind. Es bilden sich also beim Braten oder auch Frittieren keine gesundheitsschädlichen Transfettsäuren. Der Laurinsäure wird nachgesagt, sie wirke antimikrobiell und könne Viren zerstören. Die in Kokosöl enthaltenen mittelkettigen Fettsäuren stellen durchaus ein natürliches Antibiotikum dar, der Körper kann sie sofort aufnehmen und in die Zellen transportieren, wo sie in Energie umgewandelt werden.

Weitere wichtige Fettsäuren, die sich in Kokosöl finden lassen, sind:

  • Caprylsäure
  • Caprinsäure
  • Linolsäure
  • Myristinsäure
  • Palmitinsäure

Weiterhin finden sich in Kokosöl Mineralstoffe wie

  • Magnesium
  • Kalzium
  • Kalium
  • Phosphor

sowie essentielle Spurenelemente wie

  • Eisen
  • Kupfer
  • Mangan
  • Selen und
  • Zink

Enthalten sind außerdem alle Vitamine des B-Komplexes, Vitamin E, Vitamin K sowie die lebensnotwendigen Aminosäuren Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin. Ohne diese Aminosäuren, die der Körper nicht selbst bilden kann, könnte der menschliche Organismus auf Dauer nicht überleben.

Kokosöl – Gesunde Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

Kokosöl gilt sowohl in der Küche als auch in der Körperpflege als wahres Allroundtalent. Es eignet sich gut zum Kochen und Backen und sorgt auch für geschmeidige Haut und glänzendes Haar. Es ist gut für das allgemeine Wohlbefinden, was sehr wahrscheinlich auf die Vielzahl an hochwertigen Inhaltsstoffen zurückzuführen ist. Doch was ist in Kokosöl eigentlich alles enthalten?

Kokosöl und seine Zusammensetzung

Zu mehr als 99 Prozent besteht Kokosöl aus in Triglyceriden gebundenen, gesättigten Fettsäuren. Laurinsäure, Caprylsäure, Caprinsäure, Capronsäure Myristinsäure, Palmitinsäure sowie Stearinsäure gehören zur Stoffgruppe der gesättigten Fettsäuren. Ölsäure und Linolsäure, ungesättigte Fettsäuren, kommen als Bestandteil von Triglyceriden ebenfalls in Kokosöl vor. Zudem finden sich im Öl der Kokosnuss weitere wertvolle Bestandteile wie Vitamine und Mineralstoffe sowie Aminosäuren.

Mittelkettige Fettsäuren in Kokosöl

Den größten Teil in Kokosöl machen die MCTs (mittelkettigen Fettsäuren) Laurin-, Caprin- und Caprylsäure aus. Sie sorgen für die außergewöhnlichen Eigenschaften des Öls. Mit 60 bis 71 Prozent machen die mittelkettigen Fettsäuren den Hauptteil des Öls aus. Mittelkettige Fettsäuren bestehen – anders als langkettige Fettsäuren – aus sechs bis zwölf C-Atomen.

Verglichen mit anderen Fettsäuren haben mittelkettige Fettsäuren weniger Kalorien und sind leichter verdaulich. Sie sind wasserlöslich und gelangen somit auf direktem Weg über das Blut in die Leber, wo sie im Vergleich zu anderen Fetten vorzugsweise zur Gewinnung von Energie genutzt wird.

Laurinsäure in Kokosöl

In Kokosnüssen liegt der Anteil an Laurinsäure bei 45 bis 59 Prozent. Die mittelkettige wird bereits seit den 60er Jahren von Wissenschaftlern untersucht. Eine antimikrobielle Wirkung konnte bereits nachgewiesen werden. Laurinsäure kann aufgrund ihrer Eigenschaften die äußere Lipidmembran von Viren durchbrechen und sie so von innen heraus zerstören. Laurinsäure entfaltet erst im Körper ihre Wirkung, denn dort wird sie in ihre Bestandteile aufgespalten. Als wirkungsvoll gelten dabei vor allem die Monoglyceride (Monolaurin).

Weitere Wirkungen und auch Eigenschaften der Laurinsäure werden erforscht, immer wieder werden neue Erkenntnisse und positive Wirkungen veröffentlicht. Die mittelkettigen Fettsäuren werden von den Forschern grundsätzlich als „natürliches Antibiotikum“ bezeichnet, welches sowohl antimikrobiell als auch antibakteriell und antifungal wirken soll. So ist beispielsweise erwiesen, dass mittelkettige Fettsäuren sofort in Energie umgewandelt werden, was vor allem Leistungssportlern sehr zu gute kommt.

Caprylsäure in Kokosöl

Caprylsäure trägt dazu bei, dass während der Verdauung in der Leber Ketone gebildet werden. Diese wiederum stellen für das menschliche Gehirn eine sehr stabile Energiequelle dar, ohne dabei den Blutzuckerspiegel negativ zu beeinflussen. Caprylsäure spielt deshalb auch für Menschen mit Diabetes, Alzheimer, Multipler Sklerose sowie Parkinson als Energiequelle eine Rolle und auch Menschen mit zu wenig oder zu viel Magensäure können von ihr profitieren, da sie das Level an Magensäure auf ein normales Niveau bringen kann.

Die Naturheilkunde setzt Caprylsäure sehr häufig zur Bekämpfung von Viren und Pilzen ein, allen voran lässt sich der Hefepilz Candida Albicans damit behandeln, den etwa 75 Prozent der Bevölkerung in sich tragen. Er gehört zu einer normalen Darmflora dazu und sorgt gemeinsam mit den Darmbakterien für ein gesundes Immunsystem. Sollte der Körper aufgrund von Stress, Krankheiten, übermäßigem Zuckerkonsum oder auch Antibiotika aus dem Gleichgewicht geraten, kann sich der Pilz allerdings explosionsartig vermehren und es entsteht die Hefepilzinfektion Candidose. Caprylsäure kann dann die Zellmembran der Pilze so verändern, dass diese zerfällt und eine Pilzinfektion erfolgreich beseitigt werden kann.

Caprinsäure in Kokosöl

Caprinsäure ist eine mittelkettige Fettsäure, welche im menschlichen Organismus für die Bildung von „gutem“ HDL-Cholesterin förderlich ist und gleichzeitig zum Abbau von „schlechtem“ LDL-Cholesterin beiträgt.

Im Körper wird Caprinsäure in Monocaprin umgewandelt, welches nachweilsich antiviral bei HIV-Infektionen wirkt. Getestet wird auch die Wirkung gegen Herpes simplex, Chlamydien sowie Gonokokken. Auch Candida Albicans kann die gesättigte Fettsäure abtöten.

In-vitro-Versuche konnten zudem zeigen, dass Caprinsäure gegen pathogene grampositive Bakterien wie Staphylococcus aureus, Pneumococcus, Staphylococcus Epidermidis, Gruppe-D-Streptokokken und ß-hämolytische Streptokokken, Lactobacillus acidophilus, Listeria monocytogenes, Clostridium perfringens, Enterococcus casseliflavus, Bacillus subtilis oder auch Nocordia asteroides wirken kann. Auch gegen pathogene gramnegative Bakterien wie Campylobacter jejuni, Salmonella enteritides, Helicobacter pylori und Chlamydia trachomatis kann Caprinsäure wirken.

Myristinsäure in Kokosöl

Myristinsäure ist mit etwa 16 bis 21 Prozent in Kokosöl enthalten. Die gesättigte, mittelkettige Fettsäure spielt vor allem für den Aufbau der Bio-Membranen im menschlichen Körperzellen eine wichtige Rolle. Auch auf die zelluläre Immunfunktion nimmt sie Einfluss.

Für den Körper ist Myristinsäure essentiell, er kann sie nicht selbst bilden. Sie übt einen kühlenden Effekt auf der Haut aus und kann deshalb bei leichtem Sonnenbrand für Linderung sorgen und hilft der Haut, sich schneller zu regenerieren.

Weitere Fettsäuren in Kokosöl

In Kokosöl sind neben den mittelkettigen Fettsäuren natürlich auch weitere Fettsäuren wie Capronsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Ölsäure und Linolsäure enthalten.

Capronsäure in Kokosöl

Bei Capronsäure handelt es sich um eine kurzkettige gesättigte Fettsäure, welche in stark verdünnter Form antiparasitär wirkt. Sie wird sogar in Anti-Läuse-Mitteln als Wirkstoff eingesetzt und spielt in Deodorants eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Mikroorganismen und damit verbundenen unangenehmen Gerüchen. Geruchsbildende Bakterien kann Capronsäure neutralisieren, zudem stärkt sie die Lipidbarriere der Haut und verhindert dadurch den Verlust von Feuchtigkeit.

Palmitinsäure in Kokosöl

Palmitinsäure gehört zu den gesättigten Fettsäuren, welche vor allem in der Kosmetikindustrie Verwendung finden. Es handelt sich um eine so genannte ungebundene Fettsäure, welche ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Hautbarriere und des Säureschutzmantels ist.

Palmitinsäure wird gern in kosmetischen Anti-Aging-Produkten verwendet, da sie einen oxidativen Schutz vor äußeren Einflüssen bietet. Zudem stellt sie einen wichtigen Energielieferanten für das Herz dar und sorgt für eine Regulierung der Zellkommunikation sowie der Funktionen der einzelnen Körperzellen. Palmitinsäure fördert zudem die Bildung von Vitamin D und unterstützt die Kalzium-, Eiweiß- und Magnesiumaufnahme.

Stearinsäure in Kokosöl

Bei Stearinsäure handelt es sich um eine gesättigte langkettige Fettsäure, die vor allem bei der Herstellung von Lebensmitteln, Arzneimitteln und auch Seifen zum Einsatz kommt. Zu finden ist sie beispielsweise in Kosmetikprodukten gegen empfindliche, trockene und ausgelaugte Haut, da sie eine rückfettende Wirkung hat. Der Hydro-Lipid-Mantel der Haut wird durch Stearinsäure gestärkt, der Schutz vor äußeren Einflüssen erhöht. Stearinsäure gilt zudem als gut verträglich und beeinflusst den Cholesterinspiegel positiv.

auch Ölsäure

Ölsäure ist ein wichtiger Vertreter der einfach ungesättigten Fettsäuren. Dabei handelt es sich um eine Omega-9-Fettsäure, welche in fast allen tierischen und pflanzlichen Fetten und Ölen vorkommt und von der Industrie für die Herstellung von Seifen und Tensiden verwendet wird.

Der Ölsäure wird nachgesagt, sie könne den Blutdruck senken und damit das Herz schützen. In klinischen Studien konnte belegt werden, dass der Gesamtcholesterinwert und vor allem das LDL-Cholesterin gesenkt und das Verhältnis von HDL- und LDL-Cholesterin ausgeglichen werden kann. Entzündungsprozesse in den Gefäßen lassen sich mit Hilfe von Ölsäure ebenfalls positiv beeinflussen, zudem wird die Lipidbarriere der Haut durchlässiger und kann so fettlösliche Wirkstoffe besser aufnehmen.

sowie Linolsäure

Die ungesättigte Fettsäure Linolsäure gehört zu den Omega-6-Fettsäuren und gilt als wirkungsvolles Anti-Aging-Mittel. Sie trägt als Bestandteil der menschlichen Ceramide in der Haut zu einer gesunden Ausstrahlung sowie festem Haar bei und spendet viel Feuchtigkeit. Zudem hält sie den funktionierenden Schutzmantel der Haut aufrecht.

Linolsäure verfügt über entzündungshemmende Eigenschaften und kann deshalb hilfreich bei Hautproblemen wie Akne, Psoriasis und Neurodermitis sein. Auch starke Verfärbungen der Haut (z. B. Altersflecken oder nach starker Sonneneinstrahlung) können durch Linolsäure abgeschwächt werden. Linolsäure trägt zu einem Ausgleich und einer Regulierung der Melanin-Synthese bei, außerdem wird der Schutz vor äußeren Einflüssen wie Kälte, Hitze, Wind und Umweltgiften erhöht.

Vitamine in Kokosöl

Kokosöl enthält vor allem Vitamin sowie alle Vitamine des B-Komplexes und Vitamin K.

Vitamin E

Vitamin E wird auch als Zellschutzvitamin bezeichnet und gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Von Vitamin E gibt es unterschiedliche Formen, die von Fachleuten unter dem Begriff Tocopherole zusammengefasst werden. Bekannt ist vor allem das Alpha-Tocopherol. Vitamin E muss aus Nahrungsfetten aufgenommen werden.

Vitamin E trägt zum Schutz der Körperzellen vor schädlichen Einflüssen bei. Es fungiert als Fänger freier Radikale und wird von Kosmetikherstellern vor allem in Hautcremes und Sonnenschutzmitteln zur Hautpflege eingesetzt.

Vitamin K

Vitamin K gehört zu den fettlöslichen Vitaminen, welche für die Blutbildung und die Bildung von Gerinnungsfaktoren von Bedeutung sind. Bei Frauen während der Wechseljahre kann es den Knochenabbau hemmen.

Vitamine des B-Komplexes

Für den menschlichen Organismus sind B-Vitamine unverzichtbar. Sie werden für die Energiegewinnung im Stoffwechsel benötigt, jede einzelne Körperzelle benötigt ausreichend B-Vitamine. B-Vitamine wirken sich zudem positiv auf die Konzentration und die Stimmung aus und helfen bei der Stärkung der Nerven. Ein Vitamin-B-Mangel kann zu Erschöpfung und Schwäche führen, die körperliche und auch geistige Leistungsfähigkeit verringert sich, es kommt zu Müdigkeit und einer erhöhten Anfälligkeit für Infekte.

B-Vitamine sind mehrere Vitamine, die eng miteinander verwandt sind. Dabei fungieren die acht eigentlichen B-Vitamine als Vorstufe für Coenzyme. Eine Reihe weiterer Substanzen wurde ursprünglich für B-Vitamine gehalten, bis sich herausstellte, dass es sich dabei um keine Vitamine handelte. Damit lässt sich auch die lückenhafte Bezeichnung der Vitamine von B1 bis B15 erklären.

Grundsätzlich nehmen alle Vitamine des B-Komplexes Einfluss auf die Energieversorgung im Körper. Zu den wichtigsten B-Vitaminen gehören:

  • Vitamin B1 (Thiamin)
  • Vitamin B2 (Riboflavin)
  • Vitamin B3 (Niacin)
  • Vitamin B5 (Pantothensäure)
  • Vitamin B6 (Pyridoxin)
  • Vitamin B7 (Biotin)
  • Vitamin B9 (Folsäure)
  • Vitamin B12 (Cobalamine)
  • Vitamin B15

Die Vitamine des B-Komplexes beeinflussen sich wechselseitig. Vor allem Muskeln, Verdauung, Haut und Haare, Augen, Mund, Leber sowie die Nerven profitieren von den B-Vitaminen. Dabei überschneiden und ergänzen sich die Wirkungen aller B-Vitamine, wenngleich jedes einzelne B-Vitamin spezielle Aufgaben im Körper übernehmen muss. Doch erst im Verbund miteinander können sie ihre Wirkung optimal entfalten. B-Vitamine können dabei das Risiko für Demenz- und Alzheimer-Erkrankungen senken.

Mineralstoffe und Spurenelemente in Kokosöl

Kokosöl enthält neben den gesunden Vitaminen auch eine Reihe an essentiellen Mineralstoffen und Spurenelementen wie Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Mangan, Phosphor, Selen und Zink.

Eisen

Das Spurenelement Eisen ist im Körper für den Sauerstofftransport verantwortlich. Bei einer unzureichenden Eisenversorgung kann es zu Mangelerscheinungen wie Stoffwechselstörungen kommen. Eisen hat außerdem Einfluss auf die Zellbildung und ist auch für deren „Atmung“ von Bedeutung.

Kalium

Kalium gilt als Elektrolyt und wird für die Funktion der Zellen benötigt. Vor allem Nerven und Muskulatur sind auf Kalium angewiesen. Kalium sorgt in den Nerven für die Weiterleitung von Reizen und nimmt auf die Steuerung von Kontraktionen in den Muskeln Einfluss. Weiterhin regelt es den Flüssigkeitsgehalt in den Zellen und übernimmt zahlreiche Stoffwechselaufgaben

Kalzium

Kalzium ist ein wichtiger Mineralstoff, der im Körper des Menschen vorhanden ist. Der Großteil von Kalzium ist in den Knochen gebunden, weshalb eine konstante Kalziumkonzentration im Blut von besonderer Bedeutung ist. Jedoch ist zuviel Kalzium im Blut genauso gefährlich, wie zu wenig Kalzium. Auch für Zähne ist Kalzium sehr wichtig.

Magnesium

Magnesium ist ein Mineralstoff, welcher an der Bildung von über 300 lebenswichtigen Enzymen im Körper beteiligt ist. Magnesium kann Muskelkrämpfe verhindern und gilt als natürliches Anti-Stress-Mittel. Weiterhin spielt Magnesium bei der Regulierung des Blutdrucks und der Vorbeugung von Herz-Rhythmus-Störungen eine Rolle.

Mangan

Mangan ist ein Spurenelement, welches zwar nur in geringster Menge benötigt wird, aber für den Energiehaushalt der Zellen von enormer Bedeutung ist. Das essentielle Spurenelement wird für den Aufbau gesunder und kräftiger Knochen, für die Neubildung von Glucose, für die Aktivierung von Enzymen, für die Bildung von Melanin sowie für die Bildung von Dopamin benötigt. Mangan steuert außerdem die Mitochondrien und ist Teil verschiedener Enzyme. Ein Mangan-Mangel kann kurzzeitig mit Magnesium ausgeglichen werden, sofern kein zusätzlicher Magnesium-Mangel besteht.

Phosphor

Der Mineralstoff Phosphor wird über die Nahrung als Phosphat aufgenommen und trägt gemeinsam mit Kalzium zur Festigkeit von Zähnen und Knochen bei. Auch bei der Energiegewinnung, beim Aufbau der Zellwände und als Puffersubstanz im Blut spielt Phosphor eine Rolle.

Selen

Das essentielle Spurenelement Selen übernimmt im Körper eine ähnliche Funktion wie Vitamin E und bindet freie Radikale. Es hat außerdem Einfluss auf die Bildung des Schilddrüsenhormons und findet sich vor allem in den Muskeln sowie in Leber, Herz und Nieren.

Zink

Zink ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, welches an vielen Stoffwechselreaktionen beteiligt ist. Es spielt für das Wachstum, die Haut, die Eiweißsynthese, das Immunsystem, die Insulinspeicherung sowie die Spermienproduktion eine Rolle. Zink besitzt entzündungshemmende Eigenschaften und hilft somit bei Hauterkrankungen wie Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte oder auch bei Entzündungen der Magen-Darm-Schleimhaut. Ebenso hat es positive Auswirkungen auf Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Leberzirrhose.

Kokosöl und die gesunden Aminosäuren

Auch wenn es sich banal anhören mag: Aminosäuren sind die Bausteine fürs Leben, ohne sie ist ein Leben nicht möglich. Aminosäuren stellen die kleinste Basis von Proteinen dar und haben auf viele Prozesse im Körper Einfluss. Unausgewogene Ernährung, Stress und chronische Erkrankungen sowie Müdigkeit und ein geschwächtes Immunsystem lassen sich auf einen Mangel an Aminosäuren zurückführen. Außerdem sind bestimmte Aminosäuren vermutlich am Muskelaufbau beteiligt und können beim Abnehmen hilfreich sein sowie Haut und Haare unterstützen.

Sämtliche Proteine, welche als Enzyme für die Regulierung des Stoffwechsels verantwortlich sind, setzen sich aus lebenswichtigen Aminosäuren zusammen. Bekannt sind insgesamt über 20 kanonische (proteinogene) und mehr als 250 nicht-proteinogene Aminosäuren. Von den 20 proteinogenen Aminosäuren kann der Körper zwölf selbst herstellen. Die restlichen acht Aminosäuren müssen über die Ernährung zugeführt werden und sind in Kokosöl enthalten. Es handelt sich dabei um

  • Isoleucin (liefert dem zentralen Nervensystem verschiedene Botenstoffe und spielt beim Muskelaufbau eine wichtige Rolle)
  • Leucin (Beteiligung beim Aufbau von neuem Gewebe und Einflussnahme auf den Proteinstoffwechsel in Muskulatur und Leber, gleichzeitig hemmt es den Abbau von Muskelgewebe und fördert Heilungsprozesse)
  • Lysin (hat Einfluss auf den Erhalt von Binde- und Muskelgewebe, aus ihm entsteht in der Synthese Carnitin und damit ein beliebter Stoff zum Abnehmen und zum Muskelaufbau)
  • Valin (sorgt für die Regulierung des Blutzuckers und transportiert verschiedene Botenstoffe zum Gehirn, zudem unterstützt es das Immunsystem)
  • Methionin (hat eine Beteiligung am direkten Aufbau von Eiweißen im Körper und wirkt vorbeugend gegen Infektionen der Harnwege)
  • Tryptophan (trägt zur Herstellung des Glückshormons Serotonin und des Schlafhormons Melatonin bei und ist für die Leberfunktion von Bedeutung)
  • Phenylalanin (unterstützt die Bildung von roten und weißen Blutkörperchen und hat Einfluss auf die Nierenfunktion)
  • Threonin (wird vom Körper zu Glycin umgewandelt und beruhigt so die Nerven, außerdem unterstützt es den Knochenaufbau und die Bildung von Antikörpern zur Kräftigung des Immunsystems)

Fehlt im Körper auch nur eine Aminosäure, kommt es zu einer Beeinträchtigung aller Proteine. Auf Dauer kann ein Mangel deshalb zu negativen Folgen für die Gesundheit führen. Typisch sind dann eine hohe Anfälligkeit für Infekte, Leistungsabfall, Defizite beim Muskelaufbau sowie Gelenkbeschwerden. Auch Übergewicht und Diabetes werden mit einer Unterversorgung mit Aminosäuren in Verbindung gebracht.

Kokosöl und seine Inhaltsstoffe gut für die Gesundheit

Angesichts der zahlreichen Wirkungen der einzelnen Inhaltsstoffe in Kokosöl zeigt sich, wie positiv die Anwendung von Kokosöl für die Gesundheit ist. Es empfiehlt sich also durchaus, Kokosöl in die tägliche Ernährung zu integrieren.

Kokosöl richtig einnehmen, dosieren und anwenden

Kokosöl kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Während es innerlich vorrangig im Rahmen der Ernährung zur Anwendung kommt, wird es äußerlich für kosmetische aber auch medizinische Zwecke genutzt. So ist beispielsweise in vielen hochwertigen Kosmetikprodukten Kokosöl enthalten. Sogar in medizinischen Pflegeprodukten findet sich das Öl als Inhaltsstoff wieder. Es spricht dabei auch nichts gegen die Verwendung derartiger Kosmetikprodukte – aber auch in seiner reinen, natürlichen Form kann Kokosöl angewendet werden. Gerade Freunde der Naturkosmetik stellen sich ihre Pflegeprodukte selbst zusammen und verwenden dabei auch gern pures Kokosöl.

