SchöllkrautDas Schöllkraut erreicht eine Höhe von bis zu 75 cm, in Ausnahmefällen kann Schöllkraut über 100 cm hoch wachsen, die Pflanze überdauert nur selten mehr als zwei Jahre. Schöllkraut besitzt eine flache Wurzelbildung und besteht aus einem dichten Netz von gelblich braunen Wurzelhaaren. Diese Wurzelhaare entspringen dem dunkelbraunen Rhizom, einer unter der Erde stark verdickten Sprossachse.

Vor allem die fast nierenförmigen Blätter vom Schöllkraut sind sehr auffallend. Die untere Seite dieser Krautblätter ist mit Drüsenhaaren besetzt. Angeordnet sind die Blätter vom Schöllkraut wechselseitig am Stängel. Der Stiel vom Schöllkraut ist mit feinen Milchröhren durchsetzt, angeritzt fließt gelblicher Milchsaft aus dem Schöllkraut. Dieser Saft ist durch seine ätzende Wirkung leicht giftig und kann bei empfindlicher Haut zu Ausschlägen führen.

In der Blütezeit, die Mitte Mai bis Anfang Oktober ist, bildet das Schöllkraut optisch auffällig ansehliche goldgelbe Blüten. Das Aussehen und die Farbe vom Schöllkraut sehen dem Echten Johanniskraut täuschend ähnlich.

Geschichte Schöllkraut

Bereits Dioskundes erwähnte das Schöllkraut und seine gesundheitlichen positiven Eigenschaften. Der griechische Arzt berichtete, dass mit dem Eintreffen der Schwalben das Schöllkraut zu blühen beginne. Auch betonte er, dass mit dem Abzug der Zugvögel diese (Schöllkraut) auch verblühe. Damit ist auch verständlich, die griechische Erklärung chelidon (Schwalbe), erklärbar. Der griechische Arzt empfiehlt Schöllkraut bei Beschwerden wie Sehschwäche, Gelbsucht und Ausschlägen auf der Haut.
Auch im späteren Mittelalter, in der Klosterheilkunde wurde das Schöllkraut sehr geschätzt und verwendet. Selbst die berühmte “Hildegard von Bingen” empfiehlt die Verwendung von Schöllkraut bei Sehschwäche und bei bestimmten Erkrankungen der Leber.
Mönche und Ärzte der damaligen Zeit setzten Schöllkraut zur Behandlung bei Hautausschlägen, Geschwüren, Koliken und Gelbsucht ein.

Obwohl das Schöllkraut bei vielen Beschwerden erfolgreich angewendet wurde, stand der Einsatz von Schöllkraut bei Augenkrankheiten an erster Stelle.

Herkunft und Anbau von Schöllkraut

Das Schöllkraut ist verwandt mit dem Mohn und gehört zur Familie der Mohngewächse. Es gedeiht an Mauern, Wegrändern seinen. Die bis zu 1 m hohe Pflanze ist in Europa und Mittelasien beheimatet, aber auch in Nordamerika ist sie anzutreffen.

Inhaltsstoffe Schöllkraut

In der Medizin werden die über der Erde wachsenden Pflanzenteile vom Schöllkraut angewendet. Im Mittelalter wurde auch die Wurzel bei Beschwerden verwendet, sie spielt heute allerdings nur noch bei industriell produzierten Extrakten eine Rolle. Die wertvollsten Inhaltsstoffe vom Schöllkraut sind Alkaloide. Diese Inhaltsstoffe besitzen einen krampflösenden Effekt der sich günstig auf die Verdauungsorgane auswirkt. Zudem werden entzündungshemmende, den Gallenfluss anregende und leicht schmerzlindernde Eigenschaften beschrieben.

Anwendungsgebiete Schöllkraut

Wissenschaftlich anerkannt ist der Einsatz von Schöllkraut wenn krampfartige Beschwerden der Gallenwege und des Darms vorliegen. Äußerlich wird der Milchsaft vom Schöllkraut gegen Warzen verwendet, daher auch der frühere Name“ Warzenkraut“.
Es gibt diesbezüglich sogar eine naturwissenschaftliche Erklärung, eines der Alkaloide hemmt das Zellwachstum. Auch spielt bei der Virenhemmung der Eiweiß spaltende Effekt der Enzyme eine bedeutende Rolle.

