Cordyceps (Coryceps sinensis) ist ein chinesischer Raupenpilz, der zu der Familie der echten Schlauchpilze gehört. Er ist in Tibet in Höhenlagen zwischen 3000 und 5000 Metern zu finden. Der Cordyceps wird in der traditionellen Cordycepschinesischen und tibetanischen Medizin schon seit Tausenden von Jahren benutzt wird. Dem Cordyceps werden Heilwirkungen bei Leber-, Nieren- und Lungenerkrankungen zugeschrieben. Außerdem dient er als Aphrodisiakum und als allgemeines Stärkungsmittel. Einige dieser Heilwirkungen wurden bereits durch Studien belegt, bei anderen wird noch geforscht.

Was ist Cordyceps?

Die Chinesen nennen den Cordyceps Dong Chong Xia Cao, was ungefähr Winterraupe – Sommergras bedeutet. Dieser Name beschreibt genau, wie der PIlz lebt. Der Cordyceps Pilz benötigt eine Raupe, um leben zu können. Als winzige Pilzspore befällt er in der Erde die Raupe eines Nachtfalters und ernährt sich den ganzen Winter über von dieser Raupe. Daher kommt die Bezeichnung Winterraupe. Bei dem Cordyceps handelt es sich demnach um einen Parasiten. Er lässt von der Raupe nur noch die Hülle übrig und füllt das Innere komplett mit den Pilzfäden (Myzel) aus.

In den Sommermonaten wächst der Fruchtkörper des Cordyceps Pilzes dann aus der Erde heraus. Der Fruchtkörper sieht eher wie ein Gras aus als wie ein Pilz. Er ist sehr schmal und hat keinen Hut. Dadurch wird der zweite Teil des chinesischen Namens, nämlich Sommergras, erklärt.

Cordyceps, ein Pilz von sehr hohem Wert

Allein schon wegen seines natürlichen Lebensraumes war der Cordyceps Pilz sehr selten und war aufgrund der großen Nachfrage fast unbezahlbar. Im alten China hatte ein Gramm Cordyceps den viermaligen Wert eines Gramms Silber. Daher wurde er ausschließlich am Hof des Kaisers benutzt. Heute kostet ein Kilogramm des wild gewachsenen Cordyceps bis zu 2000 Euro.

Erste Erwähnungen des Cordyceps Pilzes als natürliches Potenzmittel fanden sich bereits in Schriften aus dem 15. Jahrhundert. Er wurde als ein Mittel beschrieben, mit dem alle Gefühle noch intensiver erlebt werden können.

Im Jahr 1972 starteten chinesische Wissenschaftler ein Projekt, um der steigenden Nachfrage nach dem Pilz gerecht zu werden. Aus allen Teilen Chinas wurde wilder Cordyceps gesammelt und auf seine chemische Zusammensetzung und seine Heilwirkung untersucht. Es wurde auch darauf geachtet, ob der Pilz vom Menschen verzehrt werden kann. Zur selben Zeit wurde die Möglichkeit, Cordyceps zu kultivieren, untersucht. Aus 200 Unterarten des Pilzes wurde schließlich der Pilz aus der Provinz Qinghai ausgesucht, da diese Pilze besonders wirksam waren. Diese Unterart wurde dann Cordyceps CS-4 genannt.

Cordyceps CS-4 und die Wissenschaft

Die chemische Zusammensetzung und die Heilwirkung des Cordyceps CS-4 ist bis auf minimale Unterschiede identisch mit dem traditionellen Cordyceps. Daher wurde der CS-4 dann auch im Jahr 1987 von dem chinesischen Gesundheitsministerium als Nahrungsmittel zugelassen.

Seither findet der CS-4 Pilz bei allen wissenschaftlichen Untersuchungen, die den Cordyceps Pilz betreffen, seinen Einsatz.

Vor allem ist Cordyceps dafür gekannt, dass er den Körper und den Geist stärkt und anregt. Die traditionelle chinesische Medizin sagt dem Cordyceps vor allem eine stärkende Wirkung auf den Nierenmeridian und den Lungenmeridian nach.

Bei einigen Untersuchungen in China wurden die biochemischen Wirkungen des Pilzes auf den Organismus des Menschen untersucht und man kam zu den folgenden Ergebnissen:

Cordyceps als Brennstoff für die Zellen

Der Pilz beeinflusst direkt die Kraftwerke (die Mitochondrien) der Zellen und erhöht die Produktion der Energie in jeder Zelle.
Mäuse, die mit dem Cordyceps Pilz gefüttert wurden, hatten 45 bis 55 Prozent mehr ATP (dem Hauptenergiespeicher) in ihren Leberzellen.
Außerdem wird durch die Anwendung des Pilzes die Fähigkeit des Körpers erhöht, Sauerstoff optimal auszunutzen. So entsteht seltener Sauerstoffmangel im Gewebe, was ebenfalls den Energielevel erhöht.