Anwendungshinweise für Kokosöl in der Küche

Geht es um die richtige Anwendung von Kokosöl in der Küche, spielt auch die Lagerung eine Rolle. Kokosöl sollte immer möglichst kühl und bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Wird Kokosöl in fester Form benötigt, ist es sinnvoll, die benötigte Menge in ein kleineres Glas umzufüllen und in den Kühlschrank zu stellen. Bei Temperaturen unter 24 Grad Celsius zeigt Kokosöl eine feste Konsistenz, bei Temperaturen oberhalb von 24 Grad Celsius verflüssigt es sich. In fester Form ist Kokosöl aber leicht dosierbar und streichfähig. Es lässt sich dadurch auch besser aus dem Glas entnehmen.

Gerade bei der Verwendung von Kokosöl in der Küche und der täglichen Ernährung spielt mitunter die Konsistenz eine wichtige Rolle. Zur einfacheren Dosierung ist es sinnvoll, Kokosöl im Küchenschrank aufzubewahren. Dies gilt, wenn es zum Backen und Braten oder auch als Brotaufstrich anstatt Butter oder Margarine verwendet werden soll. Aufgrund der cremigen Konsistenz lässt es sich auch leichter verstreichen. Werden die Temperaturen wärmer und verflüssigt es sich, dann sollte es im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Ist das Kokosöl doch etwas zu Fest, wird aber in flüssiger Form benötigt, dann kann es je nach Anwendungsmöglichkeit im Wasserbad oder auch in der Handinnenfläche verflüssigt werden.

Beim Kochen, Braten und Backen kann Kokosöl sparsam eingesetzt werden. Soll Fleisch angebraten oder etwas im Wok zubereitet werden, dann ist bereits eine kleine Menge ausreichend. Beim Backen von Kuchen wird üblicherweise einfach die Menge an Butter oder Margarine mit der gleichen Menge Kokosöl ersetzt. Gerade beim Braten sollte allerdings darauf geachtet werden, dass das Kokosöl nur bis zum Rauchpunkt erhitzt wird. Alles, was darüber hinausgeht, sorgt für einen Verlust der hochwertigen Inhaltsstoffe. Es entstehen aber keine gesundheitsschädlichen Transfette.

Vor allem Leistungssportler setzen bei ihrer Ernährung auf das Fett der Kokosnuss. Direkt nach der Einnahme gehen die Nährstoffe in das Blut, wodurch dem Körper sofort Energie zur Verfügung steht. Kokosöl ist ergänzend auch als Muskeltonic sinnvoll, denn die Haut zieht es in die Zellen, wo es direkt Kraft spendet.

Richtige Anwendung von Kokosöl als Pflegeprodukt

Neben gesättigten Fettsäuren und zahlreichen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen enthält ein natives Kokosöl auch feuchtigskeitsspendende und antimikrobielle Inhaltsstoffe. Deshalb eignet es sich auch sehr gut zur Hautpflege. Bereits eine geringe Menge des Öls ist ausreichend für die tägliche Pflege, da natives Kokosöl sehr ergiebig ist.

Kokosöl zur Hautpflege

Bei Zimmertemperatur besitzt Kokosöl eine feste Konsistenz. Für die Pflege der Haut sollte es zunächst für kurze Zeit in den Handflächen verrieben werden. Dabei verflüssigt es sich und kann auf die feuchte Haut aufgetragen und einmassiert werden.

Als optimale Dosis für Gesicht, Dekolleté, Arme und Beine ist eine haselnussgroße Menge Kokosöl absolut ausreichend. Für die Pflege von Bauch und Rücken kann eine etwas größere Menge verwendet werden.

Im Rahmen der Hautpflege kann Kokosöl während der Schwangerschaft dazu beitragen, dass die Haut am Bauch aufgrund der Dehnung nicht reißt, was zu unschönen Schwangerschaftsstreifen führen würde. Wird der Babybauch mehrmals täglich mit Kokosöl und angefeuchteten Händen massiert, erhält er eine extra Portion Feuchtigkeit und Pflege und Schwangerschaftsstreifen bleiben aus oder werden gemildert.

Bei sehr trockener und auch rissiger Haut kann auch etwas mehr Kokosöl als üblich verwendet werden. Ist die Haut an den Händen rissig, dann kann auch eine Anwendung über Nacht hilfreich sein: Hierzu werden die Hände dick mit Kokosöl eingecremt und dann mit Baumwollhandschuhen abgedeckt. Gleiches ist auch zur Behandlung der Füße möglich.

Kokosöl bei Erkrankungen der Haut

Der positive Effekt von Kokosöl bei der Behandlung von Erkrankungen der Haut wie Akne, Schuppenflechte oder auch Neurodermitis ist mittlerweile erwiesen. Durch die wertvollen Inhaltsstoffe wird die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt, kleinere Entzündungen heilen wesentlich schneller ab. Die Haut wird wieder geschmeidig und neue Krankheitsherde werden an ihrem Ausbruch gehindert. Zudem können sich bereits bestehende Krankheitsherde schneller zurückbilden. Zur Unterstützung der Haut von innen heraus kann zusätzlich täglich eine geringe Menge von etwa einem Teelöffel Kokosöl eingenommen werden.

Kokosöl für die Haarpflege

Trockene und strapazierte Haare können leicht mit einer kleinen Menge Kokosöl behandelt werden. Dieses wird in den Handflächen geschmolzen, zwischen den Händen verrieben und dann vor allem in die Haarspitzen eingearbeitet. Die in den Händen verbliebenen Rückstände werden dann sanft vom Ansatz her in den Haaren verteilt. Gerade im Rahmen der Haarpflege ist Weniger oft Mehr. Wird zuviel Kokosöl verwendet, kann es zu einem unerwünschtes Verfetten der Haare kommen.

Kokosöl im Haushalt

In Sachen Schönheit und auch Gesundheit kann Kokosöl schon lange punkten. Doch auch im Haushalt kann das wertvolle Öl der Kokosnuss gute Dienste leisten, wenn das auch eher nicht bekannt ist. Kokosöl ist im Haushalt ein treuer Helfer und kann auf unterschiedliche Weise eingesetzt werden.

Mit Kokosöl zu weichem und glänzendem Leder

Das Naturprodukt Leder findet sich in fast jedem Haushalt – bekannte Dinge sind natürlich zunächst Schuhe und Gürtel, oder aber Jacken oder eine Hose aus Leder. Doch auch Hundeleinen, Fahrrad- und Pferdesättel sowie Autositze bestehen aus dem hochwertigen und kostbaren Naturprodukt. Und all diese Gegenstände müssen regelmäßig gepflegt werden.
Die Lederpflege wird mit Kokosöl nicht nur besser, sondern auch intensiver. Kleidungsstücke und auch Gegenstände aus Leder bleiben geschmeidig, es bilden sich keine unschönen Risse im Leder. Gerade, wenn etwas aus Leder intensiv genutzt wird, kann es bei einer unzureichenden Lederpflege schnell Schaden nehmen.

Dabei ist die Lederpflege mit Kokosöl denkbar einfach. Dafür werden ein paar Tropfen des flüssigen oder eine kleine Menge des festen Kokosöls auf ein Tuch gegeben und auf dem jeweiligen Kleidungsstück oder dem Gegenstand mit kreisförmigen Bewegungen eingerieben. Für ein paar Minuten muss das Kokosöl dann einziehen. So kann es in die feinen Poren des Leders eindringen und für eine nachhaltige Pflege von innen heraus sorgen. Mit einem sauberen, weichen und trockenen Tuch wird das restliche Öl nach der Behandlung abgenommen. Das Leder ist danach soft und geschmeidig. Auch bei älterem Leder, dass bereits farblos wirkt und bröckelnde Stellen aufweist, kann Kokosöl wieder für frische Farbe und eine glattere Oberfläche sorgen.

Mit Kokosöl kann Leder natürlich auch hervorragend für die Anwendung im Außenbereich gewappnet werden. Auf dem Leder bleibt eine Schutzschicht, welche beispielsweise Schuhe, Jacken und Hosen vor äußeren Einflüssen wie UV-Strahlung oder Regen schützt. Das Leder kann durch die Verwendung von Kokosöl trotzdem atmen und bleibt flexibel und anschmiegsam.

Wenn Kokosöl auch für die Lederpflege geeignet ist: Bei der Pflege von Wildleder sollte zu einem anderen Pflegemittel gegriffen werden, denn hierfür ist das Öl der Kokosnuss ungeeignet.

Kokosöl zur Pflege von Holzmöbeln

Bei Holz handelt es sich um ein Naturprodukt, dass sowohl im Innen- als auch im Außenbereich durch seine besondere, „lebende“ Optik besticht. Holz wirkt stabil und zuverlässig. Doch aufgrund seiner Natürlichkeit benötigt Holz auch eine gewisse Pflege. Schon immer schwören Holz-Fans auf die Verwendung von natürlichen Ölen zur Pflege von Holz. Kokosöl ist dafür besonders gut geeignet.

Mit Kokosöl erhalten Tische, Schränke und Kommoden das, was sie am meisten benötigen: Feuchtigkeit und gleichzeitig Schutz. Vergleichbar ist die Pflege von Holz mit Kokosöl ein wenig mit der Hautpflege – das Öl zieht schnell ein, hält feucht und schützt zudem, da es sich wie ein dünner Film auf das Holz legt.

Die Anwendung von Kokosöl zur Holzpflege ist dabei sehr leicht. Wer Holzmöbel kauft, wird oft Hinweise wie „geölt“ oder „gewachst“ dazu finden. In diesem Fall wurden die Möbel bereits mit einer zusätzlichen Schutzschicht versehen. Deutliche Unterschiede bei der Luftfeuchtigkeit oder auch ein umgefallenes Glas Wasser sorgen nicht für Schäden am Möbelstück. Doch diese Schicht muss für einen ausreichenden Schutz regelmäßig erneuert werden. Hierzu ist Kokosöl besonders gut geeignet.
Ob ein Möbelstück die Pflege wieder benötigt, lässt sich meist recht einfach testen: Dazu wird ein wenig Wasser verwendet. Sollte der Tropfen sehr schnell einziehen, besteht bereits ein hoher Pflegebedarf. Wenn der Wassertropfen mehrere Stunden lang auf der Oberfläche bleibt, dann ist das Holz ausreichend geschützt. Wichtig für die Holzpflege mit Kokosöl ist eine trockene und staubfreie Oberfläche, auf welcher das Kokosöl mit einem breiten Pinsel aufgetragen wird. Nach etwa einer viertel Stunde können Ölreste mit einem weichen Tuch abgewischt werden.

Wird das Kokosöl zur Holzpflege verflüssigt, kann noch etwas Bienenwachs hineingeschmolzen werden. Wird diese Mischung in kleinen, kreisrunden Bewegungen in das Möbelstück oder andere Holzgegenstände eingearbeitet, erfolgt eine wirklich gute Imprägnierung.

Kokosöl für glänzendes Metall

Kokosöl lässt sich nicht nur für Leder oder Holz als Pflegemittel nutzen, sondern kann auch bedenkenlos für die Pflege von Metall verwendet werden. So können beispielsweise Türklinken und Beschläge mit dem Öl der Kokosnuss poliert werden. Kokosöl schmiert nicht, sondern pflegt und reinigt. Auch altes Metall kann von einer Pflege mit dem hochwertigen Naturprodukt profitieren.

Mit Kokosöl Aufkleber entfernen

Omas Trickkiste kennt bekanntlich viele Wundermittel, die das Leben im Haushalt leichter machen. Und so gibt es ein altes Rezept mit Kokosöl, welches sehr gut für die Entfernung von Aufklebern geeignet ist. Dafür wird das Öl mit etwas Backpulver vermischt und auf die betroffene Stelle aufgetragen. Nach einer kurzen Zeit des Einwirkens lassen sich Klebereste und Öl einfach mit einem rauen Lappen oder einem Schwamm abnehmen.

So wird Kokosöl bei Tieren angewendet

Kokosöl ist nicht nur für den Menschen, sondern auch für Haustiere ein guter Begleiter im Alltag. Ungeziefer wie Zecken, Milben, Flöhe und andere Parasiten suchen sich sehr gern Tiere als ihren Wirt. Dank der antiparasitären Wirkung kann jeglicher Befall von Ungeziefer bekämpft werden. In unterschiedlichen Studien zeigte sich, dass Kokosöl nicht nur Kopfläuse beim Menschen abtötet, sondern bei Tieren für eine erfolgreiche Bekämpfung von Zecken sorgt. Ursächlich ist dafür die enthaltene Laurinsäure, welche von den Tieren als unangenehm empfunden wird. Mehr zum Thema Zeckenschutz  & hier.

Zur Behandlung von Parasiten sollte vor allem die Körperstellen mit Kokosöl behandelt werden, die besonders beliebt für einen Befall sind: Kopf- und Halsbereich sowie Vorder- und Hinterbeine. Sinnvoll ist es aber, das komplette Fell und auch die Haut zu behandeln. Ein weiterer Vorteil der Verwendung von Kokosöl: Das Fell wird zart, weich und seidig und die Haut erfährt ebenfalls eine extra Portion Pflege.

Und auch innerlich kann Kokosöl als Futterzusatz angewendet werden. Das Tier wird mit zahlreichen Nährstoffen versorgt, die sein Immunsystem stärken und ihm Energie liefern. Zudem hat sich Kokosöl zumindest unterstützend bei der Behandlung von Würmern erwiesen.

Kokosöl und seine Verwendung in der Küche

Kokosöl ist ein wahres Allround-Talent. Nicht nur für die Gesundheit, für die Haut- und Haarpflege oder für Tiere ist es ein Segen – auch in Küche und Haushalt findet es auf sehr vielfältige Weise Anwendung.

Seit vielen Jahrtausenden ist hochwertiges Kokosöl vor allem für die Einwohner tropischer Regionen ein wichtiger Bestandteil in der Ernährung. Und auch in der westlichen Welt wird das Öl der Kokosnuss aufgrund seiner besonderen Eigenschaften immer mehr geschätzt. Dabei sind die Verwendungsmöglichkeiten in der Küche sehr vielfältig. Kokosöl eignet sich

  • zum Backen
  • zum Braten
  • zum Frittieren
  • als Streichfett

Kokosöl zum Backen

In der Küche ist ein hochwertiges Kokosöl schon allein aufgrund seines angenehmen Duftes sehr gern gesehen. Der neutrale Geschmack und auch die passende Konsistenz tragen dazu bei, dass Kokosöl optimal in vielen Backrezepten verwendet werden kann.

Beim Backen kann die im Rezept angegebene Menge Butter problemlos eins zu eins mit der gleichen Menge Kokosöl ersetzt werden. Kuchen, Plätzchen und andere Backwaren erhalten so ein ganz besonderes Aroma. Auch Pfannkuchen und Pancakes können ganz einfach mit gesundem Kokosöl zubereitet werden. Selbst beim Backen von Brot kann das hochwertige Pflanzenfett zum Einsatz kommen. Gerade helles Weißbrot, Rosinenbrötchen oder auch Brot Nüssen wird durch das angenehme Aroma von Kokosöl gut ergänzt.

Kokosöl zum Braten

Mit einem Rauchpunkt von etwa 170 Grad gilt Kokosöl als hitzebeständig und kann deshalb gut zum Braten und Schmoren verwendet werden. Die gesunden Eigenschaften des Öl bleiben dabei erhalten, weshalb es sehr gut für die Zubereitung von Fleischgerichten geeignet ist und auch gern in der vegetarischen Küche zum Einsatz kommt.

Zwar besitzt Kokosöl einen leichten angenehmen Eigengeschmack, ist aber dennoch fast geschmacksneutral. Während andere Pflanzenfette wie Olivenöl oder aber auch Butter bei hohen Temperaturen einen bitteren Geschmack annehmen und schädliche Stoffe entwickeln können, ist dies bei Kokosöl aufgrund der Temperaturstabilität nicht der Fall.

Kokosöl zum Frittieren

Pommes, Kartoffelspalten oder auch andere Gerichte aus der Fritteuse sind zwar durchaus lecker, aber für die Gesundheit nicht unbedingt gut. Normales Pflanzen- und Frittierfett ist meist nicht sehr bekömmlich, die darin enthaltenen ungesättigten Fettsäuren sind zwar grundsätzlich nicht gesund, aber für die Erhitzung nicht geeignet, da es zur Bildung von Transfettsäuren kommt.

Für Kokosöl gilt das nicht, es stellt also eine gesunde Alternative für frittierte Speisen dar. Die besondere Zusammensetzung macht es möglich, Kokosöl zum Frittieren zu verwenden. Aufgrund der Tatsache, dass Kokosöl zu einem großen Anteil aus gesättigten Fettsäuren besteht, bilden sich auch bei hohen Temperaturen keine Transfette. Bereits benutztes Kokosöl kann auch häufiger zum Frittieren verwendet werden.

Beim Frittieren verfliegt das angenehme, leichte Aroma der Kokosnuss – Pommes und Co. erhalten einen besonderen Geschmack. Ein ganz besonderes Geschmackserlebnis sind in Kokosöl frittierte Süßkartoffelspalten, die zu einem sehr gesunden Fast Food werden.

Kokosöl als Streichfett

Kokosöl ist sehr vielseitig einsetzbar – das ist ja inzwischen bekannt. In der Küche kann es aber nicht nur beim Braten, Backen und Frittieren verwendet werden. Es eignet sich auch als Streichfett und stellt eine gute Alternative zu herkömmlichen Pflanzenfetten dar.

Dank der buttrigen Konsistenz und der guten Wärmestabilität kann Kokosöl aufgrund seines neutralen Geschmacks auf jeder Brotsorte als Streichfett verwendet werden, besonders lecker schmeckt es bei Brotsorten mit Nüssen und Kernen.

Als Streichfett kann Kokosöl auch mit etwas Salz verfeinert werden und erinnert dann an den Geschmack von Schmalz, wobei die Zusammensetzung der Fettsäuren natürlich deutlich gesünder ist. Gerade bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Milcheiweißallergie oder Lactoseintoleranz stellt Kokosöl eine bekömmliche Alternative zu anderen Streichfetten wie Margarine oder Butter dar.

Vielfältiges Kokosöl

Da Kokosöl einen ausgeprägten Kühlungseffekt aufweist, wird es vor allem zur Herstellung von Süßwaren wie Eiskonfekt und Kuvertüren verwendet. Da der Schmelzpunkt dicht unter der Körpertemperatur des Menschen liegt, zergehen derartige Naschereien auf der Zunge. Das vermutlich bekannteste Rezept, bei dem Kokosöl Anwendung findet, ist der „Kalte Hund“.

Doch nicht nur für Süßwaren ist Kokosöl geeignet. Es kann auch für herzhafte Gerichte, zur Verfeinerung von Salaten oder sogar als Beigabe in Smoothies zum Einsatz kommen.

Kokosöl für thailändische Rezepte

Die thailändische Küche ist eine Mischung aus chinesischer, indischer und europäischer Küche. Über viele Jahrhunderte hinweg sind die Einflüsse der einzelnen Kochrichtungen zu einer Landesküche verschmolzen.
Thailändische Menüs bestehen üblicherweise aus einer Suppe, einem Curry-Gericht oder einem scharf gewürzten Salat sowie einer Sauce mit Gemüse und Fisch zum dippen. Alle Speisen werden zusammen serviert, wodurch ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen milden und scharfen Komponenten erreicht wird. Auch Rohkost wird oft dazu gereicht.
Als typische Grundlage für alle Gerichte wird eine Paste verwendet, welche aus einem Knoblauch-Kräuter-Chilischoten-Pulver und Öl besteht. Die Paste wird dabei in einem Wok über offener Flamme erhitzt, die einzelnen Zutaten (z. B. Gemüse, Fisch, Nudeln) werden nacheinander dazu gegeben und geschmort. Für die Paste und auch für das grundsätzliche schmoren kann problemlos Kokosöl verwendet werden.

Kokosöl für die Zubereitung von Salatdressings

Gerade herzhafte Salate erfahren mit Kokosöl eine durchaus exotische Verfeinerung. Mit Kokosöl lassen sich problemlos leckere Dressings zubereiten, die den Hauch von Karibik-Stimmung versprühen.

Ganz nach Beliebten wird dazu Kokosöl in flüssiger Form verwendet, welches – zumindest in der kalten Jahreszeit – in der Regel im warmen Wasserbad erhitzt werden muss, um seine flüssige Konsistenz anzunehmen. Je nach Geschmack kann das Dressing dann mit Essig oder Zitronensaft, Kokosblütenzucker oder auch Honig, Salz und Pfeffer sowie anderen Kräutern oder Gewürzen verfeinert werden.

Süßes mit Kokosöl

Die Zubereitung von Süßspeisen oder auch anderen süßen Lebensmitteln mit Kokosöl ist natürlich ein Klassiker. Wie bereits erwähnt, kommt Kokosöl vor allem bei der Herstellung von Eiskonfekt zum Einsatz. Doch auch andere süße Naschereien lassen sich damit zubereiten.

Ein Klassiker, der hervorragend auch mit Kokosöl zubereitet werden kann, ist die Mousse au chocolat. Dazu wird einfach eine hochwertige Block- oder Bitterschokolade vorsichtig geschmolzen. Neben Kokosöl findet auch Kokosmilch Anwendung, weshalb problemlos auch andere Schokoladensorten verwendet werden können. Selbst Rum, Cognac oder Kaffee können hinzugefügt werden. Das Kokosöl wird einfach der geschmolzenen Schokolade hinzu gegeben, die Kokosmilch später mit dem notwendigen Eischnee vermischt.

Kokosöl ist außerdem hervorragend dazu geeignet, selbst Pralinen herzustellen. Im Netz finden sich dazu zahlreiche Rezepte. Üblicherweise werden dabei in eine gewisse Menge geschmolzenes Kokosöl beispielsweise Kakaopulver sowie Vanillezucker, Salz und andere Gewürze nach Belieben gegeben. Es können auch Nüsse oder Trockenfrüchte hinzugefügt werden. Die gesamte Mischung wird dann mit einem Pürierstab zu einer homogenen Masse verarbeitet und muss in entsprechende Förmchen gefüllt dann mindestens drei Stunden im Kühlschrank aushärten.

Kokosöl in Smoothies

Smoothies passen zu jeder Jahreszeit – ganz gleich ob als exotischer Fruchtmix und sättigende Zwischenmahlzeit, als Vitamin-Bombe im Winter oder als Energie-Kick beim Sport: Smoothies gelten als perfekte und beliebte „Snacks“. Im Internet stößt man auf eine Vielzahl an leckeren Rezepten. Und in diesen kann sogar Kokosöl zum Einsatz kommen.