Schöllkraut gehörte lange Zeit zu Bestandteilen von Leber- und Gallentees. Leider verliert die getrocknete Pflanze schnell ihre Wirkung, somit ist der Einsatz von Tees weniger erfolgreich. Vorteilhafter ist die Anwendung von Fertigpräparaten wie Kapseln, Tabletten und Tropfen.

Innerlich sollte Schöllkraut nicht angewendet werden bei Leber-und Gallenentzündung. Schöllkraut sollte nicht länger als vier Wochen angewendet werden. Bei übermäßiger Dosierung von Schöllkraut kann es zu Anzeichen von Gelbsucht kommen.

Studien über Schöllkraut

Mehrere Tests und Studien haben die Wirksamkeit von Schöllkraut bewiesen.
Zu den erfolgreichsten Präparaten zählen Schöllkraut Tinkturen. Diese Art Schöllkraut besteht aus kornfreiem Alkohol mit einem prozentualen Gehalt von mehr als 30 % und gefiltertem Wasser. Dieses Produkt ist auch für Veganer gut verwendbar. Anwender setzen die Schöllkraut Tinktur vor allem bei Warzen ein. Allerdings ist eine längere Anwendung vonnöten, bis sich positive Ergebnisse einstellen. Letztendlich, bei richtiger Anwendung vorausgesetzt, verschwinden die Warzen.

Schöllkraut kommt auch als sogenannte Warzenkrautcreme auf dem Markt. Die Creme hilft gegen Verhornung der Haut, ein weiterer Bestandteil neben Schöllkraut ist auch Knoblauchöl. Hier handelt es sich um ein 100 % natürliches Produkt, das ohne Konservierungsstoffe und Tierversuche hergestellt wird. Zahlreiche Kunden sind von der Wirksamkeit gegen Warzen überzeugt, nachteilig allerdings der hohe Preis und der Geruch nach Knoblauch.

Die meisten Verwender von Schöllkraut konsumieren Schöllkraut in Form von Kapseln. Da es sich bei den meisten Produkten um ein Produkt zugelassen für den deutschen Markt handelt, ist von einer hohen Qualität auszugehen. Kunden sind sowohl von der Qualität als auch von der Natürlichkeit von Schöllkraut Produkten überzeugt.

Bei welchen Beschwerden sollte man Schöllkraut kaufen und anwenden

Vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden sollte Schöllkraut verwendet werden. Es sorgt dafür, dass die Beweglichkeit des Wagens in Schwung kommt, somit wird für eine reibungslose Verdauung gesorgt. Außerdem enthält das Schöllkraut Bitterstoffe und Alkaloide, diese wirken bei Krämpfen und Schmerzen im Bereich von Galle und Magen beruhigend und krampflösend. Außerdem wird dem Schöllkraut eine entzündungshemmende Wirkung bescheinigt.

Schöllkraut in der Homöopathie

In der Homöopathie wird aus der Wurzel vom Schöllkraut die Urtinktur hergestellt. Diese bringt Linderung bei Beschwerden von Galle und Leber. Früher und auch heutzutage verwendet man den Saft aus der Pflanze um damit Warzen zu behandeln. Das Schöllkraut entfaltet eine positive Wirkung auf die Zellteilung und verhindert damit weiteres Wachstum der Warzen. was letztendlich zur Abheilung führt.
Meistens wurde das° Schöllkraut zur Pflege der Haut verwendet. Bei winzigen Pusteln, Entzündungen, aber auch bei Zahnschmerzen und Schmerzen während der Geburt wurde Schöllkraut verwendet
Heutzutage gibt es immer noch zahlreiche Cremes und Salben mit einem Anteil von Schöllkraut. In der Augenheilkunde wurde Schöllkraut über einen langen Zeitraum hinweg angewendet. Im Mittelalter bei roten Augen und zunehmender Erblindung. Heutzutage wird Schöllkraut vor allem bei Beschwerden wie Magenkrämpfen, Reizdarm, Warzen, Herpes, Ekzeme und Entzündung der Leber verwendet.

Wirkung der Inhaltsstoffe

Im Schöllkraut stecken überwiegend Alkaloide, Flavonoide und ätherische Öle zudem findet man im Schöllkraut Säuren wie Zitronen –, Apfel – und Kaffeesäure.
Laut einer in Polen durchgeführten Studie, sorgen diese Inhaltsstoffe für die Heilwirkung. In dieser Studie wurden vor allem die krampflösende und entzündungshemmende Wirkung, aber auch die antimikrobiellen Eigenschaften von Schöllkraut nachgewiesen.