Cordyceps verleiht Sportlern Energie ohne Doping

Sportler, die den Cordyceps Pilz benutzen, sind fähig, sportliche Höchstleistungen zu erbringen. Durch die regelmäßige Cordyceps-Einnahme wird nicht nur der menschliche Körper leistungsfähiger, sondern auch der Geist wird klarer, denn auch die Gehirnzellen profitieren von der erhöhten Produktion an Energie und der verbesserten Versorgung mit Sauerstoff. Auch die Stimmung wird durch Cordyceps aufgehellt.

Cordyceps zur Unterstützung von Antidepressiva

Im Cordyceps Pilz ist viel L-Tryptophan enthalten. Das ist die Aminosäure, die das Gehirn zur Produktion des Glückshormons Serotonin benötigt.
Außerdem hemmt Cordyceps das Enzym Monoaminoxidase (MAO). MAO-Hemmer werden gegen Depressionen eingesetzt. So kann der Cordyceps Pilz auch zur Aufhellung der Stimmung eingesetzt werden. Er stärkt also nicht nur den Körper, sondern auch den Geist.

Cordyceps für die Potenz und die Libido

Für das Liebesspiel sind ein starker Körper und eine gute Laune sehr wichtig. Das ist die besondere Stärke des Cordyceps Pilzes. Er ist ein wirksames natürliches Mittel zur Bekämpfung von Impotenz und mangelnder Libido, bei Männern und auch bei Frauen.
Der Cordyceps Pilz wurde bereits in schriftlichen Überlieferungen aus dem alten China als wirksames Potenzmittel erwähnt. Er soll dem Kaiser die Fähigkeit verliehen haben, seine zahlreichen Gemahlinnen so zufriedenzustellen, dass keine sich vernachlässigt fühlte.
Daher wurde der Pilz gerade in Bezug auf diesen Bereich ausgiebig erforscht. Es wurde nachgewiesen, dass der Cordyceps Pilz die Liebesfähigkeit auf verschiedenen Wegen belebt.
An einigen hundert Männern, die an verminderter Libido und anderen sexuellen Problemen litten, wurden drei verschiedene Placebo kontrollierte Doppelblindstudien in China durchgeführt. Dabei fand man übereinstimmende positive Ergebnisse, die für den Cordyceps Pilz sprechen.
Von den Versuchsteilnehmern, denen Cordyceps verabreocjt wirde, zeigten 64 Prozent bei Beendigung der Untersuchung, dass sich ihre sexuelle Leistungsfhähigkeit erhöht hatte. In der Placebo Gruppe waren es nur 24 Prozent.
In einer ebenfalls Placebo kontrollierten und doppelblinden Studie mit 21 älteren Frauen, die alle an verminderter Libido und anderen sexuellen Problemen litten, konnte mit der Einnahme des Cordyceps Pilzes bei 90 Prozent der Frauen eine Verbesserung festgestellt werden, während es bei der Placebo Gruppe null Prozent waren.

Wie der Cordyceps Pilz die Potenz und die Libido steigert

Durch die Einnahme von Cordyceps wird das glatte Muskelgewebe der Schwellkörper des Penis (Corpus cavernosum) entspannt. Das Blut kann den Penis besser durchbluten und es kommt zu einer Erektion. Der Myzel-Extrakt aus Cordyceps CS-4 hat eine doppelt so große Wirkung auf die Förderung der Erektion wie der wilde Pilz der Gattung.
Weiterhin wirkt Cordyceps direkt auf die Geschlechtsorgane (Hoden und Gebärmutter) ein, wie die Verabreichung des Pilzes an Mäuse gezeigt hat. Bei noch nicht geschlechtsreifen männlichen Mäusen nahmen die Hoden nach sechs Tagen Cordyceps um 90 Prozent an Gewicht zu. Bei männlichen Kaninchen, die 30 Tage lang Cordyceps bekamen, war das Gewicht der Hoden um 30 Prozent größer als bei der Placebo Gruppe. Bei weiblichen Mäusen, die noch nicht geschlechtsreif waren, nahm der Uterus um mehr als 40 Prozent zu.
Außerdem fördert Cordyceps die Samenbildung. Bei männlichen Kaninchen, denen ein Vierteljahr lang Cordyceps verabreicht wurde, lag die Samenproduktion dreimal so hoch wie in der Placebo Gruppe. Eine andere Untersuchung ergab, dass die Qualität und die Vitalität der Spermien durch die Einnahme von Cordyceps erheblich verbessert wurde.
Untersuchungen an Menschen zeigten, dass Cordyceps die männlichen und weiblichen Geschlechtshormone reguliert.