Soll Kokosöl in einen Smoothie, dann sollte es sich dabei um ein natives Produkt in Bio-Qualität handelt. Dieses findet man problemlos in Bioläden, Reformhäusern, Drogerien und auch im Internet. Die Verwendung des Öls ist dabei ganz einfach: Es wird immer ein Esslöffel Kokosöl hinzu gegeben.

Kokosöl für die Hautpflege

Das größte Organ des Menschen ist die Haut. Sie sorgt für eine Regulierung des Temperaturhaushalts im Körper, unterstützt die Atmung und hält schädliche Einflüsse von außen fern. Deshalb ist es auch sehr wichtig, der Haut eine besondere Aufmerksamkeit und Pflege zukommen zu lassen. Nur so kann sie die Aufgaben, die an sie gestellt werden, optimal erfüllen.

Für die Körperpflege kann Kokosöl eine echte Bereicherung sein. Mit dem wertvollen Öl lässt sich die Haut so pflegen, dass sie rundum samtig und weicht wird. Zudem können aufgrund der antimikrobakteriellen Wirkung des Öls auch Beschwerden wie Akne, Schuppenflechte, Neurodermitis sowie andere Hauterkrankungen positiv beeinflusst werden. So lassen sich mit Hilfe von Kokosöl hochwertige Kosmetikprodukte selbst herstellen. Das Öl kann aber auch pur direkt auf die Haut aufgetragen werden.

Welche Wirkung hat Kokosöl auf die Haut?

Als größtes Organ des Menschen ist die Haut auch ein Spiegelbild der Seele. Geht es ihr gut, wirkt sie gesund und strahlen – geht es ihr schlecht, wirkt sie eher fahl und leblos. Kokosöl kann hier auf verschiedenste Weise wahre Wunder wirken und nicht nur pflegen, sondern auch bei Hautkrankheiten eine sanfte Medizin darstellen. Der wirksame Wirkstoff heißt dabei Laurinsäure, der Kokosöl für die Hautpflege so wertvoll macht.

Kokosöl gegen trockene Haut

Trockene und auch rissige Haut wird oft mit Feuchtigkeitscremes aus Apotheke, Drogerie oder Supermarkt gepflegt. Allerdings sind diese Produkte recht teuer und enthalten auch teils bedenkliche Inhaltsstoffe. Kokosöl ist hier eine gute Alternative, denn aufgrund seiner Inhaltsstoffe spendet es der Haut langfristig Feuchtigkeit und kann dem gefürchteten Spannungsgefühl von trockener Haut vorbeugen.

Kokosöl gegen Cellulite und Schwangerschaftsstreifen

Fast ausschließlich Frauen sind von der gefürchteten Cellulite, die auch als Orangenhaut bekannt ist, betroffen. Dabei leiden Frauen jeder Altersgruppe unter dieser durch Fettablagerungen oder vergrößerte Fettzellen im Unterhautgewebe entstehende Hauterscheinung, die sich durch kleine Dellen zeigt. Die Kosmetikindustrie erfindet immer wieder neue Produkte zur Behandlung von Cellulite, welche zwar viel versprechen, aber nur wenig halten können. Ein wirksames und auch preisgünstigeres und vor allem natürliches Mittel kann Kokosöl darstellen, denn es spendet der Haut nicht nur Feuchtigkeit, sondern strafft sie auch. Die Spuren einer Orangenhaut werden so deutlich geringer.

Auch Schwangerschaftsstreifen lassen sich mit Kokosöl effektvoll behandeln. Kokosöl kann dazu beitragen, dass sich diese schneller als normal wieder zurückbilden.

Kokosöl gegen Schuppenflechte und Neurodermitis

Bei Schuppenflechte und Neurodermitis handelt es sich nicht um kosmetische Probleme, sondern um durchaus ernstzunehmende Erkrankungen. Die Medizin hat bis dato kein wirksames Mittel dagegen gefunden. In verschiedenen Studien hat sich jedoch herausgestellt, dass Kokosöl sowohl bei Schuppenflechte als auch bei Neurodermitis für Linderung sorgen kann, bei einigen Patienten zeigte sich sogar eine vollständige Heilung. Die typischen Entzündungsherde, die bei beiden Erkrankungen auftreten, können durch die feuchtigkeitsspendende und antimikrobakterielle Wirkung von Kokosöl besser abklingen. Dadurch wird die Haut wieder glatt und geschmeidig.

Kokosöl als Mittel gegen Sonnenbrand

Die Ozonschicht wird immer dünner, die Aggressivität der Sonne – sowohl in den Sommer- als auch in den Wintermonaten – nimmt in Europa immer mehr zu. Die somit durchdringende schädliche UV-Strahlung belastet die Haut immer stärker, was sich vor allem als Sonnenbrand zeigt. Dabei gilt Sonnenbrand schon lange nicht mehr als harmlos, kann er doch zu Hautkrebs führen. Deshalb sollte Sonnenbränden schon vor ihrem Auftreten vorgebeugt werden. Vorhandene Sonnenbrände sollten zudem eine möglichst gute Behandlung erfahren. Kokosöl ist hier ein gutes Hilfsmittel, dass nicht nur vorbeugend wirkt, sondern auch für Kühlung und Linderung bei bestehendem Sonnenbrand sorgt.

Kokosöl zur Narbenpflege

Jeder, der Narben hat, fragt sich immer wieder, welche Möglichkeiten es zur Narbenpflege gibt, damit diese schwächer sichtbar werden. In Apotheken, Drogerien oder auch gut sortierten Supermärkten finden sich viele Narbencremes und –gels, welche eine Menge an chemischen Stoffen enthalten. Kokosöl hingegen wirkt auf natürliche Weise mit antibakterieller Wirkung. Bereits bei einer frisch entstandenen Verletzung kann Kokosöl aufgetragen werden und sorgt für eine kühlende Wirkung. Zudem kann es die Zellerneuerung fördern.

Kokosöl kann mehrmals am Tag mit sauberen Händen großzügig wie eine Wund- und Heilsalbe auf die nicht mehr blutende Wunde oder Narbe aufgetragen und einmassiert werden. Kokosöl zieht dabei schnell auch in die tiefen Hautschichten ein und sorgt für ein samtig weiches Gefühl. Kokosöl kann den natürlichen Heilungsprozess unterstützen und dazu beitragen, dass die Narbe nicht nur schneller abheilt, sondern auch verblasst. Zur Schonung der Kleider kann zum Abdecken ein Pflaster oder ein Wundverband verwendet werden. Aufgrund der antiviralen und antibakteriellen Eigenschaften kann der natürliche Heilungsprozess angeregt werden, die Wunde bleibt elastischer und die Narbenbildung verringert sind. Zudem kann Kokosöl vor Infektionen schützen.

Kokosöl gegen Altersflecken

Je nach Veranlagung und körperlicher Konstitution treten Altersflecken ab einem Alter von etwa 50 Jahren auf. Eigentlich handelt es sich dabei um harmlose Pigmentablagerungen in der Haut. Dennoch werden sie von den Betroffenen als optisch störend empfunden. Durch die Anwendung von Kokosöl lässt sich der Entstehung von Altersflecken vorbeugen, bereits vorhandene Altersflecken werden deutlich blasser und fallen weniger auf.

Kokosöl für die Gesichtspflege

Die Haut im Gesicht des Menschen wird bei der Pflege nicht nur am meisten beachtet, sondern gilt auch am empfindlichsten. Kein Wunder, ist das Gesicht doch ständig der vorherrschenden Witterung ausgesetzt und im Normalfall nicht mit Kleidung davor geschützt. Geht es um ihr Gesicht, sind viele Menschen zudem sehr eitel. Akne, Pickel, Augenringe – all das lässt ein Gesicht unschön wirken.

Die Kosmetikindustrie bringt für die Gesichtspflege immer wieder neue Produkte auf den Markt. Oft besitzen diese nicht nur seltsame Bezeichnungen, sondern auch unnatürliche Inhaltsstoffe. Kokosöl stellt eine gute und vor allem natürliche Alternative zu derartigen Produkten dar, denn es enthält hochwertige Inhaltsstoffe, welche die Gesichtshaut mit allem versorgen, was sie benötigt. So lassen sich Hautprobleme im Gesicht schneller lindern oder gänzlich beheben.

Kokosöl als Anti-Aging-Mittel

Im Alter von etwa 35 Jahren beginnt es – die Haut wird schlaffer und verliert an Spannkraft, in der Folge bilden sich unbeliebte Falten, die sich vor allem im Gesicht bemerkbar machen.

Zahlreiche Anti-Aging-Produkte kosten teils mehrere hundert Euro und sollen gegen die lästigen Fältchen im Gesicht helfen. Eine günstigere und vor allem natürlichere Alternative dazu ist Kokosöl, denn es wirkt sanft und dennoch effektiv gegen Fältchen.

Kokosöl versorgt die Falten zunächst mit seiner Komplexen Zusammensetzung aus Vitaminen, Mineralstoffen sowie Antioxidantien. Die Haut erhält also alle Nährstoffe, die sie benötigt, um möglichst lange glatt und auch schön zu bleiben. Sollten schon Falten vorhanden sein, kann die in Kokosöl enthaltene Laurinsäure dazu beitragen, dass die Haut wieder mehr Spannkraft erhält und Fältchen sich somit zurückbilden. Zudem wird die Haut mit wichtiger Feuchtigkeit versorgt, was bestehende Falten ebenfalls mildern und neuen Falten vorbeugen kann.

Bereits das Einmassieren einer haselnussgroßen Menge Kokosöl auf die betroffene Hautpartie ist ausreichend, um die Falten zu verringern. Wichtig ist jedoch, dass die Behandlung mehrmals pro Woche erfolgt und das Kokosöl über Nacht einwirken kann.

Kokosöl gegen Pickel und Akne

Sie treten vor allem während der Pubertät erstmalig auf: Pickel oder auch Akne. Einige werden davon ein Leben lang begleitet und leiden darunter. Während Pickel eher sporadisch auftreten, weitet sich Akne oft zu einer ernstzunehmenden Krankheit aus, welche die Haut nicht nur angreift, sondern auch unschöne Narben auf ihr hinterlässt. Kokosöl eignet sich für die Behandlung von Pickeln und Akne durchaus gut. Es hat entzündungshemmende und antimikrobielle Inhaltsstoffe, welche Entzündungen besser lindern und ein Fortschreiten der Erkrankung aufhalten. Dabei werden die Pickel oder auch die Akne-Herde direkt mit Kokosöl eingerieben. Die Hände sollten vorher natürlich gründlich gewaschen und nach Möglichkeit auch desinfiziert werden, damit keine Bakterien oder andere schädliche Substanzen in die entzündeten Hautbereiche eindringen können.

Kokosöl wirksam gegen Augenringe

Augenringe gelten ähnlich störend, wie Pigmentstörungen. Ablagerungen und Veränderungen der der Blutgefäße unterhalb der Augen begünstigen die Entstehung von Augenringen. Ursächlich können dafür Schlafmangel, Stress oder bestimmte Krankheiten sein. Kokosöl kann dazu beitragen, dass die Augenringe nachweislich verschwinden – und zwar auf sanfte und natürliche Weise. Dazu wird unter den Augen einfach eine haselnussgroße Menge Kokosöl mehrmals pro Woche gründlich mit dem Finger einmassiert.

Zwar gibt es bislang noch keine wissenschaftlichen Nachweise über die Wirkung von Kokosöl gegen Augenringe, Erfahrungen von Anwendern zeigen aber immer wieder, dass Kokosöl für sichtbare Erfolge sorgt.

Kokosöl für die schonende Entfernung von Make-Up

Herkömmliche Make-Up-Entferner enthalten oft viele chemische Inhaltsstoffe, die nicht jede Haut verträgt. Viele reagieren mit allergischen Reaktionen, Rötungen oder auch Juckreiz. Mit einem kalt gepressten und unraffinierten Kokosöl (am besten in Bio-Qualität) kann das Make-Up problemlos entfernt werden, ohne dass es dabei zu unangenehmen Irritationen der Haut kommt. Selbst wasserfestes Augen-Make-Up lässt sich mit Kokosöl schonend entfernen, zudem wird die empfindliche Augenpartie gepflegt.

Zur Entfernung des Make-Ups werden wenige Tropfen verflüssigtes Kokosöl auf ein Wattepad oder ein Baumwolltuch geträufelt und anschließend sanft von außen nach innen über die Augen gewischt. Um einer Faltenbildung vorzubeugen, sollte das Make-Up nicht durch festes Rubbeln entfernt werden.

Bei hartnäckigem Make-Up kann die Prozedur auch mehrmals wiederholt werden, ohne mit einer Reizung der Haut rechnen zu müssen. Da Kokosöl auch den pH-Wert der Haut ausgleichen kann, ist es problemlos auch für Menschen mit empfindlicher Haut anwendbar.

Kokosöl für die Pflege der Wimpern

Wimpern können – ähnlich wie Haare – spröde, stumpf und brüchig werden. Gerade Frauen wünschen sich jedoch lange, geschmeidige und ausdrucksstarke Wimpern. Wird Kokosöl regelmäßig angewendet, kann dieser Wunsch leicht erreicht werden. Hierzu wird einfach eine kleine Menge Kokosöl zwischen Daumen und Zeigefinger verrieben und dann vorsichtig in die Wimpern einmassiert. Dank der wertvollen Inhaltsstoffe werden die Wimpern mit Nährstoffen und zusätzlich auch mit Feuchtigkeit versorgt. Sie können dadurch besser wachsen und sehen wesentlich gesünder und schöner aus.

Kokosöl zur Pflege der Lippen

Gerade im Winter treten sie häufig auf: spröde, rissige und schlimmstenfalls sogar aufgeplatzte Lippen. Mit einem nativen Kokosöl und Bienenwachs-Perlen lässt sich im Wasserbad ein perfektes Lippenbalsam für gestresste Lippen herstellen. Dem Balsam kann auch etwas Honig oder ätherisches Öl hinzu gegeben werden. In einen kleinen Tiegel abgefüllt kann die Lippenpflege aus Kokosöl überall mit hingenommen werden.

Selbst Lippenherpes, eine durch Viren ausgelöste Erkrankung mit Entzündungsherden in Form von kleinen Bläschen, kann mit Kokosöl bekämpft werden. Herpes gilt als hoch ansteckend und kann bereits durch die Berührung der befallenen Bereiche am Körper verbreitet werden. Deshalb sollte schon vorbeugend etwas gegen die Verbreitung der Herpesviren getan werden. Wird Kokosöl regelmäßig auf die betroffenen Entzündungsherde aufgetragen, bilden sich diese aufgrund der antibakteriellen Wirkung von Kokosöl zurück und die Erkrankung ist kaum noch sichtbar. Die Wirkung kann zusätzlich durch die innerliche Anwendung von Kokosöl unterstützt werden.

Kokosöl als Massageöl

Ein kalt gepresstes und naturbelassenes Kokosöl enthält eine Vielzahl an wohltuenden Inhaltsstoffen und verwöhnt die Haut als Massageöl mit einer extra Portion Pflege sowie einer exotischen Frische. Gerade die Konsistenz macht Kokosöl zu einem sehr vielseitig einsetzbaren Massageöl, welches eine erfrischende Wirkung aufweist und sowohl in flüssiger als auch fester Form genutzt werden kann.

Bei Temperaturen unter 25 °C hat Kokosöl eine feste Konsistenz, bei der Massage schmilzt es auf der Haut. Es kann problemlos mit anderen Massageölen vermischt werden, auch ätherische Öle können untergemischt werden. Während der Massage wird die Haut nicht nur mit der feuchtigskeitsspendenden Laurinsäure, sondern auch mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Die Hautzellen werden bei ihrer Regeneration unterstützt und eine Schädigung sowie Hautalterung lässt sich verhindern. Dank der hochwertigen Inhaltsstoffe wird die natürliche Hautfunktion gestärkt und geschützt, auf trockener und empfindlicher oder auch sonnengeschädigter Haut hat es zudem eine entspannende Wirkung. Gerade bei Cellulite kann Kokosöl – mit einer weichen Massagebürste in die Haut einmassiert – die Durchblutung anregen und das Hautbild nachhaltig verbessern. Es dringt durch gezielte Massagen tief in die Hautzellen ein und kann so den natürlichen Lymphfluss verbessern und die Regeneration des Bindegewebes fördern.

Aufgrund der pflegenden und auch kühlenden Wirkung wird eine Ganzkörpermassage mit Kokosöl zu einem sehr sinnlichen Erlebnis. Als Massageöl kann es zu einer gepflegten, gesunden und schönen Haut beitragen.

Kokosöl verhilft zu einem besseren Hautbild

Wer mit seinem Hautbild unzufrieden ist, sollte zu Kokosöl als Pflegeprodukt greifen. Hautunreinheiten, Pickel, Falten, Altersflecken oder auch Erkrankungen wie Schuppenflechte, Herpes und Neurodermitis können mit Kokosöl wirkungsvoll behandelt werden. Regelmäßig nach dem Duschen oder Baden angewendet, kann Kokosöl mittelfristig für ein deutlich besseres Hautbild sorgen. Dabei ist es verglichen mit Kosmetikprodukten, die oft Wunder versprechen und nicht halten können, auch natürlich und enthält hochwertige Inhaltsstoffe, ohne mit chemischen Substanzen versetzt zu sein.

Kokosöl für die Haargesundheit

Trockenes, stumpfes, sprödes und rissiges Haar oder gar Haarausfall sind lästig. Oft wird zu zahlreichen Mittel der Kosmetikindustrie oder auch aus der Medizin gegriffen, die nur selten den gewünschten Erfolg erzielen. In Spezialshampoos sowie Haarwuchsmitteln sind zudem sehr fragwürdige Inhaltsstoffe enthalten, außerdem sind sie recht preisintensiv.

Kokosöl stellt hier eine sinnvolle Alternative dar. Das Öl der Kokosnuss liefert eine sanfte Pflege und spendet dem Haar viel Feuchtigkeit. Die Haarwurzeln werden stimuliert, so dass sich damit einem Haarausfall dauerhaft vorbeugen lässt, sofern dieser nicht erblich bedingt ist. Außerdem wird das Haar geschmeidig und glänzend.

Zudem stellt Kokosöl eine sinnvolle Hilfe bei der Bekämpfung von Läusen dar, denn die enthaltenen Fettsäuren sorgen für ein Abtöten der Tiere von innen heraus.

Für das äußere Erscheinungsbild sind Haare von besonderer Bedeutung. Es ist deshalb recht verwunderlich, dass viele Menschen auf die Haarpflege und die Gesundheit ihrer Haare nur wenig Wert legen. Für sie reicht die Haarpflege zwei- bis dreimal pro Woche, auch die Pflegeprodukte enthalten nur selten hochwertige Inhaltsstoffe.

Mit Kokosöl ist es allerdings recht einfach, den Haaren etwas Gutes zu tun. In zahlreichen wissenschaftlichen Studien konnte bereits bewiesen werden, dass Kokosöl für die Haare eine Wohltat ist. Mit ihm lassen sich trockene und strapazierte Haare revitalisieren, Haarausfall kann eingedämmt und auch rückgängig gemacht werden und das Haar erhält mehr Glanz, Volumen und auch Frische.

Kokosöl und seine Wirkung auf die Haare

Ganz gleich ob trockenes, glanzloses oder auch schuppiges Haar: Kokosöl wirkt regulierend und pflegend – und zwar nicht nur auf das Haar, sondern auch auf die Haarwurzel sowie die Kopfhaut. Bei sämtlichen Problemen, die es mit Haaren gibt, kann Kokosöl angewendet werden. Es ist dabei leicht anzuwenden und zeigt keine Nebenwirkungen.

Die zahlreichen Vitamine und Mineralstoffe in Kokosöl stärken das trockene Haar von innen heraus und können gleichzeitig dabei helfen, Schäden zu reparieren und die Struktur der Haare neu aufzubauen. Dabei wirkt Kokosöl als Feuchtigskeitsspender für die Haare, was vor allem trockenem und sprödem Haar zugutekommt. Kokosöl kann außerdem das Wachstum der Haare anregen und gegen Spliss und Haarausfall helfen.

Kräftigung der Haare mit Kokosöl

Zwar sind Haare ein lebenslanger Begleiter des Menschen, dennoch sind sie sehr sensibel. Auf UV-Strahlung reagieren sie stark durch Austrocknen und Ausbleichen. Aber auch Salzwasser und Chlor sowie andere Substanzen sorgen auf Dauer für Schäden. Auch die teilweise doch bedenklichen Inhaltsstoffe in Kosmetik- und Körper- sowie Haarpflegeprodukten können sich negativ auf die Haare auswirken.

Aber nicht nur das: Auch die trockene und kalte Winterluft sowie die ebenso trockene Heizungsluft sorgen oft für nachhaltige Schäden an den Haaren, diese trocknen aus, werden stumpf und brüchig. Sie brechen ab und es entsteht der Eindruck von Haarausfall sowie einer schlechten Haarpflege.

Kokosöl im Rahmen der Haarpflege kann die Haare dank seiner hochwertigen Inhaltsstoffe kräftigen, wodurch sie vor schädigenden Umwelteinflüssen geschützt sind.

Kokosöl zur Bekämpfung von Haarausfall

Viele Menschen leiden immer stärker unter Haar- und/oder Kopfhaut-Problemen. Haarausfall ist dabei ein großes Übel, dass sogar auf Psyche schlägt. Kokosöl kann hier helfen, dass Problem schon in kurzer Zeit in den Griff zu bekommen.

Bei Haarausfall sollte Kokosöl wie folgt angewendet werden: In regelmäßigen Abständen wird das Öl vor der Haarwäsche in die Kopfhaut einmassiert. Der hohe Anteil an Laurinsäure kann dazu beitragen, dass Kokosöl bei den verschiedensten Formen von Haarausfall helfen kann – ganz egal, ob ein durch Mangelerscheinungen oder ein erblich bedingter Haarausfall.

Kann Kokosöl das Haarwachstum beschleunigen?

Durch die Anwendung von Kokosöl sollen die Haare schneller wachsen – immer wieder wird diese Behauptung aufgestellt. Sie stimmt zwar nicht, denn Haare wachsen immer in der gleichen Geschwindigkeit, die wertvollen Inhaltsstoffe sorgen aber für ein glatteres, fülligeres und gleichmäßiger wirkendes Haar. So entsteht der Eindruck, dass die Haarpracht üppiger ist – dadurch lässt sich vermutlich auch die Behauptung erklären, Kokosöl könne das Haarwachstum positiv beeinflussen.

Kokosöl macht die Haare glatt

Die Behauptung, Kokosöl soll die Haar glattmachen, stimmt hingegen. In der Regel wirken Haare, die zu wenig Nährstoffe und auch zu wenig Feuchtigkeit erhalten, glanzlos und stumpf. Kokosöl ist ein Lieferant für all diese wichtigen Stoffe und kann somit für eine glatte, fließende und auch weiche Struktur der Haare sorgen. Kokosöl hilft – regelmäßig als Kur angewendet – für eine Versorgung in die Haarwurzel mit Feuchtigkeit und kann so nicht nur trockenen Haaren, sondern auch Spliss vorbeugen und diesen wirkungsvoll bekämpfen, damit die Haare wieder gepflegt aussehen.

