Salbei – das Wunderkraut, das nicht nur in der Küche für die nötige Portion Abwechslung sorgt, sondern auch für Ihre Gesundheit ein echter Hauptgewinn istBlühender Salbei

Der echte Salbei, auch unter dem Namen Salvia officinalis gehört zu den ältesten Heilpflanzen, die uns Menschen bekannt sind. Bedenkt man die zahlreichen tollen Wirkungsweisen, die mit der Anwendung dieses Kraut einhergehen, ist dies nicht weiter verwunderlich. Aber auch aus der Küche ist das mediterrane aus Spanien stammende Kraut nicht mehr wegzudenken.

Der Siegeszug des Salbeis

Bereits in der Antike wendeten Menschen Salbei gezielt an, um kleinere sowie schwerwiegendere körperliche Beschwerden auf natürliche Art und Weise zu heilen und selbst im Mittelalter griff man immer wieder gerne auf das bewährte Kraut zurück. In dieser Zeit war Salbei sogar so beliebt, dass einige Menschen von Fürsten oder auch Königen beauftragt wurden, gezielt nach Salbei zu suchen und ihn zu ernten. Der Salvia officinalis zählt nicht zuletzt aus diesem Grund zu den weitverbreitetsten und vor allem auch wirksamsten Heilpflanzen der Menschheitsgeschichte und seine Beliebtheit ist bis zum heutigen Tage ungebrochen. Doch was genau gibt es über seine Wirkung bzw. seine Anwendung zu wissen und konnte die Heilkraft von Salbei mittlerweile anhand unabhängiger Studien wirklich nachgewiesen werden? Das alles und viel mehr rund um das Thema Salbei erfahren Sie hier.

Der Steckbrief des Salbeis im Überblick

  • der Salvia officinalis gehört zu der Pflanzenfamilie der Lippenblütler
  • weitere Namen, unter denen er bekannt ist sind Küchensalbei, echter Salbei oder auch Königssalbei
  • die Aussaatzeit findet zwischen Februar und Mai statt, die Blütezeit zwischen Mai und Juli
  • ernten kann man den echten Salbei zwischen April und September
  • Salbei benötigt einen sonnigen Standort und er bevorzugt sandige sowie nährstoffarme Böden, die wenig gedünkt werden
  • es handelt sich um ein wichtiges Heilkraut bei Zahnfleischerkrankungen, Rachenentzündungen, grippalen Effekten jeglicher Art, starkem Schwitzen sowie Akne
    Verwendung als Gewürzkraut in Antipasti, Fleischgerichten, Suppen, Pasta oder auch in Saucen

Die Herkunft von echtem Salbei

Sieht man sich an, von wo der echte Salbei ursprünglich stammt, so kann sehr schnell der Mittelmeerraum als Herkunftsland ausgemacht werden, allerdings wurde er bereits in der Antike ebenfalls in andere Länder übersiedelt und angebaut, um von seiner Wirkung als Heilkraut profitieren zu können. In Deutschland war dies zum ersten Mal höchstwahrscheinlich in den zahlreichen Klostergärten der Fall, in denen man sich darauf spezialisiert hat, für jedes körperliche und auch seelische Gebrechen das richtige Kraut zu finden. Wild wächst Salbei hingegen vor allem entlang der Adriaküste in verschiedenen Gebieten Italiens, in denen er aufgrund der kalkhaltigen sandigen Gegend besonders gut gedeiht.
Das Heilkraut Salbei zeichnet sich zudem dadurch auf, dass es besonders artenreich ist und es wahrscheinlich über 1000 verschiedene Sorten gibt, wobei unter anderem der Wiesensalbei zu den beliebtesten zählt.