Anwendung von Schöllkraut

Damit das Schöllkraut seine heilende Wirkung bestens entfalten kann, sollte man die jeweils für sich beste Anwendungsform benutzen.

Bei Hautbeschwerden haben sich vor allem Salben und Cremes bewährt, bei Augen-und Hautbeschwerden ist eine Anwendung der Tinktur empfehlenswert. Magenkrämpfe und Leberbeschwerden behandelt man am besten mit Tropfen, Verdauungsbeschwerden in Form von Tee.

Nebenwirkungen durch Schöllkraut

Nicht nur die positive Wirkung von Schöllkraut ist bekannt, auftretende Nebenwirkungen sollen ebenfalls nicht unterschätzt werden. Vor allem der Milchsaft von
Schöllkraut kann für Meerschweinchen, Katzen und Hunde gefährlich werden, wenn er ins Futter oder auf Wunden kommt.
Bei direktem Kontakt im Mund bilden sich Blasen, weiters Magenschmerzen, Durchfall und Erbrechen.
Da sich Schöllkraut auch negativ auf die Leber auswirken kann, sollte es nie über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen werden.
Wenn Schwangere Schöllkraut anwenden berichten diese oft über Beschwerden wie Sodbrennen oder Magenkrämpfe.
Da die Pflanze zu erhöhten Leberwerten führen kann, ist ein Konsum insbesondere während der Schwangerschaft nicht empfehlenswert.

Bezugsquellen und Kosten

Schöllkraut gibt es in den verschiedensten Formen im Handel,sie werden zum Verkauf in Form von Kapseln und Tinkturen angeboten. Erhältlich ist Schöllkraut in Apotheken, Reformhäusern und Drogeriemärkten. In vielen bekannten Produkten wie Hildegard von Bingen oder Doktor Böhm ist Schöllkraut enthalten. Tinkturen kosten in der Regel zwischen zwölf und 18 €, Cremes und Salben um die zehn Euro, Kapseln ab 20 €.

Typen von Schöllkraut

Wer ein Produkt mit Schöllkraut erwerben möchte, kann unter unterschiedlichen Präparaten abwägen. Oft angewendet werden Schöllkraut Creme, Schöllkraut Tinktur und Schöllkraut Kapseln.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Präparate

Schöllkraut Cremes gibt es zahlreiche auf dem Markt. Je nachdem, wofür die Schöllkraut Creme eingesetzt werden soll, ist es wichtig ob ein hoher oder niedriger Anteil von Schöllkraut in der Creme enthalten ist. Möchte man unter anderem Warzen behandeln, ist eine spezielle Warzen Cream ratsam, diese besitzt einen hohen Anteil an Schöllkraut. Ist der Anteil an Schöllkraut geringer, eignen sich diese Salben besser für eine langfristige Verwendung. Vorteilhaft erweisen sich Schöllkraut Cremes zur äußerlichen Anwendung gegen Ekzeme, kleine Wunden und Irritationen. Der einzige Nachteil, nur äußerlich anwendbar

Besonderheiten Schöllkraut Tinktur, Vor- und Nachteile

Tinktur ist die bekannteste und auch beliebteste Darreichungsform von Schöllkraut. Sie bietet zahlreiche Vorteile, denn sie kann gegen eine Menge von Beschwerden angewendet werden. Innerlich hilft die Schöllkraut Tinktur bei Magenbeschwerden, bei Verdauungsproblemen und Krämpfen. Äußerlich sehr hilfreich bei juckenden Hautstellen, Ekzemen und Warzen, selbst bei kleinen Verletzungen und Wunden kann der Einsatz von Schöllkraut die Heilung positiv beeinflussen und auch beschleunigen. Der Vorteil einer Schöllkraut Tinktur liegt in deren hohen Konzentration.
Die Vorteile einer Tinktur ist die gleichmäßige Verteilung der Wirkstoffe und auch als homöopathische Tropfen verwendbar. Nachteilig sind die hohen Preisunterschiede und für alkoholkranke Personen geeignet.

Was kennzeichnet Schöllkraut Kapseln und was sind ihre Vor- und Nachteile?