Was Kokosöl noch für die Haare tut

Kokosöl kann noch mehr, als den Haaren Glanz, Fülle und Geschmeidigkeit zu verleihen und sie mit Feuchtigkeit zu versorgen. Es hilft auch gegen Schuppen und kann sogar lästige Läuse abwehren und bekämpfen.

Kokosöl gegen Schuppen

Schuppen sind ein lästiges Übel, unter dem viele Menschen leiden. Wird vor jeder Haarwäsche eine kleine Menge Kokosöl in die Haare und die Kopfhaut einmassiert und wirkt dann für etwa 30 Minuten, lassen sich Schuppen durchaus hilfreich bekämpfen.

Kokosöl gegen lästige Läuse

Kopfläuse (Pediculus humanus capitis) – sie sorgen für ein ständiges Jucken und Kratzen am Kopf. Gerade Kindergarten- und Schulkinder sowie junge Erwachsene sind von einem Befall mit Kopfläusen besonders gefährdet. Beliebte Plätze für die kleinen Blutsauger sind der Nackenbereich und die Bereiche über den Ohren. An diesen Stellen ist die Haut recht dünn und die kleinen Tierchen kommen hier problemlos an ihre „Mahlzeit“.

Liegt der Verdacht nahe, dass ein Kind Läuse hat, sollte die Gegenwehr umgehend beginnen. Das Kind muss in diesem Fall natürlich Kindergarten oder Schule fernbleiben, damit es nicht zu einem Übergreifen auf andere Kinder kommt. Neben den in der Apotheke erhältlichen Läuse-Mitteln kann auch natives Kokosöl zu Beginn der Behandlung sehr hilfreich sein. Zunächst werden Läuse und auch Nissen durch das Öl erstickt. Die in Kokosöl enthaltene Capron- und Caprylsäure, welchen eine insektizide Wirkung nachgesagt wird, können zudem den Chitinpanzer der kleinen Krabbeltiere auflösen – die Tierchen trocknen aus und sterben ab. Außerdem kann Kokosöl die klebrige Substanz, mit welcher die Nissen an den Haaren heften, auflösen und hilft somit dabei, diese leichter mit einem speziellen Läusekamm zu entfernen.

Gerade in Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen erfolgt die Ausbreitung von Kopfläusen epidemieartig, denn es wird oft zu langsam gehandelt. Dabei haben Läuse nichts mit fehlender Hygiene zu tun, auch wenn sich diese Vorurteile hartnäckig halten und die Kinder aus Scham trotzdem in die Einrichtungen geschickt werden. Oft löst schon ein Gespräch mit Arzt oder Apotheker Schamgefühle aus, weshalb viele Kinder oft wochenlang als Wirt für mehrere Läuse-Generationen dienen und potentielle Überträger sind. Doch gerade bei Läusen sollte eine frühzeitige und vor allem konsequente Behandlung erfolgen.

In Apotheken sind zahlreiche Anti-Läuse-Mittel wie Shampoos oder Tinkturen und Sprays erhältlich. Mitunter wirken die Präparate oft neurotoxisch und enthalten ein Insektizid, welches sich auf die Nerven und/oder die Leber schädigend auswirken kann. Hierzu stellt Kokosöl eine natürliche und unbedenkliche Alternative dar. Bedenkt man, dass in Indien, Thailand, Indonesien oder auch auf den Philippinen Kokosöl in die Kopfhaut einmassiert wird, um genau solche Plagegeister wie Läuse, Flöhe und Milben zu vertreiben, kann man auch getrost ist unseren Breiten zu diesem Mittel greifen.

Da Kopfläuse wahrscheinlich nur vorübergehend durch Kokosöl unschädlich gemacht werden, kommt es auf eine genaue Einhaltung der Anwendungshinweise und der Einwirkzeit an. So sollte Kokosöl mindestens eine Stunde und bestenfalls mit einer Folie abgedeckt auf dem Kopf einwirken. Im Anschluss wird das Haar mit einem Shampoo ausgewaschen und trockengeföhnt. Danach müssen die Nissen und Läuse sorgfältig mit einem speziellen Kamm entfernt werden. Gerade langes, dickes Haar ist oft stärker von Läusen befallen, weshalb hier nicht sparsam mit der Verwendung von Kokosöl umgegangen werden sollte. Das gesamte Haar muss mit dem Öl benetzt sein. Am besten wird dabei im Nacken, an den Ohren und im Bereich der Schläfen mit dem Auftragen begonnen. Wenn diese Bereiche vollständig mit dem Öl behandelt sind, wird es zunächst in die Haarspitzen und dann in die Kopfhaut eingearbeitet, damit ein Entweichen der Läuse verhindert wird.

Die Haare sollten nun mehrmals täglich ausgekämmt werden, um noch vorhandene Läuse möglichst zügig entdecken und entfernen zu können. Die Behandlung mit Kokosöl sollte nach etwa drei bis fünf Tagen und noch einmal nach acht bis zehn Tagen wiederholt werden. So kann auch die noch folgende Generation abgetötet werden, die vielleicht nicht direkt entfernt wurde. Die Vorgehensweise ist die gleiche, wie bei der ersten Behandlung. Kann nach etwa zwei bis drei Wochen kein Befall mehr festgestellt werden, so ist davon auszugehen, dass alle Läuse und auch ihre Nachkommen und mögliche Eier entfernt wurden (gleiches gilt auch bei der Behandlung mit chemischen Mitteln).

Ein Behandlungserfolg mit Kokosöl zeigt sich aber nur, wenn über zwei aufeinander folgende Wochen eine mehrmalige Behandlung erfolgt.

Bereits die erste Behandlung mit Kokosöl kann zu einem Absterben der bereits geschlüpften Läuse führen. Jedoch sterben die vorhandenen Nissen dadurch nur sehr selten ab, wenngleich sie sich aufgrund der Lösung des Klebers recht gut heraus kämmen lassen. Aus den noch verbliebenen Eiern schlüpft in der Regel nach wenigen Tagen die nächste Generation, die dann einer weiteren Behandlung unterzogen wird. Wenn diese zum richtigen Zeitpunkt erfolgt, also wenn die Nymphen noch nicht geschlechtsreif sind und somit noch keine Eier gelegt haben, ist es sogar möglich, dass mit der Zweitbehandlung alle Plagegeister erfolgreich entfernt werden können. Die dritte Behandlung sollte aber dennoch erfolgen, um wirklich sicher sein zu können, dass alle Läuse verschwunden sind. Ganz nebenbei pflegt das Kokosöl natürlich die Haare und es können Entzündungen der aufgekratzten Stellen verhindert werden.

Kokosöl zur Haarpflege richtig anwenden

Damit die Haarpflege mit Kokosöl auch gut funktionieren kann, sollte das Haar zunächst mit einem milden und silikonfreien Shampoo gewaschen und anschließend gründlich ausgewaschen werden. Um sämtliche Shampoo-Reste zu entfernen, sollte das Haar mindestens zwei bis drei Minuten ausgespült werden. Das Haar wird danach mit einem weichen Tuch vorsichtig ausgedrückt. Nie sollten Haare mit einem harten und ohne Weichspüler behandelten Handtuch sowie mit starkem Druck getrocknet werden, denn ihre Struktur wird ansonsten dauerhaft beschädigt.

Das Haar wird nach dem Trocknen vorsichtig durchgekämmt und im Anschluss eine etwa haselnussgroße Menge Kokosöl nach dem Schmelzen in den Händen im Haar verteilt. Sinnvoll ist es, dass schmelzende Kokosöl mit den Fingerspitzen in das Haar und auch in die Kopfhaut einzumassieren. Ist das Kokosöl komplett in die Haare einmassiert, werden die Haare in Wuchsrichtung gestrichen und das noch in den Handflächen befindliche Öl so in den Haaren verteilt.

Jetzt werden die Haare mit einem Handtuch eingewickelt, damit das Kokosöl einer etwas höheren Temperatur ausgesetzt wird und dünnflüssig bleibt. Nur so kann es optimal in Haare und Kopfhaut einziehen und seine Wirkung entfalten. Für etwa 30 bis 45 Minuten sollte das Handtuch dabei auf dem Kopf bleiben – je länger die Einwirkzeit, umso besser die Wirkung der Kokosöl-Kur. Wer möchte, kann das Handtuch auch über Nacht auf dem Kopf lassen. Nach der gewünschten Einwirkzeit werden die Haare wieder mit einem milden und silikonfreien Shampoo ausgewaschen und wie gewohnt getrocknet und frisiert.

Für die Haarpflege sollte ein möglichst naturbelassenes und unbehandeltes Kokosöl genutzt werden. Nur so kann das Haar auch von den wertvollen Inhaltsstoffen profitieren, die in einem raffinierten, gebleichten oder desodorierten Öl nur noch in sehr geringen Mengen enthalten sind. Es sollte also ein kalt gepresstes Kokosöl genutzt werden.

Haarpflegeprodukte mit Kokosöl

Für schöne und gepflegte Haare gibt es auch Shampoos und Pflegespülungen mit Kokosöl. Sie sorgen für ein gesundes Aussehen der Haare und versorgen diese mit allen wichtigen Nährstoffen. Die Haare werden gereinigt, ohne dass sie beschwert werden.

Shampoos und auch Pflegespülungen tragen dazu bei, dass trockenes und strapaziertes Haar eine extra Portion Pflege bekommt. Das Haar wird leicht kämmbar und enthält aufgrund der zahlreichen weiteren Inhaltsstoffe auch ein gesundes Aussehen.

Kokosöl als Frisiercreme nutzen – Funktioniert das?

Mit einem guten Styling-Produkt kann einer Frisur optimaler Halt bei gleichzeitiger Pflege verliehen werden. Frisiercreme mit Kokosöl kann eine lässige und langanhaltende Struktur sowie Festigkeit der Haare erzielen, ohne dass diese dabei beschwert werden. Dank des hochwertigen Kokosöls werden die Haare mit Feuchtigkeit versorgt und auch die Kopfhaut erhält wichtige Nährstoffe. Trockenes und schwer zu bändigendes Haar erhält dank der hochwertigen Fettsäuren wieder Glanz und Geschmeidigkeit.

Eine Frisiercreme mit Kokosöl kann vor allem pflegebedürftige Haare mit vielen Nährstoffen versorgen, coloriertem Haar wird die notwendige Feuchtigkeit gespendet und trockene Spitzen lassen sich bei regelmäßiger Anwendung mildern. Ein naturkrauses Haar, welches sich oft sehr schwer kämmen und frisieren lässt und durch die lockige Haarstruktur leicht verknotet, kann mit einer Kokosöl-Frisiercreme besser gebändigt werden.

Bereits eine geringe Menge Frisiercreme mit Kokosöl kann die Haare pflegen und festigen. Dank des natürlichen Anti-Frizz-Effekts, den Kokosöl besitzt, lassen sich selbst unruhige Haare besser frisieren. Wird die Frisiercreme über Nacht in den Haaren verteilt, ist die Wirkung der hochwertigen Inhaltsstoffe von Kokosöl besonders groß, die Haare werden seidig und glänzend und sind mit einem angenehmen Duft versehen.

Kokosöl: Haare werden schöner und gesünder

Probleme mit Haaren und auch Kopfhaut lassen sich mit Hilfe von Kokosöl schnell und einfach in den Griff bekommen. Das Öl ist absolut natürlich und kann bei jeder Haarwäsche in kleiner Menge in Haare und Kopfhaut einmassiert werden. Trockene, spröde, stumpfe, splissige Haare, Schuppen und sogar Haarausfall sowie Läuse gehören damit der Vergangenheit an. Für die Haarpflege sollte natürlich ein möglichst hochwertiges Kokosöl aus Kaltpressung verwendet werden, damit Haare und Kopfhaut von den wertvollen Inhaltsstoffen profitieren können.

Kokosöl als Unterstützung bei Abnehmen

Die Reduzierung von Körpergewicht geht vor allem mit einer großen Veränderung einher: Mit einer Änderung der Ernährungsweise. Auf dem Markt gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Mittelchen wie Drinks, Pulver und andere Nahrungsergänzungspräparate. Auch im medizinischen Bereich werden immer wieder neue Tabletten am Markt eingeführt, die eine Gewichtsreduktion fördern sollen. Doch die Wahrheit ist deutlich: Eigentlich alle diese Mittel sind künstlich hergestellt und erzielen kaum die Wirkung, die sie versprechen.

Anders sieht es bei Kokosöl aus. Zunächst handelt es sich um ein vollständig natürliches Produkt. Es greift in den Stoffwechsel ein und kann so den Körper wirkungsvoll beim Abnehmen unterstützen. Im Kokosöl befinden sich freigesetzte Ketone, welche den Abbau von Fett beeinflussen. Es kommt dadurch zu einem langfristigen Verlust von Körpergewicht – und das ist von deutlich mehr Erfolg gekrönt als eine kurzfristige Diät.

Natürlich ist die reine Aufnahme von Kokosöl nicht ausreichend für die Gewichtsreduktion. Von Bedeutung sind zudem

  • ausreichend Bewegung
  • eine gesunde und ausgewogene Ernährung und nach Möglichkeit
  • eine negative Energiebilanz.

Immer wieder zeigen unabhängige Studien, dass Kokosöl sich regulierend auf den gesamten Energiehaushalt des Körpers auswirkt. Somit soll es langfristig dazu beitragen können, Körpergewicht auf eine gesunde Weise zu reduzieren. Anders als bei Diäten oder der Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln versprochen wird, geht die Anwendung von Kokosöl dabei nicht mit einem kurzfristigen und schnellen Gewichtsverlust einher, wodurch auch der gefürchtete JoJo-Effekt ausbleibt. Kokosöl ist eher eine Unterstützung bei einem langsamen, langfristigen und somit gesunden Abnehmen.

Kokosöl: Wie hängt es mit der Gewichtsreduzierung zusammen?

Bevor es daran geht, zu verstehen, welche Wirkung Kokosöl bei der Gewichtsreduktion hat, sollte ein Verständnis dafür aufgebaut werden, wie der Organismus des Menschen überhaupt funktioniert und wie sich eine erfolgreiche Gewichtsreduzierung realisieren lässt. Hierbei gilt grundsätzlich: Für eine Reduzierung von Körpergewicht ist es notwendig, ein Energiedefizit aufzubauen. Es muss also weniger Energie zugeführt werden, als verbraucht wird.

Zunächst dürfte es also schon ausreichend sein, wenn der Körper über die Nahrung weniger Energie erhält und der Umsatz an Energie gleichzeitig erhöht wird (z. B. durch Sport). Fast alle Mediziner raten zu dieser Vorgehensweise, wenn jemand Gewicht verlieren möchte. Doch hier kommt auch ein Problem zum Tragen: Der Organismus des Menschen ist so schlau, dass er eine vorübergehende Nahrungsknappheit erkennt. Der Organismus wird in eine Art Sparprogramm versetzt, wodurch die Verwertung der angelegten Fettdepots eingestellt wird. Deshalb kommt es nach einigen Tagen auch nicht mehr zu einer Gewichtsreduktion, da der Körper in seinem Notprogramm darauf eingestellt ist, dass er mit weniger Energie auskommen muss. Sobald die Diät abgebrochen oder auch beendet wird, lagert der Körper die aufgenommene Nahrung in Form von Fettpölsterchen direkt ein. Der berüchtige JoJo-Effekt stellt sich ein, die meisten Menschen wiegen dann sogar mehr als vor der Diät.

Doch genau dieser JoJo-Effekt ist unerwünscht. Doch wie kann Kokosöl hierbei hilfreich sein?

Trotz Low-Fat-Ernährung Übergewicht? Was läuft hier falsch?

Lange Zeit wurde die Ansicht vertreten, Fett wäre generell schlecht für die Gesundheit und würde auch dick machen. Light-Produkte und die Low-Fat-Ernährung wurden sehr stark fokussiert. Noch immer glauben viele Menschen, dass eine fettarme oder fettfreie Ernährung auch dazu beiträgt, dass die überflüssigen Pfunde purzeln. Und dennoch: Obwohl sich viele Menschen fettarm oder gar fettfrei ernähren, leiden sie an Übergewicht. Allein das sollte schon zu denken geben.

Und hier ist der Ansatzpunkt: Auch wenn es zunächst seltsam klingen mag, so benötigt der Körper Fette für seine Funktion. Nur mit Hilfe von Fetten können beispielsweise die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K vom Körper aufgenommen und auch verarbeitet werden. Gesunde Fette sorgen außerdem für ein natürliches und vor allem lang anhaltendes Sättigungsgefühl, da sie zu einer Reduzierung von Schwankungen des Blutzuckers beitragen.
Und auch wenn man bedenkt, dass allein das menschliche Gehirn und seine Zellen zu etwa 60 Prozent aus Fett bestehen, sollte nicht auf Fett verzichtet werden. Und woher soll dieses Fett kommen, wenn nicht über die Ernährung? Mittlerweile wird sogar davon ausgegangen, dass eine verminderte oder sogar ausbleibende Zufuhr von Fetten dazu beiträgt, dass es zur Entstehung von Demenzerkrankungen kommt, weil das Gehirn kein Fett erhält.

Es ist mittlerweile wissenschaftlich bestätigt, dass Fette sehr wichtige Energielieferanten für den menschlichen Organismus sind. Sie bilden die am stärkten konzentrierte Speicherungsform von Energie. Die logische Folge: Ohne die Zufuhr von Fett kann der Mensch nicht funktionieren. Das komplette Hormonsystem und alle wichtigen Enzyme arbeiten nur richtig, wenn sie mit ausreichend Fett versorgt sind. Die meisten der Enzyme sind dabei Proteine, welche als Bio-Katalysatoren im Körper arbeiten und für alle Stoffwechselvorgänge von Bedeutung sind.

Kokosöl – Wie kann es beim Abnehmen helfen?

Wer mit Hilfe von Kokosöl Körpergewicht reduzieren möchte, sollte immer zu einem qualitativ hochwertigen Produkt greifen. Am besten geeignet ist ein natives, unbehandeltes Kokosöl, welches über ein Biosiegel verfügt. Vor allem so genannte Rohkostöle enthalten wichtige Nährstoffe und Vitamine zur Unterstützung einer gesunden Ernährungsweise.

Zunächst sollte für eine Gewichtsreduktion natürlich die Fettverbrennung mit genügend Bewegung angekurbelt werden. Dabei müssen schweißtreibende sportliche Betätigungen gar nicht sein – schon Treppensteigen, gemütliches Radfahren oder Spaziergehen ist für den Anfang absolut ausreichend, wenn es um die Verbrennung von Kalorien geht. Wer also den ganzen Tag im Büro sitzt und es sich abends dann auch auf dem Sofa bequem macht, kann die Kalorien, die er über den Tag zu sich nimmt, nicht verbrauchen. So ist eine Gewichtsreduktion natürlich nicht möglich und es setzen sich Fettpölsterchen an. Deshalb gilt auch bei der Anwendung von Kokosöl zur Gewichtsreduktion: Immer auf genügend Bewegung achten!

Bei der Gewichtsreduktion kann der Organismus dann mit der Zufuhr von hochwertigen und mit bestimmten Wirkungen ausgestatteten Nahrungsmitteln unterstützt werden. Kokosöl gilt als ein solches Nahrungsmittel.
Kokosöl ist dabei ein ganz besonderer Lieferant für Energie, der herkömmliche und oft verwendete Zucker kann damit nicht mithalten.

Kokosöl enthält spezielle Fette, die so genannten mittelkettigen Triglyceride (MCTs), welche der Körper komplett anders als andere Fette verarbeitet. Die Leber kann mittelkettige Fettsäuren absorbieren, im Rahmen des Verdauungsprozesses wird deshalb keine Gallenflüssigkeit benötigt. So werden die mittelkettigen Fettsäuren direkt in Ketone umgewandelt, welche den Körper wiederum mit Energie versorgen, ohne dass sie in Form von Fettdepots in den Zellen eingelagert werden. Die mittelkettigen Fettsäuren machen aber noch mehr: Sie können den Stoffwechsel ankurbeln, wodurch der gesamte Organismus – also auch Muskeln und Gehirn – einen Leistungsschub erlebt. In Verbindung mit Bewegung wird so der Kalorienverbrauch erhöht. Allerdings steigt der Blutzuckerspiegel dabei nicht an und auch der Verdauungsapparat bleibt unbelastet. Kokosöl ist also eine gute Unterstützung beim Abnehmen, die aber nicht zu einer Belastung des Körpers führt.

Studien zu den Wirkungen von Kokosöl bei der Reduzierung von Körpergewicht

Zur schlank machenden Wirkung von Kokosöl wurde sogar Untersuchungen durchgeführt.

Die Prior-Studie ist dabei wohl die bekannteste Untersuchung, die sehr eindrucksvoll beweist, dass Kokosöl ein sehr gutes Hausmittel beim Abnehmen darstellt. Im Rahmen diverser Studien traf ein Forscher in den 1960er Jahren auf ein Inselvolk im Pazifik, welches bis zu diesem Zeitpunkt absolut isoliert lebte. Der Forscher mit dem Namen Prior erhielt die Möglichkeit, die Menschen etwas näher untersuchen zu können und stellte dabei fest, dass die Bewohner kaum Krankheiten aufzeigten und zudem ein nahezu ideales Körpergewicht hatten.

Dr. Prior versuchte in der Folge die Gründe für die herausragende Gesundheit und das ideale Körpergewicht herauszufinden und stellte fest, dass sich das Volk von Kokosnüssen ernährte. Diese stellten dort eines der Hauptnahrungsmittel dar und wurden von fast allen Bewohnern täglich in großen Mengen verzehrt. Auch das extrahierte Kokosöl verwendeten die Inselbewohner zur Herstellung verschiedenster Speisen. Den guten Gesundheitszustand und das ideale Körpergewicht konnte Prior mit dem regelmäßigen Genuss von Kokosnüssen und auch Kokosöl in Verbindung bringen, weshalb Kokosöl der Studie zufolge zur einer Gewichtsreduktion beitragen kann.

In einer weiteren Studie aus dem Jahr 2010 konnte von einem Team aus 16 chinesischen Forschern festgestellt werden, dass die mittel- und auch langkettigen Triglyceride, die in Kokosöl enthalten sind, einen sehr positiven Einfluss auf den Fettstoffwechsel zu haben scheint und dadurch das Abnehmen fördern kann.

Vier Möglichkeiten, wie Kokosöl beim Abnehmen unterstützen kann

Kokosöl gehört natürlich zu den gesunden Fetten und kann auf verschiedene Weise beim Abnehmen hilfreich sein. Das Öl kann nicht nur die Fettspeicherung im Körper verhindern, sondern wirkt auch wie ein natürlicher Appetitzügler. Die gesättigten Fettsäuren werden nicht nur schneller im Körper verwertet, sie sorgen auch für ein längeres Sättigungsgefühl. Durch die Anregung des Stoffwechsels für einen Zeitraum von bis zu 24 Stunden kann es die Fettverbrennung um das Dreifache erhöhen.