Hieran erkennt man echten Salbei

Bei dem Salvia officinalis handelt es sich um einen Halbstrauch, der meist eine Höhe von ca. 40 bis 60 cm erreicht und bei guten Standort- bzw. Klimabedingungen mehrjährig blüht. In besonders trockenen und kargen Standorten kann die Pflanze sogar eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen, da sie als besonders ausdauernd und vor allem auch anspruchslos gilt. Neben der tiefen Verwurzelung zeichnet sich der Salbei durch seine länglichen Blätter aus, die nahezu an die Form von einem Ei erinnern und aufgrund der zahlreichen ätherischen Öle, die in ihnen vorhanden sind, einen sehr starken Duft verströmen. Zudem sind die Blätter mit einer Art weißen Pelz überzogen und sowohl an der Blattinnenseite-als auch an der Außenseite behaart. Betrachtet man die Oberseite des Salbeiblatts durch ein Teleskop oder auch mit einer Lupe, so lassen sich zahlreiche kleine Öldrüsen erkennen, dank derer die ätherischen Öle austreten können und die somit für den einzigartigen Duft dieses herrlichen Krauts verantwortlich sind.

Die Wirkung von Salbei auf den menschlichen Körper

Viele Menschen sehen Salbei bis heute nur als ein äußerst schmackhaftes Gewürzkraut, doch diese Einschätzung wird dem Wunderkraut alles andere als gerecht, denn bereits seit vielen Jahrhunderten erweist die Heilkraft von Salbei dem menschlichen Wohlbefinden sehr gute Dienste. Zwar ist viel über das Wissen über Heilkräuter, welches sich die Menschheit bereits angeeignet hatte wieder in Vergessenheit geraten, jedoch versuchen mittlerweile immer mehr Menschen auf der Suche nach der richtigen Medizin für körperliche und seelische Beschwerden auf Naturheilmittel zurückzugreifen, statt sich sofort der Schulmedizin zuzuwenden. Bei Salbei handelt es sich um eines dieser alternativen Heilmittel, dessen Wirkungsweise ebenfalls für lange Zeit in Vergessenheit geriet. Dabei hat dieses Kraut die Fähigkeit, zahlreichen Krankheiten und Leiden zu behandeln und vor allem bei Atemwegserkrankungen gilt das Kraut als absolutes Wundermittel.
Generell können sehr viele Erkrankungen des Mund-bzw. Rachenraums mithilfe von Salbei vollständig geheilt bzw. zumindest stark gelindert werden. Hierfür können Sie zum Beispiel auf Lutschbonbons zurückzugreifen, in denen sich Salbeiextrakt befindet, wie man sie mittlerweile in der Apotheke erhält. Als besonders wirkungsvoll gilt jedoch Tee aus frischen Salbeiblättern, da es auf diese Weise am besten möglich ist, die volle Wirkung der ätherischen Öle in sich aufzunehmen und diese sowohl über die Atemwege als auch über die Schleimhaut wirken zu lassen. Um Tee aus Salbeiblättern zuzubereiten, übergießen Sie diese einfach mit kochendem Wasser und lassen Sie den Tee ca. 5 Minuten ziehen. Empfinden Sie den Geschmack von Salbei als zu unangenehm oder auch zu intensiv, geben Sie einfach einen Löffel Honig hinzu. So können Sie den Tee nicht nur auf gesunde Art und Weise süßen, der Honig enthält ebenfalls Wirkstoffe die dafür sorgen werden, dass Bakterien und Viren abgetötet werden und Sie sich innerhalb kurzer Zeit wieder besser fühlen.

Doch warum hat Salbei eigentlich eine so gute Wirkung für unsere Gesundheit? In verschiedenen Studien konnten Wissenschaftler mittlerweile feststellen, dass dies vor allem an besonderen aktiven Substanzen liegt, die in Salbei zu finden sind. Vor allem folgende Inhaltsstoffe sind dafür verantwortlich, dass Entzündungen jeglicher Art schneller abklingen, unser Immunsystem aktiviert und die Darmfunktion gleichzeitig ebenfalls angekurbelt wird:

  • Bitterstoffe
  • Thojon
  • Campher
  • Borneol
  • Linalool
  • Flavonoide
  • ätherische Öle
  • Gerbstoffe