Cordyceps gegen die Schmerzen bei Arthrose

Neben vielen anderen Wirkstoffen ist in dem Cordyceps Pilz auch Cordycepin enthalten, das Arthrose Schmerzen verringern kann.
Wissenschaftler der University of Nottingham führten Tests durch, die zeigten, dass Cordycepin die Schmerzen hemmt, die nach Gelenkentzündungen auftreten. Auch Arthrose Schmerzen, die langsam entstanden sind, wurden durch die Einnahme von Cordycepin verringert. Cordycepin wirkt genauso gut wie herkömmliche Schmerzmittel oder entzündungshemmende Mittel (Cortison). Aber Cordycepin hat im Gegensatz zu ihnen keinerlei Nebenwirkungen.
Die Forschung dazu befindet sich noch im Anfangsstadium. Daher müssen Betroffene selbst ausprobieren, um die richtige Dosis für ihre Bedürfnisse zu finden. Auch wenn zu geringe Dosen genommen werden, um eine Schmerzlinderung zu bewirken, entfaltet der Cordyceps Pilz seine anderen Eigenschaften. Eine davon ist die

Stärkung des Immunsystems durch den Cordyceps-Pilz

Cordyceps hat die Wirkung eines bidirektionalen Immunregulators. Das bedeutet, dass ein zu schwaches Immunsystem gestärkt wird und ein überaktives Immunsystem, wie beispielsweise bei Autoimmunerkrankungen, gehemmt wird.
In verschiedenen Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass die Wirkung auf das Immunsystem von der Dosis abhängig ist. Bei der Einnahme einer größeren Menge ist die Wirkung größer.
Die Wirkung erfolgt auf verschiedene Arten, die alle zusammenwirken, um den schlussendlichen Erfolg zu erzielen.

  1. Der Pilz regt die Herstellung besonderer Immunzellen, den T-Zellen an.
  2. Es steigert die Aktivität der natürlichen Killer-Zellen, der NK-Zellen.
  3. Es steigert die Herstellung der Immunglobuline G und M. Dabei handelt es sich um Antikörper, also jene Strukturen, die sich an Fremdkörper oder an Zellen, die entartet sind, binden, damit die Abwehrzellen diese erkennen und bekämpfen.
  4. Cordyceps erhöht die Aktivität der Fresszellen (Makrophagen).
  5. Es steigert die Tätigkeit von Gamma-Interferon, einem Stoff, den der Körper bereits besitzt und der eine immunstimulierende, antivirale und antitumorale Wirkung hat.
  6. Es vergrößert die Wirkung der körpereigenen Antioxidantien. Doch darüber mehr im nächsten Abschnitt.

Cordyceps als Schutz gegen freie Radikale

In China fand eine Placebo kontrollierte Studie mit 59 älteren Teilnehmern im Alter von 60 bis 84 Jahren statt. Sie zeigte, dass der Pilz die Konzentration des körpereigenen Enzyms Superoxid-Dismutase (SOD) beträchtlich erhöhte. Das Enzym SOD hat eine sehr große antioxidative Wirkung.
Bei der Studiengruppe war die Konzentration an SOD erheblich höher als bei der Vergleichsgruppe, die aus jungen gesunden Menschen bestand.

Simultan sank die Plasma Konzentration von Malondialdehyd (MDA) auf die gleiche Höhe der Werte, die die Vergleichsgruppe mit den jungen Menschen hatte. Die MDA-Werte zeigen die Bedrohung des menschlichen Organismus durch oxidativem Stress.

Bei Menschen, die an Diabetes leiden, sind die MDA-Werte häufig erhöht. Ein anderes Problem bei Diabetikern ist das sogenannte metabolische Syndrom, das sich neben dem hohen Blutzuckerspiegel, in Übergewicht, zu hohem Blutdruck und einem hohen Cholesterinspiegel zeigt.
Auch bei zu hohem Blutdruck und zu hohem Cholesterin zeigt das Myzel des Pilzes eine positive Wirkung.

Cordyceps bei Bluthochdruck und hohem Cholesterinspiegel

In Japan haben Forscher herausgefunden, dass eine überanstrengte Aorta (Hauptschlagader) nach der Einnahme von Cordyceps durchschnittlich um 40 Prozent erweitert wurde.