Bei der Anwendung von Kokosöl gilt natürlich – wie bei vielen anderen Lebensmittel auch – ein Konsum in Maßen. Dann aber kann es als wahrer Fatburner wirken. Die folgenden vier Möglichkeiten können dabei zur Gewichtsreduktion hilfreich sein:

1. Täglich einen Löffel Kokosöl pur einnehmen

Auch wenn Kokosöl natürlich als Appetitzügler wirkt, so ist es nicht gänzlich frei von Kalorien. Es enthält – wie andere Öle auch – gesättigte Fettsäuren. Deshalb sollte es nur in moderaten Mengen eingenommen werden. Zur Gewichtsreduktion ist deshalb ein Esslöffel Kokosöl, pur eingenommen, völlig ausreichend. Auch zwei bis drei Esslöffel sind möglich, mehr sollten es aber nicht werden.

2. Kokosöl in Wasser oder Tee mischen

Wer Kokosöl in purer Form nicht einnehmen kann oder möchte, kann einen Esslöffel des Öls auch in heißes Wasser oder in Kräutertee geben. In den warmen Getränken schmilzt das zunächst noch feste Kokosöl problemlos. Einen positiven Effekt hat vor allem warmes Wasser: Am Morgen getrunken, regt es sogar die Verdauung an.

3. Kokosöl vor einer Mahlzeit einnehmen

Kokosöl enthält, wie bereits mehrfach erwähnt, gesättigte Fettsäuren. Es handelt sich dabei um eine besondere Art von Fettsäuren, welche nicht nur die Speicherung von Fett im Körper verhindert, sondern eben – wie unter Punkt 1 schon aufgeführt – auch als Appetitzügler fungiert. Wer also etwa 20 Minuten vor dem Essen einen Löffel Kokosöl einnimmt, kann so seinen Hunger eindämmen und isst automatisch weniger.

4. Andere Öle durch Kokosöl ersetzen

Am einfachsten lässt sich Kokosöl in die tägliche Ernährung integrieren, indem damit gekocht wird. So ist es besser, anstatt Butter Kokosöl in den Lieblingsrezepten zu verwenden. Selbst für Desserts und Smoothies ist Kokosöl geeignet.

Kokosöl reguliert auch die Körperfettwerte

Nicht nur beim Abnehmen ist das angenehme frische und nach Kokos duftende Öl eine gute Unterstützung. Die Fettsäuren – allen voran die Laurinsäure – können auch zu einer Normalisierung der Körperfettwerte beitragen.

Während die Transfettsäuren in anderen Pflanzenölen gesundheitsschädlich sind und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen sowie einen Anstieg des schlechten Cholesterins bewirken können, ist Kokosöl frei von diesen Fettsäuren. Wird Kokosöl regelmäßig angewendet, wird der Stoffwechsel in seiner Regulierung unterstützt, was zu gesunden Körperfettwerten führt.

Da Kokosöl hoch erhitzbar ist, eignet es sich auch optimal zum Braten, Frittieren und Backen und stellt deshalb eine gesunde Alternative zu tierischen Fetten dar.

Kokosöl und die besondere Rolle der mittelkettigen Fettsäuren

Mittelkettige Fettsäuren, auch als MCT (medium-chain triglycerides) bekannt, sind in einer großen Menge in Kokosöl enthalten. Als mittelkettig werden sie deshalb bezeichnet, weil sie verglichen mit langkettigen Fettsäuren (14 bis 24 Kohlenstoffatome) nur zwischen acht und zwölf Kohlenstoffatome aufweisen. Der Körper kann mittelkettige Triglyceride sehr leicht verdauen. Ihnen werden außerdem antivirale, antimykotische sowie antimikrobielle Wirkungen nachgesagt. Somit können sie Viren, Bakterien und auch Pilze bekämpfen. In Kokosöl sieht das Fettsäuremuster folgendermaßen aus:

  • Laurinsäure (mittelkettige Fettsäure): 44 bis 52 Prozent
  • Caprinsäure (mittelkettige Fettsäure): 6 bis 10 Prozent
  • Caprylsäure (mittelkettige Fettsäure): 5 bis 9 Prozent
  • Myristinsäure (langkettige Fettsäure): 13 bis 19 Prozent
  • Palmitinsäure (langkettige Fettsäure): 8 bis 11 Prozent
  • Stearinsäure (langkettige Fettsäure): 1 bis 3 Prozent
  • Ölsäure (einfach ungesättigte Fettsäure): 5 bis 8 Prozent
  • Linolsäure (mehrfach ungesättigte Fettsäure): 0 bis 1 Prozent

In Anbetracht der Gesamt-Prozentzahlen der drei mittelkettigen Fettsäuren zeigt sich, dass Kokosöl zu mindestens 55 Prozent die leicht verdaulichen Fettsäuren enthält, die für die Reduzierung von Körpergewicht besonders wertvoll sind.

Kokosöl zum Abnehmen – Welches Öl sollte verwendet werden?

Kokosöl ist nicht gleich Kokosöl. Und auch bei einem natürlichen Öl, das aus den Tropen stammt, muss darauf geachtet werden, dass es so rein wie möglich ist. Am besten eignet sich ein Kokosöl in Bio-Qualität, bei dem sichergestellt ist, dass beim Anbau der Kokospalmen keinerlei Pestizide oder auch Düngemittel zum Einsatz kamen.

Das verwendete Kokosöl sollte zudem nativ sein. Ein kalt gepresstes Kokosöl aus dem frischen Fruchtfleisch der Kokosnuss (Nassmethode), welches mittels Zentrifugaltechnik hergestellt wurde, ist hier vorzugsweise zu wählen.

Doch nicht bei jedem Kokosöl wird angegeben, wie es hergestellt wird. Deshalb sollte beim Kauf auf die folgenden Merkmale geachtet werden, die möglichst auf der Umverpackung angegeben sind:

  • Das Kokosöl sollte in Kaltpressung hergestellt und NICHT raffiniert, gebleicht oder desodoriert sein.
  • Die Bezeichnung „nativ“ oder „extra virgin“ sollte auf dem Etikett zu finden sein.
  • Bestenfalls findet sich auf dem Etikett auch das Bio-Siegel einer bekannten europäischen Kommission (z. B. Demeter).

Fazit: Kokosöl kann nachweislich beim Abnehmen helfen

Immer wieder zeigen es die Erfahrungen zahlreicher Anwender: Kokosöl hilft wirkungsvoll beim Abnehmen – und zwar besser als manch eine Diät oder Nahrungsergänzungen. Dabei ist es frei von Nebenwirkungen und kann dem Körper vor allem bei einer dauerhaften und auch langfristigen Gewichtsreduktion helfen. Der gefürchtete JoJo-Effekt bleibt dabei aus. Kokosöl gilt deshalb als ideales Hausmittel zum Abnehmen und auch beim Halten des Körpergewichts. Die positiven Wirkungen konnten in Studien bereits nachgewiesen werden.

Kokosöl als Mittel bei verschiedenen Krankheiten

In der Küche und in der Kosmetik ist Kokosöl längst angekommen und wird hier auch sehr geschätzt. Doch auch die Medizin macht sich die wertvollen Inhaltsstoffe des Öls bei zahlreichen gesundheitlichen Problemen zunutze.

So kann Kokosöl

  • die Immunabwehr stärken
  • antibakteriell wirken
  • entzündliche Reaktionen im Körper effektiv bekämpfen.

Kokosöl kann diese gesundheitsfördernden Wirkungen jedoch nur entfalten, wenn es eine hochwertige Qualität aufweist.

Die Medizin sieht positive Wirkungen von Kokosöl bei folgenden Problemen im menschlichen Organismus:

  • Viren
  • Bakterien
  • Pilz / Pilzinfektionen
  • Entzündungen
  • alkoholbedingte Leberschäden
  • Demenz und Alzheimer

Kokosöl gegen Viren

Im Fruchtfleisch der Kokosnuss ist der Anteil an Laurinsäure besonders hoch. Diese Fettsäure wirkt sowohl antibakteriell als auch antiviral. Deshalb gilt sie als wichtiges Mittel in der Bekämpfung von Viren.

Im Körper wird Laurinsäure in Monolaurinsäure umgesetzt, welche in der Lage ist, Viren zu bekämpfen und zu beseitigen. So kann die Einnahme von Kokosöl die entzündungshemmenden Reaktionen des Immunsystems unterstützen und zudem verstärken.

Kokosöl ähnelt in seiner Zusammensetzung der Muttermilch. Auch diese enthält gesättigte Fettsäuren, die für eine Stärkung des Immunsystems beim Baby sorgen. Kokosöl ist vor allem bei durch Viren hervorgerufenen Erkrankungen wie Magen-Darm-Entzündungen hilfreich und kann auch gegen durch Viren entstandene Infektionen der Haut sowie virale Ekzeme und Warzen angewendet werden.

Grundsätzlich stellen Laurinsäure und alle anderen in Kokosöl enthaltenen Fettsäuren eine wirksame Kombination zum Schutz vor viralen Infektionen dar und stärken nachhaltig die körpereigene Immunabwehr.

Kokosöl gegen Bakterien

Kokosöl wirkt aufgrund seiner Inhaltsstoffe wie ein natürliches Antibiotikum und kann Heilungsprozesse fördern. Karies, welches durch Bakterien entsteht, lässt sich mit der Anwendung von Kokosöl vorbeugen. Das Bakterium, welches für die Entstehung von Karies verantwortlich ist, wird durch die in Kokosöl enthaltene Caprylsäure abgetötet.

Der Körper kann das natürliche Enzym sehr gut verwerten und auch umsetzen. Ölziehen mit Kokosöl gilt als sinnvolle Methode, Zähne und auch Zahnfleisch zu pflegen und auch zu schützen. Hierzu wird etwas von dem Öl in flüssiger Form in den Mund genommen und durch die Zähne gezogen. Damit werden auch Bereiche im Mund erreicht, die mit der Zahnbürste zur schwer erreichbar sind. Kokosöl ist anders als Wasser dazu in der Lage, Bakterien sowie Viren und andere Schadstoffe zu binden und sie aus dem Mund zu entfernen. Das Kokosöl wird im Anschluss einfach ausgespuckt und der Mund mit warmem Wasser ausgespült.

Eine Besiedlung der Darmschleimhaut mit „falschen“ Bakterien kann langfristig zu gesundheitlichen Schäden führen. Magen-Darm-Erkrankungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder auch Entzündungen wie Morbus Crohn könne Folge der schädlichen Bakterien sein. Durch den Fettsäuregehalt in Kokosöl lässt sich das biologische Gleichgewicht wieder aufbauen, wodurch die Erkrankungen gelindert oder sogar geheilt werden können. Dabei sorgt Kokosöl für eine Reparatur der angegriffenen Darmschleimhaut, bekämpft die Bakterien auch im Magen und sorgt so für einen Aufbau des Immunsystems. Sogar Allergien und Unverträglichkeiten können so reduziert werden.

Doch auch bakterielle Erkältungskrankheiten, die zu unangenehmen Symptomen wie Husten und Schnupfen führen, können durch die Anwendung von Kokosöl schneller abklingen. Die Schleimhäute werden durch das Öl gelockert und können sich so schneller regenerieren, zudem werden die Bakterien abgetötet.

Kokosöl gegen Pilze sowie Pilzinfektionen

Der hohe Anteil an Fettsäuren in Kokosöl macht es zu eine wirkungsvollen Mittel gegen Pilzinfektionen. Durch seine antimikrobielle Wirkung lassen sich schädliche Pilze abwehren. Vor allem die Kombination aus Laurin- und Caprylsäure wird Pilzinfektionen erfolgreich entgegen.

Krankheiten entstehen sehr häufig durch eine Infektion mit dem Hefepilz Candida Albicans. Der Pilz ist eigentlich überall vorhanden und kommt auch im Körper des Menschen vor. Ist das Immunsystem gesund, verursacht Candida Albicans keinerlei Beschwerden. Ist die körpereigene Immunabwehr allerdings geschwächt, dann kommt es zu einer unkontrollierten Ausbreitung des Pilzes. Dies ist beispielsweise nach einer Behandlung mit Antibiotika der Fall, denn diese Medikamente bekämpfen neben den schädlichen auch nützliche Mikroorganismen und sorgen somit für ein geschwächtes Immunsystem.

Oft breitet sich Candida Albicans auf der Darmschleimhaut aus und sorgt dann für Verdauungsprobleme, Hautprobleme oder auch Müdigkeit. Die Behandlung mit Medikamenten gestaltet sich meist als langwierig, das Immunsystem ist nach einer einmaligen Infektion oft schon anfällig für weitere Erkrankungen. Mit Kokosöl lässt sich eine akute Pilzinfektion bekämpfen, zudem wird durch die Mineral- und Nährstoffzusammensetzung das Immunsystem gestärkt.

In einem hochwertigen nativen Kokosöl ist zudem die sehr wirksame und pilzfeindliche Caprylsäure enthalten. Sie ist dazu fähig, die Zellaußenwände der Pilze aufzuweichen und so die Ausbreitung der Pilzinfektion zu bekämpfen. Die Zellen des Pilzes sterben ab und auch eine Neubildung wird dadurch verhindert. Selbst bei wiederholter Anwendung wirkt Kokosöl gegen die Pilzinfektion.

Das Öl kann zur Behandlung von Pilzinfektionen auf folgende Weise angewendet werden:

  • Einnahme des puren Öls
  • Auftragen auf die betreffende Stelle (z. B. bei Befall der Haut oder der Nägel)

Kokosöl bei Entzündungen

Die Qualität des Kokosöls ist ausschlaggebend für die positive Wirkung, die es entfaltet. Die hochwirksame Laurinsäure kann nicht nur gegen Viren, Bakterien und auch Pilze hilfreich sein, sondern bekämpft auch die daraus resultierenden Entzündungen.

Äußerliche Anwendung von Kokosöl bei Hautproblemen

Wunden, Ekzeme und diverse andere Entzündungen der Haut sind meist sehr schmerzhaft. Die passende und vor allem heilende Pflege findet sich oft schwer, denn gerade sensible und auch trockene Haut benötigt eine besondere Pflege.

Zur Heilung entzündeter Haut ist Kokosöl ein ideales Pflegeprodukt, welches auch noch einen frischen und angenehmen Kokosduft verströmt. Das Öl spendet der Haut Feuchtigkeit, verstopft aber die Poren nicht. Der hohe Anteil an Laurinsäure hilft auch hier bei der Heilung und sogar Verhinderung von Entzündungen. Auf den Wunden bildet Kokosöl einen Schutzfilm und trägt so zu einer Regeneration der Haut bei.

Hautprobleme wie

  • Akne / Pickel
  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Neurodermitis (Atopisches Ekzem)

stehen oft mit Entzündungen in Verbindung. Entzündet sich die Haut, dann wirkt Kokosöl nicht nur pflegend sondern auch schmerzlindernd und sorgt für eine intakte Hautbarriere.

Da Kokosöl zudem auch Zähne und Zahnfleisch stärkt, lassen sich mit ihm auch Entzündungen des Zahnfleischs vermeiden. Hierzu wird Kokosöl einfach in das Zahnfleisch einmassiert.

Innerliche Anwendung von Kokosöl

Gerade bei Problemen im Magen-Darm-Bereich wie Reizdarm, Entzündungen der Magenschleimhaut, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder auch Morbus Crohn kann die innerliche Anwendung von Kokosöl hilfreich sein.

Entzündungen verursachen verschiedene Beschwerden und entstehen oft, wenn die Schleimhäute von Magen und/oder Darm nicht mehr intakt sind.

Durch die Kombination von gesunden Fettsäuren, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen kann Kokosöl im Verdauungstrakt die Entzündungen beseitigen und die Magen- und Darmschleimhaut schützen. Zudem trägt es zu einer Linderung von bestehenden Entzündungen bei.

Kokosöl bei alkoholbedingten Leberschäden

Nicht nur Entzündungen oder Stoffwechselerkrankungen kann Kokosöl vorbeugen. Auch bereits geschädigte Zellen können mit Hilfe von Kokosöl regeneriert werden, mögliche Folgeschäden lassen sich so verringern. Dazu gehören sogar Leberschäden aufgrund von übermäßigem Alkoholkonsum.

Die Leber des Menschen gilt als wichtiges Filterorgan. Schädliche Giftstoffe wie Alkohol baut die Leber mit Hilfe von Enzymen ab und macht sie für den menschlichen Organismus unschädlich. In der Regel ist der menschliche Körper mit ausreichend vielen Abwehrmechanismen zur Entgiftung schädlicher Stoffwechselprodukte ausgerüstet.
Durch einen geringen Alkoholkonsum wird die Leber in der Regel nur kurzzeitig belastet, die Filterfunktion bleibt also erhalten und die Leber kann ihre Zellen selbst regenerieren. Ein chronischer Alkoholkonsum überlastet das Entgiftungssystem der Leber jedoch, wodurch die Leberzellen direkt geschädigt werden. In einer geschädigten Leber sammeln sich wiederum Giftstoffe an, was nicht nur zu zahlreichen anderen Erkrankungen, sondern auch zu einer dauerhaft chronischen Schädigung der Leber führen kann.

Das Problem einer geschädigten Leber: Pflanzenfette werden nicht mehr verarbeitet, denn der Fettstoffwechsel ist nachhaltig gestört. Kokosöl hat hier den Vorteil, dass es die mittelkettigen Fettsäuren enthält, welche der Körper sehr leicht aufnehmen kann und die nicht zu einer Belastung von Leber und Galle führen. Kokosöl gilt also bei einem alkokohlbedingten Leberschaden als gut verträglich. Gleichzeitig schützt es die Zellen vor einer erneuten Schädigung und kann unter Umständen auch zu einer Regeneration der Leber beitragen.

Kokosöl bei Demenz und Alzheimer

Demenz oder auch Alzheimer treten in Deutschland immer häufiger auf. Typische Anzeichen für eine solche Erkrankung des degenerativen Nervensystems sind

  • Ausbleiben des Kurzzeitgedächtnisses oder
  • die fehlende Erinnerung an Personen (z. B. Familienmitglieder) sowie
  • die Erinnerung an vergangene Ereignisse.

Ein wirksames Gegenmittel gegen Demenz und Alzheimer hat die Medizin noch nicht auf Lager. Die Erkrankungen des degenerativen Nervensystem können aber ihre Ursachen in einer schlechten Ernährung oder zu viel Stress haben.

Der Unterschied zwischen Demenz und Alzheimer

Mit dem Begriff „Demenz“ werden alle Krankheitsbilder zusammengefasst, die mit einem Verlust der geistigen Fähigkeiten zusammenhängen. Es handelt sich dabei um das Denken im Allgemeinen, aber auch um einzelne Wahrnehmungen (z. B. die Orientierung in fremder Umgebung, das Verknüpfen von verschiedenen Denkinhalten). Alzheimer (Alzheimersche Krankheit) ist unter den Demenzerkrankungen die wohl bekannteste Form.

Ganz gleich, welche Krankheitsbilder in Erscheinung treten: Kokosöl kann ein durchaus hilfreiches Mittel bei Demenzerkrankungen wie Alzheimer sein.

Wie kommt es zu einer Demenzerkrankung?

Es konnte festgestellt werden, dass Menschen in Ländern, in denen Kokosnuss und auch Kokosöl auf dem täglichen Speiseplan stehen, seltener an Alzheimer erkranken, als in unseren Breitengraden. Die Wirkung von Kokosöl auf Erkrankungen wie Demenz und Alzheimer lässt sich nur verstehen, wenn man weiß, wie derartige Krankheiten entstehen.

Ein typisches Beispiel ist die so genannte Alzheimer-Demenz, auch als neurodegenerative Demenz bekannt. Bei der Erkrankung kommt es zu einer Störung des Gleichgewichts von Botenstoffen im Gehirn. In seiner Konzentration wird hier vor allem der Botenstoff Glutamat verändert, es kommt zu einem Absterben der Nervenzellen im Gehirn. Betroffen sind vor allem die Bereiche im Gehirn, die für Erinnerung und Orientierung verantwortlich sind. Die bekannten Folgen: Betroffene verlieren zunächst das Langzeitgedächtnis und im weiteren Verlauf auch das Kurzzeitgedächtnis, auch Menschen werden nicht mehr erkannt.

Um die Störung des Gleichgewichts der Botenstoffe im Gehirn positiv zu beeinflussen, verabreichen Mediziner in der Regel so genannte Antidementiva. Jedoch lässt sich damit lediglich der Fortschritt der Erkrankung etwas verlangsamen. Ein Stillstand oder gar eine Rückbildung der Alzheimer-Demenz konnte damit bislang nicht erzielt werden.

Inzwischen zeigen aber Studien, dass Kokosöl bei Alzheimer positive Wirkungen erzielen kann.

Doch wie kann Kokosöl nun bei Demenzerkrankungen helfen?

Die erwähnten Studien zeigen, dass bei Patienten mit Alzheimer das Gehirn kaum noch in der Lage ist, die vom Körper bereitgestellte Glukose zu nutzen. Die permanente Unterversorgung mit Energie sorgt für ein Absterben der Gehirnzellen, es treten die bekannten Symptome einer Alzheimer-Erkrankung auf. Um die Symptome aufzuhalten, muss die Glukoseaufnahme im Gehirn wieder aufgenommen werden.

Und hier kommt Kokosöl ins Spiel: Es kann die Aufnahmefähigkeit des Gehirns für Energie deutlich erhöhen. Von Bedeutung sind dabei die Fettsäuren in Kokosöl, die in Ketone umgewandelt werden. Diese Ketone sind wiederum ein Ersatz für Glukose und liefern dem Gehirn somit auch Energie. Im Gegensatz zu Glukose werden sie bei Alzheimer-Patienten allerdings ohne Probleme vom Gehirn aufgenommen und stellen somit eine „alternative Energiequelle“ dar.

Das Geheimnis dabei sind die mittelkettigen Triglyceride. Sie werden in die bereits erwähnten Ketone umgewandelt, was direkt nach der Einnahme des Öls passiert.

Kokosöl und seine positive Wirkung wissenschaftlich bewiesen

In mehreren Studien konnte mittlerweile die Wirksamkeit von Kokosöl bei Demenz und Alzheimer nachgewiesen werden.

Die so genannte Newport-Studie aus Großbritannien gilt als wohl aussagekräftigste Studie dazu. Nimmt man es genau, handelt es sich dabei eigentlich nicht um eine Studie im herkömmlichen Sinn. Vielmehr sind es persönliche und somit auch wichtige Erfahrungen und Aufzeichnungen der Ärztin Dr. Mary Newport. Im Alter von 59 Jahren erkrankte ihr Mann an Alzheimer. Die Ärztin stellte jedoch fest, dass der regelmäßige Konsum von Kokosöl zu einer Veränderung des Krankheitsbildes führte: Während ihr Mann noch vor der Einnahme von Kokosöl das Ziffernblatt der Uhr nicht aus dem Gedächtnis heraus zeichnen konnte, war dies nach wenigen Wochen Einnahme von Kokosöl wieder problemlos möglich. Die Veränderungen des Krankheitsbildes zeichnete Dr. Newport auf und entwickelte daraus die nach ihr benannte Studie.