Salbei als Heilkraut im Mittelalter sowie der frühen Neuzeit

Bereits in den Schriften „Ursache und Heilung“ der Nonne und Heilkräuterexperten Hildegard von Bingen findet Salbei vor allem als Mittel gegen Appetitlosigkeit ausgiebige Erwähnung, aber auch in anderen bekannten Kräuterbüchern wie zum Beispiel dem Werk von Petri Andreae Matthioli wurde Salbei als Heilkraut gefeiert, welches nicht nur Ärzten, sondern auch Köchen hervorragende Dienste erweist. Selbst bei dem Kampf gegen die Pest wurde Salbei neben anderen Kräutern wie Thymian, Lavendel sowie Rosmarin eine wichtige Rolle zuteil, denn Menschen konnten sich mit einer Mischung aus diesen Kräutern einreiben und somit davor schützen, selbst vom Pesterreger infiziert zu werden. Tatsächlich machten sich diese Tatsache vor allem Diebe zu Zeiten der Pest zu Nutze.
Interessanterweise haben verschiedene Behandlungsempfehlungen, wenn es um die Verabreichung von Salbeiblättern in Form von Tee geht, die bereits im Mittelalter gegeben wurde auch heute nichts an ihrer Aktualität verloren.
Bei folgenden Krankheiten oder auch Beschwerden gilt Salbei aufgrund seiner antibakteriellen sowie entzündungshemmenden Wirkung bis heute als wirkungsvolle Heilpflanze und kommt daher in der Alternativmedizin immer wieder gerne zum Einsatz:

  • Erkrankungen bzw. Entzündungen im Mund-oder auch Rachenraum
  • Mundgeruch und Reflux
  • Bronchitis
  • Keuchhusten
  • Stimmungsschwankungen bzw. leichten Depressionen
  • grippalen Infekten
  • Rheuma
  • Angstzuständen
  • übermäßiges bzw. krankhaftes Schwitzen ( Hyperhidrose)
  • Verdauungsbeschwerden
  • zur Wundheilung
  • beim Abstillen

Anwendung von Salbei in der Mund-und Körperpflege

Aufgrund seiner stark antibakteriellen Wirkung gilt Salbei wie wir nun bereits wissen als Heilkraut für verschiedene Krankheiten. Das Kraut lässt sich jedoch auch für die Körperpflege bestens einsetzen. So gelten die Salbeiblätter zum Beispiel als altbewährter Ersatz für künstlich hergestellte und häufig leider mit zahlreichen gefährlichen Inhaltsstoffen angereicherter Zahnpasta, denn bereits vor Jahrhunderten wurden einzelne Salbeiblätter einfach um den Finger gewickelt, um anschließend sowohl die Zähne als auch die Gaumen damit ein zu massieren. Leichter Druck reicht hierbei bereits aus, um die ätherischen Öle freizusetzen und so dafür zu sorgen, dass Bakterien, die sich im Mundraum befinden, abgetötet werden und sich somit nicht festsetzen können. Karies hat dank dieser Prozedur keine Chance und auch schlechter Atem gehört endgültig der Vergangenheit an.
Wem diese Methode zu radikal ist, der kann auch einfach ein eigenes Mundwasser mit Salbei herstellen bzw. dieses gleich fertig in jeder Drogerie käuflich erwerben.

Salbei bei Hautunreinheiten

Hat man unter Hautunreinheiten zu leiden gilt Salbei ebenfalls als Wunderwaffe aus der Natur, um diese endgültig loszuwerden. Alles was man dafür tun muss ist, einen Tee aus Salbeiblättern zuzubereiten, die Flüssigkeit gut auskühlen zu lassen und sie anschließend mithilfe eines Wattebausch oder einem sauberen Tuch auf die betroffenen Hautstellen aufzutragen. Schon bald gehören Pickel und Mitesser dank des eigens hergestellten Gesichtswassers der Vergangenheit an, denn auch auf der Haut sind Bakterien und Verschmutzungen jeglicher Art dafür verantwortlich, dass sich die unansehnlichen Mitesser und Pickel bilden bzw. Entzündungen entstehen.