Somit wurde erwiesen, dass der Pilz auch eine gefäßerweiternde Wirkung hat. Die Muskulatur in den glatten Gefäßwänden entspannt sich, der Körper wird besser durchblutet und der Blutdruck wird gesenkt. Alle diese Vorgänge haben einen positiven Einfluss auf das gesamte Herz-Kreislauf-System.
Dazu kann der Cordyceps Pilz auch noch den Cholesterinspiegel senken und hat auch dadurch eine positive Wirkung auf die Gesundheit der Gefäße und des Herzens.

Eine Studie in China mit 273 Patienten zeigte, dass der Cholesterinspiegel nach einer vier- bis achtwöchigen Einnahme des Pilzes um durchschnittlich 17 Prozent sank.

Wirkstoffe des Cordyceps

All die oben beschriebenen positiven Auswirkungen auf die Gesundheit verdankt der Cordyceps seinen vielen hochwertigen Inhaltsstoffe. Er ist reich an sekundären Pflanzenstoffen wie dem Provitamin Ergosterol. In dem Pilz selbst hat der Wirkstoff wichtige Aufgaben in den Zellmembranen, während er im menschlichen Organismus den Stoffwechsel bei der Synthese des Vitamin D unterstützt.

Vor allem wichtig in dem Pilz ist der Wirkstoff Cordycepin. Dieser beinhaltet wertvolle Mehrfachzucker, auch als Polysaccharide bekannt. Cordycepin entfaltet seine Wirkung vor allem in Kombination mit den im Pilz enthaltenen Vitaminen B, E und K, Mineralstoffen wie Eisen, Kupfer, Selen und Zink und den essenziellen Aminosäuren.

Weiterhin sind in dem Pilz besondere Eiweißverbindungen wie Glukane enthalten. Diese bestehen aus verschiedenen einfachen Zuckermolekülen und sind wichtig aufgrund ihrer Blutzuckersenkenden Eigenschaften.

Die im Pilz enthaltenen Nucleoside sind Moleküle, die aus einem Zuckerbestandteil und einem Basenbestandteil bestehen. Sie sind an vielen zellphysiologischen Prozessen wie an der Regulierung physiologischer Prozesse im zentralen Nervensystem beteiligt. Cordycepin, der zu den Nucleosiden gehört, hat eine antibakterielle Wirkung und wird zur Unterstützung einer Krebstherapie eingesetzt. Er hilft, die Bildung von Metastasen zu hemmen und verringert die Nebenwirkungen einer Chemotherapie.

Die Polysaccharide im Pilz sorgen für eine effiziente Einsetzung des Sauerstoffes im menschlichen Organismus. Beim Abbau der Polysaccharide entsteht Sauerstoff, der für die Zellen sofort verfügbar ist. Herzrhythmus und der Prozess des Fettstoffwechsels können so deutliche verbessert werden. Außerdem helfen Polysaccharide bei der Senkung des Blutzuckerspiegels und bei der Verbesserung der Insulinaufnahme. Weiterhin helfen diese pflanzlichen Wirkstoffe bei der Stabilisierung des Immunsystems.

Pflanzliche Sterole wie beispielsweise Ergosterol befinden sich in den Zellwänden der Pilze und hemmen die Aufnahme von Cholesterin im Darm. Die cholesterinsenkende Wirkung des Cordyceps konnte in verschiedenen Studien nachgewiesen werden.
Der Cordyceps enthält wichtige Vitamine, wie die Vitamine der B-Gruppe, die wichtig für alle Stufen der Energieproduktion im Stoffwechsel des menschlichen Körpers sind. Die Vitamine der B-Gruppe wirken stimmungsaufhellend, konzentrationssteigernd und nervenstärkend. Sie sind wichtig für den Aufbau der Muskeln und haben eine positive Wirkung auf Haut und Haare. Sie unterstützen außerdem die Funktion der Leber.

Das Vitamin E in dem Pilz schütz die Zellen des Körpers vor Schäden. Vitamin E sorgt für straffe Haut, hilft bei der Zellerneuerung und bei der Wundheilung.
In dem chinesischen Raupenpilz ist auch Vitamin K enthalten, das für die Blutgerinnung zuständig ist. Es aktiviert außerdem die Bildung der Knochen und beugt der Arterienverkalkung vor.
Neben Eisen und Kupfer sind noch eine ganze Reihe anderer Mineralstoffe, wie Zink, ein lebensnotwendiges Spurenelement in dem Pilz enthalten. Zink ist sehr wichtig für den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel. Es unterstützt das Immunsystem, wirkt antioxidativ und hat eine Aufgabe beim Wachstum der Zellen.