Fazit: Mit Kokosöl Demenz und Alzheimer den Kampf ansagen

Anhand der aktuellen Erkenntnisse lässt sich sagen, dass Kokosöl beim Kampf gegen Demenz und Alzheimer hilfreich sein kann. Ähnlich wie mit Kurkuma kann ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden. Zudem lassen sich auch bereits verloren gegangene Fähigkeiten zum Teil wieder herstellen.

Die Bereitstellung von Ketonen ermöglicht es, dass Kokosöl dem Gehirn die notwendige Energie zuführen kann, welche das Absterben der Gehirnzellen verhindert. Verglichen mit verschiedenen Medikamenten, welche bei degenerativen Nervenerkrankrungen zum Einsatz kommen, ist Kokosöl außerdem frei von Nebenwirkungen.

Kokosöl gegen Insekten und Ungeziefer

Ungeziefer, Insekten und andere Krabbeltiere: Diese auf der Haut zu haben, ist die wohl schlimmste Vorstellung überhaupt und bereitet nicht ganz grundlos Unbehagen bei uns Menschen. Mücken, Zecken, Flöhe, Milben und andere Kleinstlebewesen können auch Krankheiten übertragen. Die gute Nachricht: Kokosöl kann gegen die kleinen Plagegeister helfen.

Kokosöl gegen Mücken

Gerade in den warmen Sommermonaten sind sie leider nicht wegzudenken: Mücken. Die summenden Plagegeister überfallen uns Menschen regelrecht auf der Suche nach nur einer Sache: Blut.

Es sind vor allem die weiblichen Mücken, die kurz nach der Befruchtung das Blut benötigen, um eine weitere Mückengeneration sichern zu können. Dabei orientieren sich Mücken vor allem am Körpergeruch, also am Schweiß. Da die Zusammensetzung von Schweiß bei jedem Menschen unterschiedlich ist, werden die einen von uns mehr und die anderen weniger gestochen.

Kein Wunder, dass wir deshalb auch Mückenschutzmittel zurückgreifen. Jedoch enthalten viele davon recht aggressive Chemikalien. Kein Wunder, dass natürliche Produkte deshalb im Trend liegen. Kokosöl kann hier eine gute Alternative darstellen, denn es soll Mücken vertreiben und somit die juckenden Mückenstiche verhindern können.

Doch was macht Kokosöl zu einem Wundermittel gegen Mücken?

Das Wundermittel – wie sollte es anders sein – ist auch hier die in Kokosöl enthaltene Laurinsäure. Sie wirkt auf Mücken abschreckend. Wer sich mit Kokosöl einreibt, schützt sich somit vor den lästigen Angriffen der Mücken. Dabei wirkt es auf zweierlei Weise: Zum einen legt es sich wie eine Schutzschicht auf die Haut, wodurch der Schweißgeruch überdeckt wird. Zum anderen schreckt der Duft der Laurinsäure die kleinen Plagegeister zusätzlich ab.

Von Bedeutung ist also ein hoher Anteil an Laurinsäure im Kokosöl, wenn es gegen Mücken helfen soll.

Kokosöl zur Abwehr von Zecken

Sowohl für den Menschen als auch für Tiere sind Zecken nicht zur lästig, sondern zum Teil sogar gefährlich. Die kleinen Spinnentiere setzen sich mit ihren starken Kieferwerkzeugen tief in der Haut fest und saugen sich mit dem Blut ihres Wirtes voll. Sobald sie ein Vielfaches ihrer Körpergröße erreicht haben, fallen sie von alleine von der Haut ab.

Seit Jahrzehnten gilt Kokosöl als natürliches Anti-Zecken-Mittel für Mensch und Tier. Zahlreiche Studien konnten inzwischen auch die Wirkung auf Zecken belegen.

Zeckenbisse mit Kokosöl vermeiden

Nicht nur die bloße Vorstellung, ein Parasit bohrt sich in die Haut und saugt dort Blut, ist unangenehm. Zecken können auch ernsthafte Erkrankungen übertragen, welche mitunter sogar lebensbedrohliche Zustände auslösen können. Zecken sind beispielsweise Überträger für Borreliose sowie FSME (Frühsommer-Meningitis).

Deshalb sollten Zeckenbisse um jeden Preis vermieden werden. Hierfür gibt es sehr unterschiedliche Mittel für Mensch und auch Tier. In der Regel zeigen diese aber auch schädliche Nebenwirkungen und nicht immer die versprochene Wirkung. Kokosöl hingegen konnte schon sehr oft seine Zuverlässigkeit als Zeckenmittel unter Beweis stellen und ist außerdem frei von Nebenwirkungen. Selbst bei Babys und Kindern kann das Öl der Tropenfrucht bedenkenlos angewandt werden.

Und wie wirkt Kokosöl gegen Zecken?

Auch hier ist es wieder die Laurinsäure, die Kokosöl zu einem wahren Wundermittel gegen Zecken macht. In klinischen Studien und Untersuchungen zeigte sich, dass Zecken auf diese Fettsäure sehr stark reagieren. In Tests werden dabei immer wieder Hautpartien mit Laurinsäure-Lösungen behandelt. Trotz einer starken Zeckenpopulation haben die kleinen Spinnentiere diese Hautbereiche gemieden. Haben sie trotzdem zugebissen, sind sie bereits nach kurzer Zeit wieder abgefallen, ohne auch nur einen Tropfen Blut zu saugen.

Kokosöl gehört somit zu den besten Hausmitteln gegen Zecken und wirkt dabei auf eine natürliche Art und Weise. Es lässt sich dabei denkbar einfach anwenden, indem die gefährdeten Körperbereiche wie Arme und Beine regelmäßig mit Kokosöl eingerieben werden.

Wann und wo sollte Kokosöl gegen Zecken zum Einsatz kommen?

Noch vor einigen Jahren waren es vor allem Bayern und Teile Baden-Württembergs, welche als gefährdete Verbreitungsgebiete für Zecken galten. Inzwischen treten die kleinen Plagegeister auch in anderen Teilen Deutschlands auf. Überall dort, wo hohes Gras vorhanden ist, sind Menschen nicht vor einem Zeckenbefall gefeit. Im Gras warten sie auf ihren Wirt und lassen sich beim Streifen an einem Grashalm sozusagen „mitnehmen“.

Nachdem sich die Zecke in der Haut verbissen hat, kann sie die gefürchteten Krankheitserreger für Borreliose und FSME übertragen, wenn sie selbst Träger dieser Erreger ist. Da die Erreger erst nach einer gewissen Zeit auf den Wirt übergehen, kann ein sofortiges Entfernen der Spinnentiere dazu beitragen, die Gefahr einer Erkrankung zu minimieren. Bestenfalls sollte es aber gar nicht so weit kommen.

Ist das Kind jedoch sprichwörtlich in den Brunnen gefallen, kann Kokosöl trotzdem helfen. Zunächst sollte die Zecke durch Drehen entfernt werden. Niemals darf eine Zecke gerade herausgezogen oder gerissen werden, da der Kopf ansonsten in der Wunde zurückbleiben könnte, wodurch es unter Umständen zur Freisetzung der Krankheitserreger kommt. Wurde die Zecke sachgemäß entfernt, kann die Wunde auch mit Kokosöl behandelt werden. Durch die antimikrobielle Wirkung können Viren und Bakterien abgetötet werden.

Kokosöl gegen Flöhe

Wir alle kennen sie: Die kleinen Quälgeister, die vor allem unsere geliebten Haustiere wie Hunde und Katzen heimsuchen. Die Rede ist von Flöhen, die nicht nur den Tieren, sondern auch ihren Besitzern immer wieder zu schaffen machen.
Ein bewährtes Hausmittel gegen Flöhe stellt Kokosöl dar. Doch wie kann es dagegen helfen?

Gerade auf dem Fell der Tiere fühlen sich die ungebetenen Gäste besonders wohl. Angelockt werden Flöhe durch den Atem und die Bewegungen der Tiere, ihre Ernährung ist das Blut ihres Wirtes.
Flöhe sind mit bloßem Auge erkennbar, im Fell der Tiere können sie sich allerdings gut verstecken. Oft werden sie deshalb erst bemerkt, wenn das Tier nervös wird und sich vermehrt aufgrund des Juckreizes kratzt oder sogar beißt. Der Flohbefall ist dann oft schon weiter fortgeschritten und die kleinen Insekten haben bereits Eier gelegt.
Auch der Mensch kann von so genannten Menschenflöhen befallen werden und leidet dann ebenfalls unter Juckreiz und teils auch Schmerzen. Das Problem: Neben diesen unangenehmen Begleiterscheinungen können auch Krankheiten übertragen und Bakterieninfektionen ausgelöst werden.

Meist wird zu sehr drakonischen Mitteln zur Flohbekämpfung gegriffen: Flohhalsbänder oder Flohsprays kommen zum Einsatz. In diesen sind Nervengifte enthalten, welche die Eier der Flöhe abtöten sollen. Doch bei regelmäßiger Anwendung haben sie auch Nebenwirkungen wie Übelkeit, Verdauungsprobleme und Atemnot. Zudem können die Flöhe gegen die Gifte eine Resistenz entwickeln.

Eine natürliche und nebenwirkungsfreie Alternative stellt hier Kokosöl dar.

Wie bei so vielen anderen Problemen ist es auch hier die Laurinsäure, die für Flöhe eine regelrechte Gefahr darstellt. Für die kleinen Parasiten hat sie einen Geruch, der diese von den Tieren fern hält. Ein erneuter Flohbefall lässt sich so verhindern, doch auch bereits vorhandene Flöhe können abgetötet werden. Laurinsäure wirkt auf den Chitinpanzer der Flöhe regelrecht ätzend und sie sterben schnell ab. Selbst die Eier werden durch die Laurinsäure abgetötet.

Dank der antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung wird den Floheiern außerdem die Nahrungsgrundlage genommen, zudem lassen sich Schmerzen aufgrund von Flohbissen lindern und Bakterien abtöten.

Kokosöl sollte bei den Tieren auf dem gesamten Körper angewendet werden. Dazu wird es zunächst verflüssigt und dann auf alle Körperbereiche des Tieres aufgetragen.

Kokosöl gegen Milben

Wie Zecken sind auch Milben kleine Spinnentiere. Sie ernähren sich aber am liebsten von menschlichen oder auch tierischen Hautschuppen und finden sich deshalb vor allem dort, wo der Mensch sich sehr oft aufhält. Das sind vor allem das Bett und hier ganz besonders die Matratze. Doch auch in Polstermöbeln, in Teppichen sowie in Kleidungsstücken machen sich die kleinen Plagegeister breit und sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbar.

Typisch für Milben sind allergische Reaktionen und unterschiedliche Erkrankungen, wenn diese mit dem Staub, in dem sie leben, eingeatmet werden. Oft wird von der so genannten Hausstauballergie gesprochen, bei der es sich eher um eine Reaktion auf die Hausstaubmilben oder besser auf deren Kot handelt.

Die Population lässt sich durch Kokosöl durchaus gering halten, weshalb es als gutes Gegenmittel gegen die lästigen Tierchen gilt. Die Anwendung kann sowohl bei Menschen als auch bei Tieren innerlich und auch äußerlich erfolgen. Dafür wird einfach ein Löffel Kokosöl pro Tag in die Nahrung oder das Tierfutter gemischt, wodurch bereits von innen heraus ein starker Milbenschutz gewährleistet wird. Durch das Einreiben in die Haut oder eben das Fell kann auch ein Schutz von außen aufgebaut werden.

Wenn Matratzen, Polstermöbel, Teppiche und andere Textilien mit Milben befallen sind, dann ist ein spezieller Reiniger mit Kokosöl empfehlenswert. In Bioläden und auch Reformhäusern sind derartige Reiniger erhältlich, welche die Milben zuverlässig vertreiben.

Kokosöl gegen Würmer

Allein der Gedanke daran, Würmer haben zu können, löst bei vermutlich jedem einen gewissen Ekel aus. Doch es ist gar keine Seltenheit, dass sich im Körper Würmer befinden. Gerade Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter sind von Wurmerkrankungen sehr häufig betroffen. Der Gang zum Arzt bleibt deshalb oft nicht aus. Doch nur die wenigsten wissen, dass sogar natives Kokosöl gegen Würmer helfen kann.

Mittel gegen Würmer sind sehr oft richtige Rosskuren. Für Kinder sind diese völlig ungeeignet. Ein Hausmittel ist hier wesentlich besser, denn es kann auch bei den Kleinsten eingesetzt werden. Hausmittel belasten den Körper nicht so stark.

Bei Würmern gibt es sehr unterschiedliche Arten wie:

  • Spulwürmer
  • Bandwürmer und
  • Madenwürmer.

Spul- und Bandwürmer sind dabei gefährlicher als Madenwürmer. Dennoch sollten jeder Verdacht auf einen Wurmbefall ernst genommen werden, denn die Parasiten ernähren sich auf Kosten des Menschen.

Bevor Kokosöl gegen Würmer verwendet wird, muss natürlich ein Wurmbefall festgestellt werden. Typische Symptome sind:

  • trotz erhöhter Nahrungszufuhr ständiges Hungergefühl
  • Heißhunger, vor allem auch auf ungesunde Lebensmittel
  • Blähungen, Durchfall oder auch Verstopfung
  • Reizdarm, Magenbrennen
  • Probleme bei der Gewichtszu- oder –abnahme
  • Appetitlosigkeit
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Nahrungsmittelallergien
  • Eisenmangel
  • chronische Müdigkeit oder aber Schlaflosigkeit
  • geschwächtes Immunsystem und damit einhergehend regelmäßige Erkältungen und häufige virale und bakterielle Infektionen
  • allergische Reaktionen ohne eine erkennbare Ursache
  • regelmäßig wiederkehrende Pilzinfektionen
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Depressionen
  • Konzentrationsmangel, Vergesslichkeit, geistige Verwirrung
  • Probleme mit der Haut
  • Herzschmerzen, Herzrasen
  • dunkle Augenringe
  • Zähneknirschen und Sabbern während des Schlafens

Die Symptome bei einem Wurmbefall verschwinden meist so schnell, wie sie auftreten und kehren zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurück.

Kokosöl und wie es gegen Würmer hilft

Wer unter Wurmbefall leidet, sollte sich zunächst möglichst gesund und frei von Süßstoffen, Zucker, raffinierten Kohlenhydraten und Alkohol ernähren. Rohes Fleisch sowie Fisch und Krabben sollte gemieden werden. Selbst Bio-Obst und Bio-Gemüse kann mit Würmern befallen sein, denn es wird meist mit Fäkalien gedüngt.

Wer sich Würmer eingefangen hat, kann dagegen mit Kokosöl vorgehen. Dazu werden mehrere Löffel des Öls über den Tag verteilt eingenommen. Von großer Bedeutung ist dabei die Reinheit des Öls. Ein natives und absolut naturbelassenes Kokosöl, welches nach Möglichkeit Rohkostqualität aufweist, kann aufgrund seiner Inhaltsstoffe gut gegen Würmer helfen. Mit dem Öl lassen sich dabei alle Arten von Würmern bekämpfen, denn Kokosöl verfügt über stark antiparasitäre Eigenschaften. Zur Wurmbekämpfung eignet sich dabei nicht nur das Öl, sondern eigentlich die gesamte Kokosnuss.

Durch das Kokosöl werden die Parasiten aus dem Körper vertrieben und gleichzeitig das Immunsystem gestärkt. Die Anwendung sollte so lange erfolgen, bis der Wurmbefall vorbei ist. Das Kokosöl kann dabei problemlos in den Speiseplan integriert werden. Zur Vorbeugung eines Wurmbefalls ist es sinnvoll, das Öl mehrmals in der Woche pur anzuwenden.

Kokosöl gegen Läuse

Wie schon im Zusammenhang mit der Haargesundheit erwähnt, hilft Kokosöl auch sehr gut gegen Läuse. Die Anwendung ist der Anwendung gegen Flöhe gleich, das Kokosöl sollte aber nicht nur in die Haare gegeben. Da Läuse ihre Eier vor allem direkt auf der Kopfhaut ablegen, sollte es auch in diese gut einmassiert werden.

Fazit: Kokosöl kann Parasiten erfolgreich bekämpfen

Immer wieder stellt die Bekämpfung von Ungeziefer und Insekten ein Problem dar. Zwar kann vor allem der Mensch durch eine gute Hygiene Läuse und Flöhe von sich fern halten, doch Milben beispielsweise können schnell sehr unliebsame Gäste darstellen. Durch die regelmäßige Anwendung von Kokosöl bei Mensch und auch Tier lassen sich dank der hochwertigen Inhaltsstoffe und vor allem der Laurinsäure die kleinen ungeliebten Parasiten nicht nur vertreiben, sondern auch zuverlässig bekämpfen, wenn ein Befall vorliegt.

Um den Erfolg von Kokosöl bei Ungeziefer und Insekten sicherstellen zu können, sollte Kokosöl natürlich immer regelmäßig und entsprechend des jeweiligen Problems angewendet werden. Eine einmalige Anwendung ist in den seltensten Fällen zielführend und ausreichend, meist sind mehrmalige Anwendungen notwendig.

Kokosöl auch für Tiere geeignet

Für Haustiere ist die Ernährung inzwischen fast genauso ungesund, wie für den Menschen. Hunde und Katzen werden mit gekochter Fertignahrung aus Resten und Abfällen oder Trockenfutter ohne Nährstoffe gefüttert. Die schlimme Folge: Auch Katzen, Hunde und sogar Pferde entwickeln Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Daraus bilden sich dann oft auch unangenehme Folgen wie Magen-Darm-Beschwerden sowie Allergien. Trotz regelmäßigem Bürsten leidet darunter zunehmend auch das Fell, es sieht stumpf und ungepflegt aus. Gerade in den Frühjahrs- und Sommermonaten werden die Tiere dann in der Natur außerdem sehr oft von Parasiten befallen, was eine zusätzliche Last darstellt.

Natürlich sollten auch die Vierbeiner nicht nur gesund ernährt, sondern gerade bei Parasitenbefall auch wirksam und möglichst schonend behandelt werden. Ein hochwertiges Kokosöl kann selbst bei Tieren wahre Wunder bewirken. Auch für Tiere ist es zur innerlichen sowie äußerlichen Anwendung geeignet und wirkt nicht nur positiv auf Haut und Fell, sondern kann auch im Kampf gegen Parasiten wie Würmer hilfreich sein. Die regelmäßige Zugabe von Kokosöl im Futter macht dieses besser verträglich und mildert auch mögliche allergische Reaktionen auf bestimmte Inhaltsstoffe im Futter ab.

Kokosöl wird auch von Tierärzten empfohlen

Gerade bei Tieren gilt die Zeckenprophylaxe als unheimlich wichtig. Sogar Tierärzte empfehlen Kokosöl zur Abwehr von Zecken aufgrund der darin enthaltenen Laurinsäure. Die Nachfrage nach alternativen und vor allem chemiefreien Zeckenschutzmitteln ist bei den Tierbesitzern groß, denn die Nebenwirkungen anderer Mittel auf die Haustiere sind nicht zu unterschätzen. Mitunter können Mittel wie Zeckenhalsbänder, Spot-On-Präparate oder auch orale einzunehmende Medikamente sogar zu Organ- und Nervenschädigungen führen. Gerade junge, ältere oder durch Krankheit geschwächte Tiere sind mitunter sogar anfälliger für derartige Nebenwirkungen. Deshalb ist Kokosöl als chemiefreie Alternative gegen Zecken vorzuziehen.

Kokosöl für Katzen

Vor allem die so genannten Freigänger, welche nicht nur im Haus leben, sondern auch Garten und Umgebung erkunden können, führen ein durchaus erfülltes Katzenleben. Auf ihren Wegen durch die „Welt“ sind sie allerdings auch einigen Gefahren und Risiken ausgesetzt. Schnell leiden sie unter einem Befall von Parasiten wie Flöhen, Zecken oder Milben.

Zwar scheint das Risiko für Katzen, an Borreliose oder auch FSME zu erkranken, recht gering zu sein, dennoch weisen Zecken eine Gefahr für die Samtpfoten auf. So kann es leicht zu Entzündungen an der Bissstelle oder auch bakteriellen Infektionen (z. B. mit Ehrlichien, Anaplasmen, Babesien, Coxiellen, Rickettsien) kommen. Diese bakteriellen Infektionen sind auch auf Menschen oder Hunde übertragbar und können so nicht nur unangenehme, sondern mitunter auch gefährliche Krankheiten auslösen.

Um Fell- und auch Hautparasiten vorzubeugen, hat sich Kokosöl als natürliches Mittel bewähren können. Es ist weder mit Chemie versetzt noch sorgt es für ein beengendes Gefühl wie ein Halsband. Da es keine toxischen Bestandteile wie ätherische Öle enthält, ist es für Katzen besonders gut geeignet und absolut unbedenklich.

Um Parasiten erfolgt abzuwehren, kann mehrmals pro Woche ein Tropfen Kokosöl in das Fell der Katze einmassiert werden. Liegen Hautprobleme oder auch Verletzungen vor, kann Kokosöl nach Bedarf auch punktuell angewendet werden. Auch in das tägliche Futter kann ein viertel bis ein halber Teelöffel Kokosöl gegeben werden.

Ganz gleich ob als Zusatz im Futter oder zur Pflege von Fell und Haut – Kokosöl kann auf Katzen folgende Wirkungen entfalten:

  • Die in Kokosöl enthaltene Laurinsäure hat eine stark antivirale Wirkung.
  • Parasiten im Fell bleiben den Tieren fern oder fallen bei einem Angriff direkt wieder ab, wenn das Fell oder die Haut mit Kokosöl behandelt wurde.
  • Die in Kokosöl sehr zahlreich enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente tragen dazu bei, dass es ein idealer und auch vitalisierender Zusatz im Futter ist.
  • Der hohe Anteil an essentiellen Aminosäuren in Kokosöl stellt – unter das Futter gemischt – eine zusätzliche wertvolle Proteinquelle dar.
  • Durch Kokosöl kann die Ausbreitung von Darmparasiten verhindert werden. Zudem bleibt die Darmflora im Gleichgewicht. Herkömmliche Wurmkurzen lassen sich durch den Einsatz von Kokosöl entweder unterstützen oder sogar reduzieren, weil das Öl bereits deutliche Erfolge erzielt.