Salbei gegen fettige Haare

Eine weiteres Einsatzgebiet von Salbei, indem das Kraut für echte Erleichterung sorgen kann ist die richtige Pflege von schnell nachfettendem Haar. Viele Menschen befinden sich hier in einem Teufelskreis, denn je öfter sie ihre Haare waschen, umso schneller werden sie wieder fett. Ist man schließlich bei der täglichen Haarwäsche angelangt, gilt es zu handeln, da die Kopfhaut ansonsten immer weiter austrocknen kann. Damit man diesem Prozess entgegenwirkt, wird eine Spülung aus Salbeitee empfohlen, wobei Sie ca. 4 Teelöffel getrockneten Salbei mit 300 ml kochendem Wasser aufgießen müssen. Das ganze lassen Sie schließlich über 4 Stunden ziehen, bevor Sie 500 ml kaltes Wasser hinzufügen. Waschen Sie Ihre Haare wie gewohnt und spülen Sie anschließend Ihr feuchtes Haar mit der Salbeitinktur durch. Es ist nun nicht mehr nötig, das Haar nochmals mit klarem Wasser durchzuspülen. So sorgen Sie nämlich dafür, dass die Inhaltsstoffe vom Salbei richtig einwirken können und die zu schnell nachfettende Kopfhaut gehört schon bald der Vergangenheit an. Haben Sie dunkle Haare, können Sie sich zudem an einem kräftigeren Farbton erfreuen und auch graue Haare verlieren dank der sogenannten Salbeirinse unansehnliche Farbschattierungen wie zum Beispiel einen Gelbstich.

Salbei bei übermäßigen Schwitzen

Für viele Menschen ist es ein äußerst unangenehmes Thema und dennoch leiden sehr viele darunter und zwar unter extremer Schweißbildung. Dies ist nicht nur im Alltag äußerst störend, sondern kann sogar zur sozialen Isolation führen, da man sich schlicht und einfach schämt. Auch bei diesem körperlichen Problem, das ebenfalls unter dem Fachbegriff Hyperhidrose bekannt ist, kann die regelmäßige Einnahme von Salbei in Form von Tee betroffenen Personen helfen. Die in den Blättern enthaltenden Monoterpene sowie verschiedene Gerbstoffe sorgen dafür, dass die Schweißproduktion reguliert und somit bei übermäßigen Schwitzen eingedämmt wird. Auf diese Weise können Menschen, die unter diesem lästigen Problem leiden, auf starke aluminiumhälftige Deos verzichten, die in Verdacht stehen, krebserregend zu sein und stattdessen auf die Wirksamkeit der Natur vertrauen.

Salbei bei Magen- und Darmbeschwerden

Ein weiteres Einsatzgebiet von Salbei ist die Behandlung von sämtlichen Magen-bzw. Darmbeschwerden, was vor allem an den wertvollen Gerbstoffen liegt, die sich in den Blättern befinden. Diese sorgen nämlich dafür, dass nicht nur die Verdauungsfunktion stärker angeregt und zudem reguliert wird, es kommt zur kompletten Darmsanierung und schädliche Bakterien, die sich eventuell angesiedelt haben, wird endgültig der Garaus gemacht.

Nebenwirkungen bei der Verwendung von Salbei

Wir haben nun bereits sehr viel über die zahlreichen positiven Aspekte erfahren, die sich ergeben, wenn Sie regelmäßig Salbei anwenden und dieser zum Beispiel in Form von Tee zur Behandlung von verschiedenen Krankheiten zum Einsatz kommt. Allerdings sollten Sie hierbei beachten, lieber nur kleinere Mengen Salbei zu sich zu nehmen und dieses nicht zum Beispiel literweise als Tee zu trinken, da es ansonsten zu Vergiftungserscheinungen sowie Schwindelgefühl oder auch Krämpfen kommen kann. Vor allem bei frischen Salbeiblättern ist dies wichtig zu beachten. Falls Sie sich unsicher sein sollten, holen Sie sich lieber getrocknete Blätter aus der Apotheke und weichen Sie nicht von der empfohlenen Menge ab, die Ihnen vom Fachpersonal angegeben wird. Auf diese Weise können Sie Nebenwirkungen jeglicher Art verhindern und von den zahlreichen positiven Eigenschaften vom Salbei profitieren.
Besondere Vorsicht ist jedoch bei schwangeren oder auch stillenden Frauen geboten, da Salbei eine östrogenartige Verbindung enthält, die sich sowohl negativ auf das noch ungeborene Kind auswirken kann als auch im Verdacht steht dazu zu führen, dass der Milchfluss von noch stillenden Frauen unterbunden wird. Aus diesem Grund sollten Sie vor allem Salbeiöl bzw. auch Tee vermeiden. Haben Sie hingegen vor abzustillen und möchten Sie aus diesem Grund dafür sorgen, dass ihre Milch zukünftig ausbleibt, so kann es sich beim Trinken von Salbeitee um eine tolle Möglichkeit handeln, um diesen Prozess zu beschleunigen, wobei Sie hierfür 2 bis 3 Tassen Salbeitee täglich zu sich nehmen sollten.