Nebenwirkungen des Cordyceps Pilzes

Mit all diesen wichtigen Inhaltsstoffen ist der Cordyceps Pilz ein fast vollkommenes Nahrungsergänzungsmittel, dass sich für beinahe alle Menschen eignet. Die Einnahme des Pilzes stellt fast kein Risiko dar. Versuche haben gezeigt, dass auch bei hohen Dosen keine bedenklichen Nebenwirkungen eintreten. Unter einer hohen Dosis würde man den Verzehr von 80 Gramm Pilz für jedes Kilogramm, das ein Mensch wiegt, bezeichnen. Ein Mensch mit einem Gewicht von 70 Kilogramm müsste demnach für eine hohe Dosis 5,6 Kilogram Cordyceps verzehren.
Bei empfindlichen Menschen kann des nach der ersten Einnahme des Pilzes zu Verdauungsbeschwerden wie vorübergehendem Durchfall kommen. Normalerweise ist diese Erscheinung nicht ernsthaft und geht schnell vorüber.
Menschen, die Asthma-Sprays mit Beta-2-Sympathomimetika verwenden, sollten Vorsicht bei der Einnahme des Pilzes walten lassen. Die entspannende Wirkung des Cordyceps auf die Muskulatur der Blutgefäße und der Atemwege ist der des Medikamentes ähnlich und kann dessen Wirkung verstärken.
Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten Sie auf jeden Fall vor der Einnahme von Cordyceps mit Ihrem Arzt sprechen, damit er Ihre Medikamenten Dosis reduzieren oder anpassen kann.

In welcher Form kann Cordyceps eingenommen werden?

Da wilder Cordyceps sehr selten und teuer ist und in getrockneter Form mit Bakterien verunreinigt sein kann, wird zunehmend gezüchteter Cordyceps verwendet.
Am häufigsten wird der Pilz in China gezüchtet und stammt aus unkontrollierten Anbau, sodass die Qualität nicht gewährleistet ist. Manchmal ist er sogar mit Schwermetallen belastet.
Daher sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das Cordyceps-Produkt Ihrer Wahl aus kontrolliertem Anbau und streng kontrollierter Herstellung stammt. Optimalerweise sollte das Cordyceps-Produkt Bio Qualität besitzen. Dann ist der Pilz aus Bio-Reis gezogen und es werden dafür keine Raupen benötigt, sodass der Pilz sich auch für Veganer und Vegetarier eignet.

Cordyceps-Dosierung

Der Pilz ist als Nahrungsergänzungsmittel als Pulver, Extrakt oder Kapseln erhältlich.
Gute Heilergebnisse werden bei vielen Gesundheitsbeschwerden mit einer Dosierung ab einem dreiviertel Gramm Myzel pro Tag erzielt. Höhere Wirksamkeit zeigt eine Dosierung ab 3 Gramm am Tag.

Das entspricht vier Kapseln am Tag.

Die Kapseln werden morgens zum Frühstück eingenommen. Die belebende Wirkung ist schon wenige Stunden nach der Einnahme spürbar. Um eine anhaltende therapeutische Wirkung zu erzielen, sollten die Präparate mindestens vier bis sechs Wochen lang eingenommen werden.

Fazit

Wenn Sie auf Nahrungsergänzungsmitteln mit dem Pilz zurückgreifen, tun Sie Ihrem Körper bestimmt etwas Gutes, da viele Bereiche des Körpers durch die Inhaltsstoffe des Pilzes positiv beeinflusst werden. Sie sollten darauf achten, nur natürliches Cordyceps-Sinensis-Extrakt (kein Pulver) zu verwenden. Die Präparate sollten mit Analysezertifikaten versehen sein und optimalerweise aus biologischen Anbau stammen. Sie sollten frei von Schwermetallen, Fruchtzucker, Rückständen von Pflanzenschutzmitteln und genmanipulierten Rohstoffen sein. Da der Rohstoff ziemlich teuer ist, sollten Sie bei sehr günstigen Angeboten vorsichtig sein. Obwohl eine Überdosierung so gut wie unmöglich ist, sollten Sie sich bei der Einnahme an die Angaben des Herstellers halten. Wenn Sie also ein hochwertiges Präparat wählen, sollten Sie mit der Einnahme gute Erfolge für Ihre Gesundheit erzielen können.

Weitere Informationen über Heil und Vitalpilze gibt es hier: Maitake, Chaga Pilze, Hericium, Shiitake Pilze

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