Kapseln sind die reinste Form der Herstellung, sie bestehen aus getrocknetem Schöllkraut. Dieses wird zu Pulver verarbeitet und in Kapseln verpackt. Eingenommen lösen sich diese im Magen auf, dort kann das Schöllkraut seine Wirkung voll entfalten, da es sich um ein Naturprodukt handelt, sind kaum Nebenwirkungen bekannt.

Schöllkraut in der Naturmedizin erfolgreich, aber auch giftig

Trotz der positiven Eigenschaften bei zahlreichen Beschwerden kann Schöllkraut bei übermäßigem Einsatz auch giftig sein. Schon dem weltweit bekannten Arzt Paracelsus war bekannt, dass Schöllkraut nicht nur heilende Inhaltsstoffe, sondern auch giftige besitzt. Hier kommt es darauf an zu unterscheiden, in welcher Form es zur inneren und äußerlichen Anwendung tauglich ist.

Schöllkraut in der Natur zu finden ist nicht schwer. Schöllkraut kommt vor allem in Europa und Nordamerika vor. In der Natur wächst es vor allem in Gegenden, die nicht zu trocken sind und ein stickstoffreiches Erdreich aufweisen. Auch an steinigen Brachflächen, entlang von Ufern an Gewässern und in lichten Laubwäldern kann das Schöllkraut gefunden werden. Obwohl an den Blättern erkennbar, ist das Schöllkraut am leichtesten während der Blütezeit an seinen leuchtend gelben Blüten zu identifizieren. Wird das Schöllkraut am Stängel abgebrochen kommt sofort der gelblich gefärbte Pflanzensaft zum Vorschein.

Selbst angewendet soll das Schöllkraut nur auf ärztlichen Rat hin erfolgen, da mehrere Inhaltsstoffe auch giftig sind. Innerlich bedenklich, da giftig, äußerlich dagegen unbedenklich wenn es nur zur Behandlung von Warzen eingesetzt wird. Diese werden leicht betupft, das allerdings sollte längerfristig geschehen.

Giftige Eigenschaften von Schöllkraut

Vor allem kommen diese in der Wurzel vom Schöllkraut vor. Die darin enthaltenen Alkaloide können nach Einnahme im Extremfall zu Kreislaufversagen führen. Diese Inhaltsstoffe können sowohl psychisch als auch physisch abhängig machen.

Beispiel Behandlung Schöllkraut gegen Warzen

Warzen sind unangenehm, jedoch meist ungefährlich und verschwinden auch oft ohne jede Behandlung. Die Viren im Warzengewebe wachsen auf der Hautoberfläche und können somit durch direkten Kontakt übertragen werden. Eine Behandlung ist vor allem dann erfolgreich wenn Medikamente eingesetzt werden, die virushemmende Eigenschaften besitzen. Es gibt auch Heilpflanzen die hier Hilfe versprechen. Treten Warzen an unproblematischen Körperstellen auf, empfiehlt sich der Einsatz des Milchsaft vom Schöllkraut. Seine Wirkung lässt sich naturwissenschaftlich begründen. Eines der zahlreichen Inhaltsstoffe vom Schöllkraut, das Chelidonin, hemmt das Zellwachstum. Daneben besitzt dieser Saft Inhaltsstoffe, die eine eiweißspaltende Wirkung besitzen.

Hinweis Anwendung: Den Saft aus dem Stängel des Schöllkraut direkt auf die Warzen tupfen, danach einziehen lassen. Diese Methode mehrmals wöchentlich wiederholen. Bei der Verwendung wegen der Giftigkeit der Pflanze am besten Einweg-Handschuhe einsetzen.

Fazit:

Schöllkraut wächst hierzulande in unmittelbarer Nähe und kann bei mehreren Beschwerden erfolgreich verwendet werden. Doch auch hier gilt wie fast überall, auf die richtige Menge und die richtige Anwendung kommt es an.
Äußerlich kann es gegen Warzen, Herpes und kleinere Wunden durchaus erfolgreich eingesetzt werden. Studien diesbezüglich können dies bestätigen, nicht zu vergessen die schnellere Wundheilung bei kleineren Verletzungen.
Innerlich wirkt es gut bei Verdauungsbeschwerden, Krämpfen, Gallenleiden und Darmbeschwerden. Richtig angewendet wirkt Schöllkraut bei zahlreichen Beschwerden sowohl innerlich, als such äußerlich. Bei Unsicherheiten bezüglich dieses Naturheilmittel sollte der Arzt oder Apotheker konsultiert werden.

Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen

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