Die Verwendung von Salbei in der Küche

Wie bereits erwähnt ist Salbei auch bestens dafür geeignet, um so manches Gericht zu verfeinern und für einen ganz besonders intensiven Geschmack zu sorgen. Die bittere bzw. würzige Note sorgt dafür, dass jedes Gericht ein mediterranes Flair bekommt und man sich sofort an Italien oder auch Frankreich erinnert fühlt. Vor allem intensive Saucen lassen sich perfekt mit den Blättern ergänzen, aber auch Suppen jeglicher Art können mit nur wenigen Salbeiblättern zu einem kulinarischen Highlight werden. Zu diesem Zweck schneiden Sie die Salbeiblätter einfach klein und geben Sie diese in die Sauce bzw. Suppe und erhitzen Sie das Gericht anschließend. Die Wärme sorgt dafür, dass die ätherischen Öle sich lösen und der Geschmack vom Salbei sich in ihr wiederfindet. Es ist also nicht verwunderlich, dass Salbei mittlerweile zu einer Gewürzpflanze geworden ist, die bei zahlreichen Gerichten unverzichtbar erscheint, wie zum Beispiel bei dem italienischen Traditionsgericht Saltimbocca , also Kalbsschnitzel oder auch als Füllung für Ravioli.

Falls Sie noch nie mit Salbei gekocht haben, sollten Sie folgendes einfache Rezept einfach ausprobieren: Lassen Sie etwas Butter in einer Pfanne schmelzen, bevor Sie frische Salbeiblätter hinzufügen und diese erhitzen, bis sie schön knusprig sind. Die Blätter können Sie anschließend einfach herausgeben und bei der entstandenen Flüssigkeit handelt es sich nun um eine sogenannte Salbeibutter, in der Sie Nudeln oder auch die schwenken können. Schon haben Sie ein herrliches Gericht zubereitet, das nicht nur aufgrund der ätherischen Öle als besonders bekömmlich gilt, sondern auch noch einen herrlichen Geruch in der gesamten Küche verströmt.

Salbei kaufen – darauf gilt es zu achten

Haben Sie sich dazu entschieden, von nun an von den zahlreichen tollen Eigenschaften von Salbei zu profitieren und sich vielleicht sogar eine eigene Salbeipflanze anzuschaffen, so werden Sie erstaunt sein, dass Sie diese in nahezu jedem Supermarkt oder auch im Baumarkt finden können. Die Qualität kann hierbei jedoch zum Teil sehr unterschiedlich ausfallen und daher sollten Sie eine Pflanze wählen, die über große Blätter verfügt und deren Stamm bereits etwas verholzt ist. Zudem ist es empfehlenswert sich darüber zu erkundigen, ob der Salbei mit chemischen Mitteln gedünkt wurde. In diesem Fall ist sie nämlich nicht dazu geeignet, um die Blätter zum Beispiel zur Zubereitung von Salbeitee zu verwenden. Möchten Sie eine Salbeipflanze erwerben ist es besser, sich in einem Fachgeschäft beraten zu lassen, um auch wirklich lange Freude an dieser zu haben.

Getrocknete Salbeikräuter können Sie ebenfalls von zahlreichen Anbietern erwerben, wobei die Verpackung unbedingt aromaversiegelt sein sollte und Sie sich ebenfalls von der Qualität der verwendeten Blätter überzeugen sollten. Gute getrocknete Salbeiblätter erhalten Sie im Normalfall in jedem Reformhaus und vor allem auch in der Apotheke.

Studien über die Wirkungsweise von Salbei

Vor allem in den letzten Jahrzehnten kann eine steigende Nachfrage nach alternativen Heilmitteln festgestellt werden und das hat auch sehr gute Gründe, denn immer mehr Menschen zweifeln an der Sinnhaftigkeit zahlreicher verschriebener Medikamente. Das führt dazu, dass die Wirksamkeit der einzelnen Hausmittel und Kräutern immer häufiger in wissenschaftlichen Studien genauer untersucht werden und vor allem über Salbei lassen sich mittlerweile zahlreiche interessante Studien finden.