Kokosöl für Hunde

Kokosöl hat sich bei Hunden vor allem als Zeckenabwehrmittel bewährt. Kaum ein Hund übersteht Frühjahr und Sommer, ohne mehrfach von Zecken befallen zu sein. Gerade Hunde mit langem Fell tragen sie oft mit sich herum, ohne dass ihr Besitzer davon etwas bemerkt. Das Problem: Sie saugen sich mit dem Blut des Tieres voll und fallen dann einfach ab.

Grundsätzlich ist das Immunsystem eines Hundes deutlich stärker, als das eines Menschen. Dennoch können Zecken auch bei Hunden Krankheitserreger übertragen (z. B. Borreliose). Es gibt durchaus viele Hunde, die an den Folgen eines Zeckenbisses gestorben sind. Aus diesem Grund sollte das Fell eines Hundes möglicht regelmäßig mit Kokosöl behandelt werden, um einem Befall von Zecken wirksam vorzubeugen. Dabei ist die Anwendung und auch die Dosierung recht einfach: Bereits eine kleine Menge Kokosöl ist ausreichend. Sie wird einfach in der Hand verrieben und dann auf das Fell des Vierbeiners gestrichen. Für ein wirklich perfektes Ergebnis gegen Zecken kann zusätzlich die Haut der Tiere mit dem Öl behandelt werden.

Auch hier ist es – wie im Abschnitt „Kokosöl gegen Insekten und Ungeziefer“ – die Laurinsäure, die das Kokosöl für Hunde so wirksam macht. So wirkt die Laurinsäure zunächst wie ein natürlicher Schutzmantel: Für Zecken hat sie einen unangenehmen Geruch, die kleinen Spinnentiere halten sich fern und suchen lieber nach einem anderen Wirt. Gelangt dennoch eine Zecke auf den Hund, dann beißt sie sich in aller Regel nicht fest.

Auch Flöhe werden vom Geruch der Laurinsäure abgeschreckt. Bereits vorhandene Flöhe werden normalerweise durch Kokosöl abgetötet oder lassen sich vom Tier fallen, neue Flöhe werden sich nicht auf dem Tier niederlassen. Auch die Eier der Flöhe werden von der Laurinsäure abgetötet. Die Anwendung ist wie bei der Verwendung gegen Zecken. Es wird einfach eine kleine Menge Kokosöl in den Handflächen verrieben und dann in das Fell des Hundes eingestrichen und zur Verstärkung der Wirkung in die Haut einmassiert.

Kokosöl gegen Parasiten innerlich anwenden

Kokosöl kann gegen die verschiedensten Parasiten wie Zecken, Flöhe oder Milben auch innerlich angewendet werden, wodurch die äußere Verwendung verstärkt wird. Zudem lässt sich damit ein Wurmbefall behandeln. Hierzu wird täglich ein Teelöffel Kokosöl in das Futter des Hundes gegeben. Hunde mögen den Geruch und auch den Geschmack von Kokosöl in der Regel gern, weshalb die Verabreichung meist ohne größere Probleme möglich ist.

Kokosöl für ein gesundes Fell beim Hund

Auch wenn ein Hund nicht der Gefahr eines Parasitenbefalls ausgesetzt ist, kann die regelmäßige Anwendung von Kokosöl nicht schaden. Kokosöl trägt aufgrund seiner hochwertigen Inhaltsstoffe dazu bei, dass das Fell mehr Glanz erhält. Das Wachstum des Fells lässt sich positiv beeinflussen, stumpfe sowie spröde Stellen lassen sich bekämpfen. Das Kokosöl wird dabei mit Hilfe eines Kamms in Wuchsrichtung in das Fell eingearbeitet und so gleichmäßig verteilt.

Kokosöl für Pferde

Kokosöl ist nicht nur für die Anwendung bei Katzen und Hunden geeignet. Auch Pferde können von dem gesunden Öl der Kokosnuss sowohl als Futterzusatz sowie als Haut- und Fellpflegemittel profitieren. Für Pferde hat die Anwendung von Kokosöl die folgenden Vorteile:

  • Eine regelmäßige Zufütterung von Kokosöl kann die Darmflora und damit die Verwertung von Futter verbessern. Außerdem wird das Pferd mit vielen gesunden Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt.
  • Darmparasiten und sogar Bandwürmer werden mit Kokosöl erfolgreich bekämpft. Durch regelmäßige Kotanalysen kann überprüft werden, ob die üblicherweise zu erfolgende viertel- bis halbjährliche „chemische Keule“ gegen die Parasiten durch die Anwendung von Kokosöl im Futter ersetzt werden kann.

Durch die äußerliche Anwendung von Kokosöl können Pferde vor allem vor so genannten Ektoparasiten geschützt werden. Gerade Weidepferde sind ebenso von einem Befall mit Zecken, Läusen, Milben und auch Stechmücken und Bremsen betroffen, wie andere Haustiere. Durch die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure werden die Plagegeister effektiv und auch langfristig abgewehrt.

Gerade ältere Tiere und auch Tiere mit einem schlechten Allgemeinzustand sind schnell von einem Pilzbefall im Fell betroffen. Aufgrund seiner antifungiziden Wirkung kann Kokosöl auch hier erfolgreich Abhilfe schaffen.

Außerdem hilft Kokosöl gegen Allergien sowie Asthma aufgrund von Futterstaub. Die weit verbreitete Kriebelmücke ist für viele allergische Reaktionen bei Pferden verantwortlich. Die Folge: Es entsteht das so genannte Sommerekzem. Diese Hauterscheinung äußert sich durch quälenden Juckreiz, die Tiere scheuern sich Schweif, Mähne und Fell ab und es bilden sich großflächige Schrunden sowie kahle und nässende Stellen in der Haut.

Immer öfter wird Kokosöl mittlerweile auch verschiedenen Praxistests am Pferd unterzogen. In sehr vielen Fällen konnte eine durchaus überzeugende Wirkung festgestellt werden:

  • Anders als handelsübliche Fliegen- und Bremsen-Sprays haftet Kokosöl deutlich länger am Fell, wodurch Weidegänge und Ausritte im Sommer kein Problem mehr darstellen.
  • Scheuerstellen, Ekzeme, Entzündungen und auch Verletzungen heilen Dank Kokosöl deutlich besser und auch schneller ab, sofern das Öl jeden Tag auf die entsprechende Stelle auf der Haut aufgetragen wird.
  • Bei Ekzem-Pferden kann durch die Anwendung von Kokosöl schnell neue und geschmeidige Haut gebildet werden, auch Fell sowie Mähne und Schweif wirken deutlich gepflegter – durch die Linderung des Juckreizes kommt es weniger zum Abscheuern und so zu einer schnelleren Heilung.
  • Kokosöl eignet sich optimal zur Pflege beanspruchter Hufe. Harte Straßenbeläge, steinige Koppeln und andere feste Untergründe strapazieren das Horn der Hufe zum Teil so stark, dass diese spröde werden. Werden die Hufe regelmäßig mit Kokosöl eingerieben, bleiben sie elastisch.

Kokosöl für Nagetiere

Neben Katzen, Hunden und Pferden eignet sich Kokosöl auch für die Anwendung bei Nagetieren. Es kann dabei sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden und erfüllt dabei die gleichen Zwecke, wie bei anderen Tieren.

So sind auch Nagetiere nicht sicher, von Parasiten wie Zecken, Milben und Würmern befallen zu werden. Gerade Nagetiere, die in den Sommermonaten im Freien gehalten werden können (z. B. Kaninchen, Meerschweinchen) und auch andere Kleintiere wie Hamster oder Ratten sind immer wieder von den Plagegeistern betroffen. Endo- und Ektoparasiten befallen die Tiere gleichermaßen, wie Katzen oder Hunde. Deshalb ist ein wirksamer und möglichst natürlicher und schonender Schutz notwendig. Bei sichtbarem Befall mit Parasiten führt die Tierbesitzer der Weg zunächst zum Tierarzt. Die Kosten sind mitunter recht hoch, die verordneten Mittel nicht frei von Nebenwirkungen. Natives Kokosöl ist hier nicht nur eine günstige Alternative, sondern gesundheitlich auch absolut unbedenklich, da es keine chemischen Zusatzstoffe enthält.

Kokosöl für Nager-Fitness

Immer wieder berichten Züchter von der positiven Wirkung von naturbelassendem und kalt gepresstem Kokosöl in der Aufzucht der Kleintiere. Sie verabreichen beispielsweise trächtigen Kaninchen, Hasen und Meerschweinchen Kokosöl und können oftmals feststellen, dass der Nachwuchs meist kräftiger und auch gesunder das Licht der Welt erblickt und über eine deutlich bessere Immunabwehr verfügt. Es wird zudem davon berichtet, dass das Muttertier wesentlich mehr Muttermilch zur Verfügung stellen kann, wodurch das Wachstum der Jungtiere positiv beeinflusst wird.

Kokosöl für glänzendes und fülliges Fell

Auch Halter von Nagetieren kennen das Problem: Das Fell der kleinen Tiere wirkt trocken, stumpf und zottelig. Wie bei Katze, Hund und Pferd kann Kokosöl auch hier wahre Wunder bewirken. Je nach Größe des Tieres ist in der Regel ein halber bis ein ganzer Teelöffel Kokosöl ein- bis zweimal wöchentlich ausreichend. Dieser wird zwischen den Händen verrieben und dann in das Fell eingearbeitet.

Auch hier zeigen vor allem Erfahrungen von Züchtern, dass das Fell zumindest durch den Zusatz von Kokosöl im Futter dichter und glänzender zu werden scheint. Ein direktes Auftragen auf das Fell kann nicht nur die Fellpflege unterstützen, sondern eben auch Ungeziefer fern halten. Das Öl ist dabei besonders gut verträglich für die empfindliche Tierhaut von Nagetieren.

Kokosöl zur Stärkung der Immunabwehr

Gerade Nagetiere sind besonders gefährdet, wenn es zu kleinen Wunden durch Zecken, Flöhe, Läuse oder Milben kommt. Die Parasiten können schwere Krankheiten wie Chinaseuche, Kaninchenschnupfen, Myxomatose, Pocken oder RHD auslösen. Übertragen oder ausgelöst werden sie durch Viren und Parasiten, im schlimmsten Fall kommt es zum Tod des Tieres.

Durch die Erkrankungen wird das Immunsystem der Tiere angegriffen, die körpereigene Immunabwehr kann mitunter auch komplett zum Erliegen kommen. Neben üblichen Impfungen für Tiere kann Kokosöl als Futterzusatz und ins Fell eingearbeitet dazu beitragen, die Wundheilung zu unterstützen und Parasiten fernzuhalten. Vor allem der sehr gefürchtete und meist tödlich endende Kaninchenschnupfen soll sich Züchtern zufolge gut mit Kokosöl bekämpfen lassen, wenn es oral verabreicht wird. Gleiches gilt für die Myxomatose: Die typischen Wunden der Erkrankungen können problemlos mit Kokosöl behandelt werden, die Erreger werden bekämpft und die Heilung dadurch beschleunigt. Eine gleichzeitige Behandlung durch den Tierarzt wird jedoch durch die Anwendung von Kokosöl nicht ersetzt.

Fazit: Kokosöl ist auch für Haustiere empfehlenswert

Für Katzen, Hunde, Pferde und auch Nagetiere ist Kokosöl ein wirksames Mittel gegen Ungeziefer wie Zecken, Flöhe, Läuse und andere Parasiten. Auch zur Fellpflege und als Zusatz im Futter zur Anregung des Verdauungstraktes ist es gut geeignet.

Natürlich sollten auch Tiere ein möglichst hochwertiges, naturbelassenes Kokosöl in Bio-Qualität erhalten, um davon profitieren zu können.

Studien zu Kokosöl

Kokosöl gilt in den verschiedensten Kulturen seit vielen Jahrtausenden als Grundnahrungsmittel. Trotz eines hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren, welche eigentlich eine negative Wirkung auf die Gesundheit nachgesagt wird, besitzt das Öl der Kokosnuss auch eine Vielzahl an gesundheitsfördernden Eigenschaften. Nicht zuletzt deshalb wird Kokosöl immer wieder in diversen Studien untersucht und auf den Prüfstand genommen. Und das mit teils erstaunlichen Ergebnissen.

Die „Pukapua“-Studie (Prior-Studie)

Im Rahmen der „Pukapua“-Studie (auch als Prior-Studie bekannt) untersuchte Dr. Ian Prior bereits in den 1960er Jahren Kokosöl in Bezug auf seine Wirkung auf das Körpergewicht. Er stellte seinerzeit fest, dass die Mehrheit der etwa 2.500 Einwohner der polynesischen Inseln Pukapuka und Tokelau Idealgewicht hatte und zudem auch über eine bemerkenswerte Gesundheit verfügten. Auf dem Speiseplan der Einwohner stand neben Obst und Gemüse sowie Fleisch und Fisch auch Kokosöl. Die Inselbewohner nahmen bis zu 60 Prozent ihrer Energie in Form von gesättigten Fettsäuren zu sich – eigentlich die „Hauptverdächtigen“, wenn es um Übergewicht, hohe Blutfettwerte und in der Folge auch Herz-Kreislauf- sowie Gefäß-Erkrankungen geht.

Prior stellte fest, dass die Einwohner nicht nur frei von Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren, sondern dass auch Zahnerkrankungen wie Karies oder Parodontitis sowie Störungen des Stoffwechsels sowie Fehlfunktionen der Schilddrüse nicht auf den Inseln vorkamen. Dr. Prior untersuchte in seiner Studie unter anderem die Blutfettwerte und auch die Energiezufuhr. Im Jahr 1981 wurden die Ergebnisse der Studie im „The American Journal of Clinical Nutrition“ veröffentlicht. Zahlreiche weitere Untersuchungen und Entdeckungen zu Kokosöl uns einen Eigenschaften folgten.

Studien zu den in Kokosöl enthaltenen Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren und grundsätzlich Fettsäuren gelten eigentlich als ungesund. In diversen Studien über Kokosöl können gesättigte Fettsäuren allerdings rehabilitiert werden. Lange Zeit hatten sie den Ruf inne, Krankmacher Nummer 1 bei Zivilisationskrankheiten zu sein. Noch immer wird vom Verzehr der Fettsäuren abgeraten, denn sie tragen zu hohen Cholesterinwerten bei und können Schlaganfälle und Herzinfarkte hervorrufen. In Bezug auf die Wirkung von Kokosöl widmet sich die Wissenschaft der Problematik mittlerweile stärker und konnte bereits interessante Erkenntnisse gewinnen.

Kokosöl besteht teilweise zu mehr als 90 Prozent aus gesättigten Fettsäuren, weshalb immer wieder die Frage aufkommt, warum es eigentlich so gesund sein soll und wie es die Völker, die täglich die Kokosnuss und deren Produkte verzehren, schaffen, gesund zu bleiben.

Auch Wissenschaftler haben sich diese Frage natürlich gestellt und widmen sich seit einigen Jahren der Untersuchung der in Kokosöl enthaltenen Fettsäuren. Hauptsächlich kommen diese in tierischen Produkten wie Fleisch und Wurst sowie in Milchprodukten wie Käse, Sahne und Butter vor. Für diese Produkte gilt tatsächlich, sie nur in Maßen zu verzehren. Sie können zu koronaren Erkrankungen führen.

Bei Kokosöl hingegen handelt es sich um ein rein pflanzliches Fett, die Zusammensetzung der Fettsäuren ist gänzlich anders aufgebaut. In diesem Zusammenhang kann es hilfreich sein, sich die Frage zu stellen, warum gerade Muttermilch ab dem ersten Tag eines Babys so wertvoll und gesund ist und vor Krankheiten schützen kann, obwohl sie ebenfalls einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren enthält.

Die Wissenschaft geht nun schon seit einigen Jahren zahlreichen Spuren auf den Grund und untersucht die in Kokosöl enthaltenen Fettsäuren auf ihre Wirkung. Und immer wieder kommen erstaunliche Ergebnisse zum Vorschein: Kokosöl wird darin bestätigt, dass es gesund ist, gesund machen kann und aufgrund der besonderen Zusammensetzung der Fettsäuren einige positive Eigenschaften mit sich bringt. Die Tatsache, dass es sich um ein rein pflanzliches Öls mit mittelkettigen Fettsäuren handelt, macht Kokosöl so gesund.

Studie zu Kokosöl für die Zahngesundheit

Zahlreiche Wissenschaftler beschäftigen sich schon seit längerer Zeit mit der antibakteriellen Wirkung von Kokosöl. Seit einiger Zeit beschäftigen sie sich außerdem damit, welches Auswirkungen Kokosöl auf die Zahngesundheit hat.

In diversen Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass Kokosöl durchaus gegen Karies und auch Zahnfleischprobleme helfen kann.

So gilt das Bakterium Streptococcus mutans als Auslöser für Karies. Das Bakterium sorgt für die Verstoffwechselung der Kohlenhydrate in eine Milchsäure. Es entsteht ein saures Milieu im Mund, in dem pathogene Krankheitserreger einen hervorragenden Lebensraum für sich finden. Sie können sich rasend schnell vermehren und Entzündungen hervorrufen. In der Folge werden die Entstehung von Karies sowie der Zahnverfall beschleunigt. Das so gebildete Milieu ist auch für Mykosen im Mundraum, welche durch den Erreger Candida albicans ausgelöst werden, vorteilhaft. Es kommt zu Erkrankungen an der Mundschleimhaut, zu Zahnfleischerkrankungen und Karies. Wird das Ölziehen mit Kokosöl in die tägliche Zahnpflege eingebaut, kann derartigen Problemen leicht vorgebeugt werden.

Mehrere Studien konnten belegen, dass vor allem die in Kokosöl enthaltene, mittelkettige Laurinsäure, für ein Absterben der pathogenen Streptokokken und Candida-Pilze sorgen kann. Laurinsäure ist dazu in der Lage, in die feinen Zellmembranen einzudringen, sie aufzubrechen und die Erreger so von innen heraus abzutöten. Zudem werden das Wachstum und die Vermehrung der Bakterien gehemmt, Karies und Infektionen werden gestoppt. Die Laurinsäure hat dabei die positive Eigenschaft, nur pathogene Erreger anzugreifen. Die gesundheitsfördernden Bakterien bleiben verschont.

Eine Studie des „Athlone Institute of Technology in Irland (AIT)“ untersuchte die Wirkung verschiedener Öle. Unter den Versuchsölen konnte sich aber nur Kokosöl bewähren, als es um die Abtötung von Erregern ging, ohne dabei hilfreiche Bakterien anzugreifen.

Eine weitere Studie des „Department of Pedodontics an Preventive Dentistry Kannur Dental College in Kerala“ zeigte Fakten dazu, wie sich Ölziehen mit Kokosöl auf die Entfernung von Plaque auswirkt. Werden die Zähne mit Kokosöl umspült, lassen sich hartnäckige Beläge und sogar Zahnstein besser entfernen. Letzterer bildet sich möglicherweise auch nicht mehr neu, zudem werden die Zahnzwischenräume und Zahntaschen erreicht, wodurch eine Ansiedlung mit Bakterien verhindert werden kann.

Studien zu Kokosöl bei Erkrankungen der Haut

Im Jahr 2014 erforschten Dermatologen in Manila die Anwendung von Kokosöl bei der Behandlung der Atopischen Dermatitis. Typische Anzeichen der Erkrankung sind eine extrem trockene Haut, starker Juckreiz, Entzündungen und eine fortschreitende Verschorfung der betroffenen Stellen. Im akuten Zustand verordnen Ärzte in der Regel kortisonhaltige Salben. In zahlreichen Studien und klinischen Versuchen konnte jedoch aufgezeigt werden, dass „hausgemachte“ Seifen mit frischem nativem Kokosöl eine gute Alternative für Patienten sind. Durch deren Anwendung zeigten sich deutliche Verbesserungen. Kokosöl konnte sich dabei als Pflegemittel zur Wiederherstellung der natürlichen Schutzbarriere der Haut bewähren. Diese wird bei der Atoptischen Dermatitis deutlich geschädigt und auch die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu speichern, geht dauerhaft verloren.

In der philippinischen Studie wurde natives Kokosöl mit einer bestimmten Mineralöl-Aufbereitung (SCORAD) in der Anwendung bei Kindern verglichen. Auf Kokosöl sprachen dabei fast 50 Prozent der kleinen Patienten an. Es kam zu einer nachhaltigen Verbesserung der Symptome.

Bereits im Jahr 2008 beschäftigte sich das Team eines Hautforschungs-Instituts auf den Philippinen mit der Behandlung der Atopischen Dermatitis unter Zuhilfenahme von Kokosöl. Da die für diese Erkrankung typische trockene Haut für einen Bakterienbefall durch Staphylococcus aureus besonders anfällig ist, kommt es schnell zu langwierigen Entzündungen. Da Kokosöl sich generell als wirksam gegen Viren, Bakterien und Pilze erwiesen hat, kann die ohnehin angegriffene Haut nicht so leicht besiedelt werden.

Studie zur Wirkung von Kokosöl bei Alzheimer und Demenz

Eigentlich war es eher eine zufällige Entdeckung, als eine Studie: Die Ärztin Dr. Mary Newport behandelte ihren Mann, der an Alzheimer erkrankte, mit Kokosöl. Sie dokumentierte die Erfolge und konnte herausfinden, dass Alzheimer mit einer Aufnahmestörung von Glukose in den Gehirnzellen einhergeht. Mit der Zeit verlieren diese ihre Funktionsfähigkeit, im fortgeschrittenen Stadium kommt es sogar zu einem Absterben. Ketone, welche in der Leber produziert werden, gelten als ein Gegenmittel. Für die Bildung der Ketone werden als Ausgangsstoffe mittelkettige Triglyceride benötigt – und diese kommen in großer Menge in Kokosöl vor.

Bei ihrem Mann konnte Dr. Newport feststellen, dass es zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome kam, nachdem über mehrere Wochen und Monate regelmäßig Kokosöl eingenommen wurde.

Hochkonzentrierte Ketone können jedoch nicht in ausreichender Menge hergestellt werden. Aus diesem Grund ist ein reines, natives und vor allen unhydriertes Kokosöl eine wirksame Quelle für das „natürliche Heilmittel“.

Im Rahmen einer Untersuchung durch ein australisch-neuseeländisches Wissenschaftlerteam aus dem Jahr 2015 konnten die beschriebenen Eigenschaften von Kokosöl bestätigt werden. Das Team bescheinigte dem Öl dabei noch weitere positive Eigenschaften, welche die Entstehung von Alzheimer verhindern könnten. Zudem ist denkbar, dass Kokosöl in Zukunft auch bei Erkrankungen wie Parkinson, Epilepsie, ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), einige Formen der Demenz, Autismus und Schizophrenie zum Einsatz kommen könnte.

Studien zur Auswirkung von Kokosöl auf das Herz-Kreislauf-System

Oxidativer Stress gilt für das Herz den Menschen als pures Gift. Eine große Anzahl an kardiovaskulären Erkrankungen (Herz-Kreislauf-Erkrankungen) lässt sich auf oxidativen Stress zurückführen. Er spielt bei der Entstehung von Infarkten eine große Rolle. Deshalb sollte oxidativer Stress möglichst vermieden oder mindestens eingedämmt werden.