In einer häufig zitierten Studie wurde zum Beispiel die Wirksamkeit von Salbei auf Symptome untersuch, die Frauen während ihrer Wechseljahre erleiden. Hitzewallungen sowie Stimmungsschwankungen gelten hierbei als typische Anzeichen, die auf die hormonelle Umstellung zurückzuführen sind und die Wirkung von Salbei auf diese wurde in einem Zeitraum von 8 Wochen betrachtet. Tatsächlich fühlten sich die meisten Probandinnen, denen regelmäßig Salbei verabreicht wurden insgesamt wohler und auch nächtliche Schweißausbrüche konnten minimiert werden, weshalb die Wirksamkeit von Salbei auf eben diese beschriebenen Symptome mittlerweile als erwiesen gilt. Allerdings konnte Salbei nur zu einer Linderung führen und herkömmliche Hormonbehandlungen, die in manchen Fällen notwendig werden, nicht vollständig ersetzen. Der Einsatz von Salbei während der Wechseljahre gilt somit als wirksam und sollte daher zur Unterstützung erfolgen, um die Dosierungsmenge etwaige eingenommene Medikamente verringern zu können und somit die Nebenwirkungen dieser einzudämmen.

Die Carstens Stiftung hat ebenfalls eine Studie durchgeführt, in der es darum ging, inwieweit sich die regelmäßige Einnahme von Salbei auf degenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Demenz auswirken kann. Auch in diesem Fall konnte eine eindeutig positive Wirkung nachgewiesen werden, wobei im Gegensatz zu den zum Teil äußerst aggressiven Medikamenten bei der Verabreichung des Salbeis keinerlei Nebenwirkungen festgestellt werden konnte. Es wird daher eine eindeutige Empfehlung ausgesprochen, in den Anfangsstufen von Demenzerkrankungen oder auch zur Vorbeugung regelmäßig Salbei einzunehmen.

Auch eine Studie der Teheran University, welches sich im Iran befindet, kam zu diesem Schluss. Bei dieser Studie wurden Probanden über einen Zeitraum von über 4 Monate beobachtet und während einer Gruppe ein Placebo erhielt, bekamen die andere regelmäßige Dosen Salbei verabreicht. Die Probanden, die den echten Salbei erhielten, konnten ihre Gedächtnisleistung stark verbessern, während diese bei den anderen abnahm bzw. ihr gleiches Niveau halten konnten.

Fazit

Salbei ist nicht nur aus der mediterranen Küche keinesfalls wegzudenken, auch als Naturheilmittel konnte das Kraut mittlerweile an seine frühere Beliebtheit wieder anknüpfen und sich somit wieder durchsetzen. Waren die eindrucksvollen heilende Kräfte von Salbei bei Rachen-und Munderkrankungen sowie Darmbeschwerden bereits in der Antike sowie im Mittelalter in ganz Europa bekannt, konnte die Wirksamkeit des Krauts nun ebenfalls in zahlreichen wissenschaftlichen Studien ausreichend nachgewiesen werden und vor allem bei grippalen Infekten jeglicher Art greifen Menschen immer wieder gerne auf Salbei zurück. Dabei ist es vor allem die einfache Anwendung, die viele überzeugt, denn alles was Sie tun müssen, ist wenige Blätter der Pflanze mit heißem Wasser aufzugießen, das Ganze ein paar Minuten ziehen zu lassen und schon kann ein herrlicher Salbeitee genossen werden, der auch als echte Wunderwaffe für Ihre Gesundheit zum Einsatz kommt. Dank der antibakteriellen und entzündungshemmende Wirkung allerdings nicht nur leichte Infekte behandelt werden, auf chronische oder degenerative Krankheiten können somit in Schach gehalten werden, wie mittlerweile in verschiedenen Studien über Salbei nachgewiesen wurde.
Natürlich ist es nicht immer möglich ausschließlich auf natürliche Heilmittel zurückzugreifen und vollständig auf Medikamente zu verzichten, allerdings kann Salbei in vielen Fällen als zusätzliches Heilmittel zum Einsatz kommen und somit zu Ihrem allgemeinen Wohlbefinden beitragen.

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