Die Bildung freier Radikale bewirkt die Entstehung von oxidativem Stress. Freie Radikale greifen die Herz-Mitochondrien (die „Motoren der Herzzellen“) an. Betroffen ist aber nicht nur das Herz, sondern der gesamte Organismus. Durch den Angriff freier Radikale leidet jede einzelne Zelle im Körper. In einer 16 Wochen andauernden Studie zeigte sich, dass die in Kokosöl enthaltenen gesättigten Fettsäuren einen Schutz für die Körperzellen gegen freie Radikale darstellen. Während der Studie kamen neben Kokosöl mit gesättigten Fettsäuren auch Olivenöl (einfach ungesättigte Fettsäuren) und Fischöl (mehrfach ungesättigte Fettsäuren) zum Einsatz und es wurde an Tieren getestet, welches der Öle den besten Schutz für die Mitochondrien liefert. Verglichen mit den Tieren, welche mit Oliven- und Fischöl gefüttert wurden, zeigten die Mitochondrien bei den Tieren, welche Kokosöl erhielten, eine niedrige Konzentration an oxidierten Proteinen und Fetten.

Im Rahmen der so genannten „Kitava-Studie“, welche an der University of Lund in Schweden (Associate Professor of Family Medicine at the Department oft Medicine) durchgeführt wurde, sollte der Frage auf den Grund gegangen werden, inwiefern die Menschen in der Steinzeit möglicherweise gesünder lebten, als es heute in der westlichen Welt der Fall ist. Bei den Untersuchungen ging Professor Dr. Staffan Lindeberg dem Geheimnis des Stammes der Kitava in Papua-Neuguinea auf die Spur, welcher sich noch wie in der Steinzeit ernährt.

Von der Studie waren die 2.300 Einwohner des Kitava-Volkes und weitere 23.000 Einwohner der umliegenden Inseln erfasst. Das Ergebnis war für Prof. Dr. Lindeberg verblüffend: Von kardiovaskulären Erkrankungen war niemand betroffen. Selbst die älteren Bewohner mit einem stolzen Alter von 95 Jahren waren nie von Herz-Kreislauf-Problemen betroffen. Zudem gab es keine Krankheiten wie Alzheimer oder Krebs.

In den weiteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass die Menschen die Kokosnuss als Hauptnahrungsmittel verwendeten, ebenso wie die daraus produzierten Erzeugnisse wie Kokosöl, Kokosmus oder Kokosmilch. Demnach stammt der Großteil der gewonnenen Energie aus gesättigten Fettsäuren, welche hierzulande immer noch als ungesund angesehen werden.

Es lässt sich angesichts der Studie darauf schließen, dass die fettreiche Kokosnuss und das aus ihr gewonnene Kokosöl durchaus zu einem gesunden und langen Leben beitragen kann.

Doch Kokosöl kann noch mehr. So beschränkt sich der Zellschutz nicht nur auf die Mitochondrien im Herzen. Wie schon erwähnt, wird jede einzelne Zelle im Körper geschützt. Gerade ein Kokosöl in Rohkostqualität ist reich an Antioxidantien, welche den Zellschutz fördern.

Grundsätzlich sollten bei akuten und auch schweren Herzproblemen immer ein Arzt aufgesucht werden. Auch ein leichtes Herzstechen sollte ärztlich abgeklärt werden, denn Herz-Kreislauf-Probleme müssen ernst genommen werden.

Kokosöl hat aber eine durchaus vorbeugende Wirkung für die Herzgesundheit. Und vorbeugen ist immer besser, als heilen.

Studien zu Kokosöl und seinem Einfluss auf die Cholesterinwerte

Mittlerweile können Studien zu einer Rehabilitation der gesättigten Fettsäuren beitragen. Eigentlich wurden dabei lediglich Untersuchungen zur Wirkung von Kokosöl auf die Cholesterinwerte durchgeführt.

Schon seit einiger Zeit beschäftigen sich verschiedenste Studien mit der Wirkung der Fettsäuren auf den Cholesterinwert. Kokosöl hat dabei noch immer einen recht schlechten Ruf, wenn es um seine Wirkung auf die Gesundheit geht. Schuld tragen dabei vor allem die gesättigten Fettsäuren, die Kokosöl enthält. Sie stehen im Verdacht, den Cholesterinspiegel zu erhöhen und damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu begünstigen. Eingehende Studien konnten jedoch dazu beitragen, dass Kokosöl in ein positives Licht gerückt werden konnte.

Ganz von der Hand zu weisen ist es natürlich nicht. Tatsächlich steigt der Cholesterinspiegel im Blut durch die Einnahme von Kokosöl. Jedoch handelt es sich dabei um eine Erhöhung des „guten“ HDL-Cholesterins, welches aufgrund der Laurinsäure steigt. Dabei ist Cholesterin sogar wichtig. So ist es in der richtigen Menge für die körpereigene Bildung von Vitamin D sowie Hormonen und Gallensäure von Bedeutung. Gesättigte Fettsäuren sind dabei ein Grundbaustein des Menschen und gelten in den einzelnen Körperzellen als Bausubstanz sowie „Treibstoff“. Cholesterin gilt somit als essentiell.

Vermieden werden sollten allerdings die schädlichen Transfettsäuren, welche vor allem bei der industriellen Härtung pflanzlicher Öle entstehen. Sie finden sich meist in frittierten Produkten wie Pommes, Kartoffelchips und Fertigbackwaren sowie anderen Fertigprodukten und sorgen für einen Anstieg des „schlechten“ LDL-Cholesterins.

Wissenschaftliche Studien zeigen inzwischen immer wieder, dass gesättigte Fettsäuren zwar zu einem Anstieg des Cholesterinspiegels führen, aber keine vermehrten Schlaganfälle oder Herzinfarkte verursachen können.

Grundsätzlich bleibt noch ungeklärt, ob sich der Cholesterinspiegel nach der Einnahme von gesättigten Fettsäuren direkt erhöht. Dazu sind unterschiedliche Einflussfaktoren notwendig. So wirkt sich sehr wahrscheinlich die gleichzeitige Einnahme von zucker- und auch stärkehaltigen Lebensmitteln negativ aus. Wird die Zufuhr von Kohlenhydraten und Zucker verringert, lässt sich in der Regel kein negativer Einfluss auf die Cholesterinwerte feststellen.

Eine bekannte Studie zur Wirkung von Kokosöl auf den Cholesterinwert ist die Tokelau-Migrantenstudie, die über einen Zeitraum von 14 Jahren durchgeführt wurde und auch sehr umfangreich dokumentiert ist. Jahrelange Aufzeichnungen zeigen, dass die Einnehme von gesättigten und mittelkettigen Fettsäuren aus der Kokosnuss nicht mit dem Anstieg des Cholesterinspiegels im Blut in Verbindung gebracht werden können.

Studien zur Wirkung von Kokosöl gegen Candida-Erreger

Immer wieder hört und liest man davon, dass sich mit Hilfe von Kokosöl Candida-Erreger aufhalten lassen können. Um einen Nachweis zu erbringen, beschäftigen sich Wissenschaftler mit dieser Thematik schon eine längere Zeit.

So wurde im Jahr 2007 im „Journal of Medicinal Food“ eine Studie veröffentlicht, welches besagt, dass natives Kokosöl in reinster Form zu 100 Prozent klinisch gegen Hefe- sowie Pilzstämme wie Candida Albicans wirken kann (z. B. Auslöser für Fußpilz).
In afrikanischen Untersuchungen klinischer Candida-Keime konnte im Labor festgestellt werden, dass ein naturbelassenes und kalt gepresstes Kokosöl in seiner Wirkung mit dem üblicherweise eingesetzten Fluconazol verglichen werden kann.
Kokosöl ist dabei natürlich wesentlich besser verträglich und zeigt auch mit anderen Arzneimitteln keine Wechselwirkungen. Auch Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Gerade Candida-Pilze, welche resistent gegen Medikamente sind, kann Kokosöl eine sinnvolle Alternative sein.

Belegt wird dies auch durch eine Studie des „Institus der Biologie an der Universität Island“. Aus ihr geht hervor, dass die enthaltenen Fettsäuren in Kokosöl gegen drei Candida-Albicans-Erregerstämme gewirkt und diese abgetötet haben. Bereits nach einer kurzen Inkubationszeit konnte dabei die Zerstörung der Grundsubstanz der Erreger festgestellt werden.

Studien zur Wirkung von Kokosöl gegen Krebs

Noch recht „jungfräulich“ sind Untersuchungen zur Wirkung von Kokosöl gegen Krebs. Eine Studie der „University of Adelaide (Australien)“ besagt, dass die in Kokosöl enthaltenen Wirkstoffe zur Abtötung von Darmkrebszellen beitragen können. Im „Coconut Research Center (US-Bundesstaat Colorado)“ wird zudem gezielt an der Wirkung von Kokosöl gegen Krebs geforscht.

Auch wenn noch viele Forschungen notwendig sind, sind die ersten Ergebnisse durchaus vielversprechend. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Pharmaindustrie keinen Anlass für eine Forschung mit Kokosöl sieht, denn rein pflanzliche Produkte können nicht patentiert werden – vor allem, wenn medizinische Erfolge möglich sind, wird die Pharmaindustrie keine Gelder in die Forschung stecken.

Forschungen des „Coconut Research Center (CRC)“ unter der Leitung von Ernährungswissenschaftler und Naturheilkundler Dr. Bruce Fife zeigen jedoch auf, dass Kokosöl das Wachstum von Krebszellen bei Tieren stoppte. Diese Ergebnisse machen natürlich Hoffnung, wenn es um die Behandlung von Krebspatienten geht. Vom „Amerikanischen Institut für Krebsforschung (AICR) wird jedoch vor Kokosöl als mögliches Heilmittel gewarnt, denn auch wenn Selen den Alterungsprozess menschlicher Zellen verlangsamt, bedeutet es nicht, dass Kokosöl gegen Krebs hilft.

Die „University of Adelaide (Australien)“ zeigte im Rahmen von Forschungsarbeiten, dass Kokosöl sich positiv auf Darmkrebszellen auswirken kann. Bereits nach zwei Tagen konnte ein Absterben von 90 Prozent der Zellen festgestellt werden. Allerdings erfolgten die Untersuchungen nicht an lebenden Organismen, sondern unter hermetischen Bedingungen in der Petrischale. Das Ergebnis verspricht dennoch Erfolg.

Wenngleich noch immer sehr viel Forschungsarbeit auf dem Gebiet notwendig ist, scheint etwas klar zu sein: Nebenwirkungen einer Krebsbehandlung können mit Kokosöl möglicherweise eingedämmt werden. Oft werden Krebspatienten entweder mit einer an eine Operation anschließenden Bestrahlung oder Chemotherapie behandelt. Der Körper wird geschwächt und ist für Nebenwirkungen deutlich anfälliger. Dank der antimikrobiell wirkenden Inhaltsstoffe kann Kokosöl das Immunsystem stärken. Nebenwirkungen lassen sich so verringern, das allgemeine Wohlbefinden wird wieder verbessert.

Studien zu Kokosöl als Zeckenschutzmittel

Im Rahmen einer Studie an der „FU Berlin (Hilker, Kahl, Dautel)“ zeigte sich, dass Zecken Laurinsäure nicht mögen. In einem nativen und schonend kalt gepressten Kokosöl ist diese mittelkettige Fettsäure zu etwa 50 Prozent enthalten.

Konkrete Labor-Tests zeigen, dass etwa 80 bis 100 Prozent der Versuchszecken schon bei einer zehnprozentigen Laurinsäure-Lösung das Weite suchten und eine damit behandelte Fläche mieden. Auch nach dem Auftragen auf die Haut wurden fast 90 Prozent der Zecken fern gehalten und ließen – sofern sie sich doch festbeißen wollten – schnell vom Wirt ab und verzichteten auf ihre Blutmahlzeit.

Laurinsäure zeigte in den Tests dabei eine Wirkungsdauer von etwa sechs Stunden, was deutlich länger ist, als bei herkömmlichen Anti-Zeckenmitteln. Zudem ist das Kokosöl frei von Nebenwirkungen und kann deshalb auch auf der Haut gelassen werden. Es ist rein natürlich und dadurch auch für empfindliche Haut als Zeckenschutz bestens geeignet.

Kokoswasser und Kokosmilch – Getränke mit Gesundheitswert

Jeder, der schon einmal im fernen Süden Urlaub gemacht hat, kennt es: Kokoswasser und Kokosmilch. Beide Getränke sind durchaus gesund. Oft werden sie miteinander verwechselt, allerdings handelt es sich dabei um zwei völlig unterschiedliche Getränke.

Bei Kokoswasser handelt es sich um die Flüssigkeit, welche sich in der grünen Kokosnuss befindet. Eine Nuss enthält umso mehr Wasser, je frischer sie ist. So kann eine Kokosnuss bis zu einen Liter Kokoswasser liefern. Und in diesem Wasser stecken auch noch wichtige Vitamine und Mineralstoffe zur Förderung der Gesundheit. Außerdem ist Kokoswasser sehr bekömmlich und wurde im Zweiten Weltkrieg den Schwerverletzten intravenös verabreicht, um die Überlebenschance zu erhöhen.

Kokosmilch hingegen ist nicht mit Kokoswasser gleichzusetzen. Sie ist zwar genauso gesund, bekömmlich und zudem lactosefrei, wird aber aus dem weißen Fruchtfleisch der Kokosnuss hergestellt. Dabei wird das Fruchtfleisch aus der aufgeschlagenen Nuss heraus geschabt und mit etwas warmem Wasser in einem Mixer gegeben und gründlich gemixt. Durch das Auspressen dieser Mischung wird Kokosmilch gewonnen, welche dickflüssiger als Kokoswasser ist. Aus dieser Milch lässt sich außerdem Kokossahne gewinnen, wenn sich der Fettanteil nach etwa einem Tag oben absetzt. In den tropischen Regionen gilt auch Kokosmilch seit langer Zeit als Grundnahrungsmittel.

Kokosblütenzucker und Kokosblütensirup – Natürliche Süßungsmittel

Sowohl Kokosblütenzucker als auch Kokosblütensirup gelten als gesunde und vor allem natürliche Süßungsmittel. Sowohl Zucker als auch Sirup weisen einen niedrigen glykämischen Index von 35 auf und bringen zudem eine Menge an Nährstoffen wie Vitamine, Mineralstoffe und natürliche Antioxidantien mit.

Kokosblütenzucker und auch Kokosblütensirup werden in aufwendigen Verfahren erzeugt und gelten deshalb als Rarität. Beide Produkte sind absolut rein und eignen sich hervorragend zur Anwendung beim Kochen und Backen. Kokosblütenzucker wird in Handarbeit hergestellt. Die Kokosblüten werden hierzu angeschnitten und ihr Saft aufgefangen. Über offenem Feuer wird dieser Saft unter ständigem Rühren zunächst zu einem Sirup eingekocht. Sobald er kristallisiert und die typische Zuckerkörnung bekommt, ist der Kokosblütenzucker fertig. Aus der Herstellung von Kokosblütenzucker lässt sich natürlich ableiten, wie Kokosblütensirup gewonnen wird, denn er ist sozusagen die Vorstufe des Zuckers.

Kokosmehl und Kokoschips für die Küche

Kokosmehl und auch Kokoschips eignen sich hervorragend für den Einsatz in der Küche.

Kokosmehl hat herkömmlichem Mehl gegenüber einige Vorteile zu bieten: Es enthält eine Vielzahl an gesunden Nährstoffen und ist von Natur aus glutenfrei und somit auch für Menschen mit Zöliakie geeignet. Es kann zum Backen und auch zum Kochen verwendet werden und verleiht Speisen eine besondere Note.

Und auch Kokoschips sind gut für den Einsatz in der Küche geeignet. Nicht nur, dass sie einen süßen und vor allem gesunden Snack für den Fernsehabend darstellen, sie können auch Desserts, Müsli, Joghurt und Obstsalaten mehr Pepp verleihen. Kokoschips sind dabei knusprig und werden in der Regel mit Kokosblütenzucker karamellisiert.

Kokosprodukte – Besondere Geschenke der Natur

Ganz gleich ob Kokosöl, Kokoswasser, Kokosmilch, Kokosmehl, Kokosblütenzucker und –sirup oder Kokoschips: Die Kokosnuss liefert eine Vielzahl an gesunden und leckeren Produkten, die sich positiv auf den Organismus auswirken. Allen voran natürlich das Kokosöl, welche viele positive Wirkungen auf den Körper hat. Dank der idealen Zusammensetzung der Inhaltsstoffe kann es den Stoffwechsel ankurbeln, die Haut schützen und aufgrund der antibakteriellen Wirkung auch viele Parasiten bekämpfen und sogar schwere Krankheiten lindern und ihnen vorbeugen. Kokosöl ist dabei eine sanfte Alternative zu medizinischen Produkten und zeigt keine Nebenwirkungen. Deshalb lässt sich auch problemlos sagen, dass Kokosöl durchaus gesund ist und als „Geschenk der Natur“ gesehen werden kann.

Kokosöl kaufen – Worauf muss geachtet werden?

In seiner puren Form gilt Kokosöl als Allround-Talent gegen Erkrankungen und für die Pflege von Haut und Haar. Auch Tiere können davon profitieren. Angewendet werden kann es sowohl innerlich als auch äußerlich. Zur optimalen Entfaltung seiner Wirkung ist es jedoch wichtig, einige Dinge beim Kauf von Kokosöl zu beachten.

Verbraucher sollten immer zu einem absolut naturbelassenen, reinen Kokosöl greifen. Sinnvoll ist es zudem, ein Öl zu verwenden, welches in Bio-Qualität verkauft wird.

Woran lässt sich ein hervorragendes Kokosöl erkennen?

Bereits die Bezeichnung „Bio“ sagt aus, dass es sich dabei um ein Kokosöl in hochwertiger Qualität handelt, welches in schonender Kaltpressung hergestellt wurde. Dabei werden ausschließlich Kokosnüsse aus kontrolliert biologischem Anbau verwendet. Aber was sagt „biologischer Anbau“ überhaupt aus?

Biologischer Anbau von Kokosöl bedeutet:

  • Produkte werden auf der Grundlage von möglichst Natur schonenden Methoden sowie unter Berücksichtigung bestimmter Erkenntnisse des Umweltschutzes und der Ökologie hergestellt.
  • Auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie Mineraldünger und Gentechnik wird verzichtet.
  • Bei der Erzeugung eines Produkts werden keine Geschmacksverstärker, künstliche Aromen sowie Farb- und Konservierungsstoffe zugesetzt.

Warum sollte Bio-Kokosöl gekauft werden?

Stellt sich die Frage, welches Kokosöl eigentlich das Beste ist, dann kommt immer wieder auch die Frage auf, warum es gerade ein Bio-Kokosöl sein sollte. Immerhin ist ein naturbelassenes Bio-Kokosöl preislich teurer, als ein herkömmliches Kokosöl.

Die Antwort ist eigentlich recht einfach: Es trägt zur Schonung der Umwelt bei. Bei der Herstellung von Kokosöl in Bio-Qualität wird auf ein nachhaltiges Wirtschaften geachtet, bei dem der Natur zwar etwas entnommen, ihr aber gleichzeitig auch etwas zurückgegeben wird. Anders ist es beim konventionellen Anbau, bei dem mit der Natur Raubbau betrieben wird – die Böden werden ausgebeutet, eine Bewirtschaftung ist in der Regel nicht mehr möglich. Das ist vor allem bei Kokospalmen in den vergangenen Jahren zum Problem geworden. Um dies zu verhindern, sollte möglichst zu Bio-Kokosöl gegriffen werden. So tun Anwender nicht nur sich, sondern auch ihrer Gesundheit etwas Gutes.

Wo ist Bio-Kokosöl erhältlich?

Bio-Kokosöl ist vor allem in Bio-Läden oder auch Reformhäusern erhältlich. Mittlerweile findet es sich aber auch in Drogerien wie Rossmann oder DM sowie in gut sortierten, großen Supermärkten. Auch im Internet kann Kokosöl in Bio-Qualität gekauft werden.

Doch ganz gleich, wo das Öl gekauft wird – es sollte darauf geachtet werden, dass es ein anerkanntes Siegel von einem deutschen oder auch europäischen Bio-Verband (z. B. Bioland-Symbol, Demeter, Naturland-Verband) trägt. Gerade in kleineren Geschäften finden sich immer wieder Kokosöle, welche zwar in Bio-Qualität angeboten werden, bei denen aber nicht nachvollziehbar ist, ob es tatsächlich entsprechend den Vorgaben hergestellt wurde.

Die verschiedenen Bezeichnungen von Kokosöl – Was bedeuten sie?

Wer Kokosöl kaufen möchte, trifft immer wieder auf verschiedenste Bezeichnungen, die mitunter auch verwirrend sein können. Gelesen haben sie vermutlich alle schon einmal, was sie jedoch bedeuten, weiß noch nicht jeder: nativ, virgin, extra virgin oder RAW – was hat es damit auf sich?

Zunächst liest man eigentlich auf den meisten Kokosölen, dass es sich dabei um ein „natives“ Öl handelt. Wer Kokosöl kaufen möchte, sollte darauf auf jeden Fall achten. Es handelt sich dabei um ein absolut naturbelassenes Öl, welches frei von jeglichen Zusätzen ist. Es wird in schonender Kaltpressung hergestellt und weder gehärtet noch gebleicht, denn dadurch gehen wichtige Inhaltsstoffe verloren.

Weiterhin gibt es Kokosöle mit der Bezeichnung virgin oder auch extra virgin. Der Begriff „Virgin Cononut Oil (VCO)“ bezeichnet damit auch native, kaltgepresste Öle. Es handelt sich lediglich um die englische Bezeichnung für das Produkt. Mittlerweile ist vereinzelt aber auch „extra virgin“ aufgedruckt. Bei Kokosöl hat dies jedoch keinerlei Aussagekraft. Die Bezeichnung spielt eigentlich nur bei Olivenöl eine Rolle, denn hiermit wird der Säuregehalt angegeben. Ein „extra virgin“ Olivenöl gilt als besonders hochwertig. Bei Kokosöl wird die Bezeichnung eher aus Marketingzwecken verwendet.

 

Für Kokosöl ist allerdings die Bezeichnung „RAW“ nicht ganz unerheblich. Dabei handelt es sich um ein Öl in Rohkostqualität. Dabei handelt es sich um besonders wertvolle Öle. Diese Bezeichnung darf ein Kokosöl nur tragen, wenn weder die Rohstoffe noch das Öl vor, während und nach der Verarbeitung einer Temperatur von mehr als 42 ° Celsius ausgesetzt werden. In einem solchen Kokosöl sind noch alle Nährstoffe enthalten, die von Natur aus vorhanden sind.

Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen

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